Smoothieware auf 32-Bit-MKS-SBase-Board mit 3.2″-TFT am Tronxy X5S

Mit diesem kleinen Einstieg in die 32bit-Welt ist mein Tronxy X5S jetzt 10db leiser, hat Touchscreen und LAN-Anschluss und druckt sauberer. Und die Liste der Vorteile ist noch länger …

Brainboard und Firmware

Das MKS SBASE 1.3 ist ein 32-Bit Brainboard mit ARM Cortex-Prozessor, DRV8825-Schrittmotortreibern, Micro-SD-Kartenleser, USB- und LAN-Anschluss  von Makerbase Technology. Es läuft auf 12oder 24 Volt. Das Board ist in China für etwa 40 Euro, in Deutschland für das Doppelte erhältlich. Am Tronxy X5S ersetzt die Funktion des Melzi-Boards.

Auf dem SBASE können verschiedene Firmwares betrieben werden, ich habe mich für Smoothieware entschieden.

Anzeige und Steuerung
LCD-Board mit Dreh-Klick-Schalter:

Für die lokale Bedienung könnte man wieder das LCD-Board  des X5S mit Dreh-Klick-Schalter anschließen. Die beiden Pfostenstecker dafür sind auch auf dem SBASE vorhanden.

MKS TFT 3.2″:

Deutlich komfortabler wird es mit dem MKS TFT 3.2″ V4.0. Es ist das größte Display dieser Reihe und kostet etwa 30 Euro bzw. 60 Euro in Deutschland. Es wird mit nur einem Flachkabel am AUX1-Port des SBASE angeschlossen.

Während ein Standard-LCD-Modul vom Prozessor des Brainboards mitverwaltet wird, hat das MKS TFT einen eigenen 32bit ARM-Prozessor mit eigener Firmware, dazu auch einen SD-Kartenleser und einen USB-Anschluss. Verschiedene Wifi-Module können ergänzt werden, und es lassen sich Stromausfall- und Filamentende-Detektoren anschließen.

Ein solches TFT ließe sich auch zur Steuerung eines 8bit-Boards nutzen, wie Rics_3D kürzlich gezeigt hat, nur mit dem Melzi des X5S geht das mangels Anschluss nicht.

Das TFT stellt ein Stück mehr Komfort bereit, als man von den Dreh-Klick-Interfaces gewohnt ist:

Für die Darstellung gibt es verschiedene Styles, hier der Red Style.

App:

Ist das TFT mit einem Wifi-Modul nachgerüstet, soll der Drucker auch übers Netz per App gesteuert werden können. Ich habe eines bestellt. Es ist aber noch nicht da.

Webserver:

Als weiteres Bedieninterface steht der auf dem SBASE laufende Webserver der Smoothieware zur Verfügung, wenn das SBASE ans LAN angeschlossen ist.

Telnet:

Wenn diese Möglichkeiten noch nicht ausreichen, kann man das SBASE auch z.B. über Telnet erreichen. So lassen sich z.B. Befehle wie M303 für’s PID-Tuning absetzen.

Starten eines Druckes

Um einen Druck zu starten, kann man z.B.

  • den Gcode per Web-Interface auf die SD-Karte des SBASE hinaufladen und dann über Play in der <Printable File List> starten
  • oder den Gcode auf die SD-Karte des TFTs speichern und über den Touchscreen des TFTs starten
  • oder die App verwenden, falls man ein Wifi-Modul am TFT ergänzt hat.
Flashen von Konfigurations-Parameter und neuer Firmware

Konfigurationsparameter werden für das SBASE in einem Config-File auf der SD-Karte des SBASE und für das TFT in einem zweiten Config-File auf der SD-Karte des TFTs gespeichert. Beide System flashen diese Parameter automatisch, sobald ein Config-File gefunden wird.

Die Einstellmöglichkeiten sind vielseitig:

  • So lassen sich z.B. für das SBase sogar die Stepper-Ströme per config-File einfach verändern.
  • Im Config-File des TFTs lassen sich z.B. fünf Druckkopf-Positionen für das Leveling hinterlegen.

Mit der Firmware geht es analog: Sobald entsprechende Files auf SD-Karte liegen, flasht das SBASE eine neue Smoothieware-Version. Genaus flasht auch das TFT seine Firmware, sobald geeignete Files auf der SD-Karte liegen.

Sobald ein Konfig- oder Firmware-File geflasht wurde, wird es auf der SD-Karte automatisch umbenannt.

Umbau des X5S
Verkabelung:

Das TFT wird mit einem Flachbandkabel, das mitgeliefert werden sollte, mit dem SBASE verbunden.

Die meisten Kabel des Druckers lassen sich einfach auf das SBase umstecken oder umklemmen.

Nur die Lüfter werden nicht gesteckt, sondern an Schraubklemmen angeschlossen.

Für die Z-Motoren steht nur ein Anschluss zur Verfügung und man muss sich einen Adapter bauen, der die Wicklungen beider Motoren in Reihe schaltet.

Firmware:

Auf beiden Boards ist bereits eine Firmware geflasht. Das Flashen der jeweils aktuellen Versionen für Smoothieware und der TFT-Firmware ist wie oben beschrieben einfach: Die verlinkten .bin-files auf die jeweilige SD-Karte kopieren und das jeweilige Board booten. Nach erfolgtem Flash benennen die Boards die Files auf der SD-Karte automatisch von *.bin auf *.cur um.

Konfiguration:

Es sind die Config-Files für SBase und TFT auf den angeschlossenen Drucker anzupassen.

Für das SBASE gibt es Kurzanleitungen und die originale Smoothieware-Doku, für das TFT stellt der Hersteller ein PDF bereit.

Für den Tronxy X5S stellt SgaboLab sein Config-File auf Thingiverse zur Verfügung. Davon ausgehend habe ich diverse Änderungen vorgenommen und z.B. noch die  temperaturabhängige Schaltung des Hotend-Lüfters ergänzt.

Hier meine Konfiguration für das SBASE. Achtung für einen Standard-X5S sind einige meiner Anpassungen, z.B. für E3D Thermistor und Titan-Extruder rückgängig zu machen:

config PO 008 – deutsch kommentiert

Und für das TFT. Hier sind nur die Koordinaten für das Autoleveling angepasst.

mks_config PO 003 – deutsch kommentiert

(Vor Upload müssen die Files in config.txt umbenannt werden.)

Erste Ergebnisse
  • Der Drucker ist mit den neuen Stepper-Treibern etwa 10db leiser. Das lauteste ist jetzt der original E3D-Hotend-Lüfter. Dessen Geschwindigkeit ist jetzt aber über das Config-File einstellbar.
  • Durch die jetzt möglichen 32 Microsteps ist in meinen Drucken jetzt das feine „Ratter“-Muster verschwunden. Mehr als 32 Microsteps sind mit diesem Board nicht ohne weiteres möglich.
  • Ganz nebenbei habe ich jetzt die höheren Temperaturlimits für mein E3D V6 hinterlegen können. Dem Melzi-Board hätte ich dafür auch erst einen Bootloader und neue Firmware flashen müssen.
  • Ich habe die Geschwindigkeiten und Beschleunigungen erst einmal ähnlich langsam konfiguriert, wie mit dem Melzi-Board, hier ist definitiv noch Luft nach oben.
  • Die verbesserte Bedienung über das Touchpad ist Klasse.
  • Nach meinen ersten Erfahrungen verheddert sich das SBASE, wenn man es per Webserver und per TFT parallel ansteuert.
Wie geht es weiter

Wenn sich hier ein deutliches Interesse abzeichnet, stelle ich einzelne Details gerne im Forum ausführlich dar.

Zur aktuellen Gesamtkonfiguration meines ehemaligen X5S gibt’s demnächst auch noch ein paar Fotos, ich möchte aber vorher noch eine mechanische Kopplung der Z-Spindeln realisieren. Noch schöner wäre die getrennte Ansteuerung der Motoren mit zwei Endschaltern, was mit Smoothieware leider nicht möglich ist.

46 Kommentare

  • MagicBugsBunny

    Mein MKS SBASE ist auch Heute gekommen und habe es mal einem Schnelltest an meinem Ender-4 unterzogen.

    Erstmal die erste blöde Frage, muss man im SBASE die SD Karte mit der config.txt stecken lassen???
    Und die ersten Moves der Achsen war ernüchtern … viel zu laut! TMC sind einfach nicht zu toppen!

    @Peter, verwendest du aktuell am Tronxy noch die hier hinterlegte Konfig? Die Beschleunigung ist ja extrem niedrig und voll lustig wie er langsam beschleunigt.

    • SD stecken lassen:
      Es müsste auch ohne gehen. Die Config wird imho in ein internes Flash-Memory umgeladen. Hab das aber noch nie probliert.

      TMCs hatte ich bisher nie. Man sollte nicht aus den Augen verlieren, dass gut beleumundete TMCs fast so viel kosten, wie hier das ganze Board.
      Hast Du beim SBASE den Default von 16 Microsteps auf 32 umkonfiguriert?

      Config: Ja, die verwende ich noch. Lieber gerührt als geschüttelt. Tempo ist mir weniger wichtig als Langzeitstabilität des Druckers. Ob so’n Druck am Ende ne halbe Stunde länger läuft, ist mir egal.

      • MagicBugsBunny

        Hab das SBASE mit 32µSteps laufen, besser als die Otto Normal Dinger allemal 🙂 Läuft nun auch gleich mit allen Marlinfunktionen, Lüftersteuerung und abschalten per Relais.
        Was mir positiv an der Smoothiware gefällt, man kann die Ein-Ausgänge besser steuern. Invertieren, PullUp and Down, Open Drain, einfach gut 🙂 ….. dein ^ was du in der Config weggelöscht hast, waren eigentlich PullUp’s 😉
        Hast du das MKS TFT auch schon etwas modifiziert? Mein 3,2″ habe ich etwas auf den CR10 angepasst (da wollte ich es eigentlich verbauen, aber der ist auch noch nicht 100%ig fertig) Ein paar Costum Buttons mit Funktionen und der CR-10 Schriftzug als Logo und ein Creality Boot Logo 🙂
        Aber ich hab zuviele Baustellen 🙁 …. leg das SBASE wieder zur Seite in die TronXY Kiste, aber der steht noch im Rohbau :-(.

        Mit den Einstellungen wie Flow usw. hast du natürlich Recht. Wenn der Drucker läuft, dann brauch man das nicht. An meinen Anycubics ist das auch so, Einschalten, SD rein, File auswählen, Start und Tschüss 🙂

  • Ich habe mir das Set nach dem Artikel hier auch geholt, bin aber schon im Porbebetrieb außerhalb des Druckers sehr ernüchtert.
    Wie alle Touchscreen-Interfaces an 3D-Druckern, die mir bisher untergekommen sind ist auch dieses viel zu sehr auf Einsteiger ausgerichtet.
    Z.B. werden keine Achspositionen angezeigt, nicht einmal im Move-Menü. K.O.-Argument.
    Sehr schlechte Doku, besonders von Display, ohne die Infos von Peter O. hätte ich es nicht zum Laufen gebracht, da es nicht mit dem Board kommuniziere, weil die Config auf Marlin statt auf Smoothieware eingestellt war. Aber auch jetzt verlieren sie sich noch, sodaß ich resetten muß.
    Auch ist die Firmware des Displays eigentlich gar nicht anpassbar, oder kann man irgendwie selbst Felder hinzufügen, wie z.B. die Koordinaten-Anzeige?
    Am Smoothieboard stören mich die fest verlöteten Steppertreiber, die viel lauter sind als meine TMC2100.
    Ethernet, Webinterface oder gar WLAN brauche ich nicht, ich muss meine Drucker nicht fernsteuern oder -überwachen können.
    Geht wohl wieder zurück.

    • Schick zurück und schau dir vielleicht auch mal das MKS.. ?Ringo, ?Rumba, ach wie hieß das nochmal.. Robin an.. Hier recht günstig aus DE, Versand Amazon: https://amzn.to/2tCEYgJ – gesockelte Stepper, aber hier wieder im Set mit Touch.

      • Ich habe mir schon zwei MKS Gen 1.4 besorgt, je eines für den 4Max und den Kossel Plus. Ich mag keine Designfehler und das sind die Transistoren für die Lüfter im Trigorilla. Touchscreen mit so eingeschränkten Möglichkeiten will ich nicht, dann sogar lieber das 2004 Display des Kossel.

    • Hatte ich ja auch schon erwähnt das der Touch nicht wirklich brauchbar ist. Vielleicht wenn der Drucker 100%ig funktioniert und du echt nur noch drucken willst damit …. und anpassen kannste nix, ausser ein paar Costom-Knöpfe wo man GCodes hinterlegen kann. An der schnöden Anzeige ist auch nichts zu ändern.
      Ich spiele momentan mit einem Arduino DUE (32BIT) herum und egal ob ich DRV mit 32µSteps oder LV mit sogar 128µSteps verwende, kommen diese überhaupt nicht annähernd an das „Leise“ der TMCs im Stealthchop hin. Im Spreadcyle Mode nähern sie sich wieder, aber auch hier sind die TMC’s leiser und bieten mehr Leistung.

      • Mit Blick auf die Stepperdriver ist das sicher eine Budget-Lösung, klar.

        Ich finde den Touchscreen deutlich komfortabler zu bedienen, als die Drehklicks. Die lassen sich aber auch ans MKS SBASE anschließen, ich habe aber noch nicht geschaut, wie dann die Menüs unter Smoothieware aussehen.
        Während des Druckes ändere ich höchstens mal auf die Schnelle eine Temperatur, was auch mit dem Touch einfach geht.

        Die Feinjustage des Druckers per Config-Änderungen finde ich weniger umständlich, als mit nem Arduino.

        Wenn ein Drucker noch nicht 100% funktionierte, was wären denn Eingriffe, die der Touch nicht ermöglicht?

        • MagicBugsBunny

          Flow-Werte, Steps/mm, Acc, Jerk, BLTouch, Mesh-Bedlevel, Offset, …..

          • Flow-Werte stelle ich druckspezifisch im gcode ein.
            Steps/mm stelle ich pro Drucker einmal ein, und das geht hier über das Config hier sehr komfortabel, ohne ne neue Firmware flashen zu müssen.
            Mit Acc, Jerk ist es ähnlich. Ich schraube da nicht dauernd dran rum.
            BLTouch, Mesh-Bedlevel, Offset, ….. Alle Probleme mit dem Bed habe ich mechanisch gelöst. Da muss ich nicht ständig gegenregeln. Ich starte inzwischen den Druck, wenn das Bed noch vom letzten Druck runtergefahren ist und verlasse den Raum.

            Ich vermisse nichts.

  • Das könnte ja auch ein interessanter Ersatz für meine CR10S Elektronik, die mir nun schon das 2. Mal abgeraucht ist.

    • Hast Du eine Ursache herausfinden können?
      Ein Mosfet-Modul für das Heatbed ist zu empfehlen.
      Ob das SBASE langzeitstabil ist, bleibt abzuwarten. Es gab da wohl bei den alten Versionen auch Probleme.
      Meines im X5S hat nicht viel zu Heizen, da das Heatbed am SSR hängt.

  • Interessanter Bericht bzw. Anleitung.
    Da Lerne ich gerne noch mehr.

    • Hey Roy!

      es hat viel Überredung gekostet Peter zu dem Beitrag zu bewegen. Ich verweise nur auf den unteren Teil vom Beitrag: Wie geht es weiter… Es braucht also mehr Überredung!

      • Echt. War ich so unmotiviert? Kann mich gar nicht erinnern. 🙂 Configs und Anschlussbild sind ja ergänzt. Als nächstes kommt ein Beitrag zum aktuellen Stand des X insgesamt.

  • Das klingt alles sehr interessant was du da umgebaut hast. Wenn ich das richtig verstehe, hast du die komplette Elektronik im Drucker getauscht und nutzt eigentlich nur noch die mechanischen Komponenten, Lüfter und Heizelemente vom originalen Drucker? Die meiste Arbeit steckt doch bestimmt im anpassen der Konfig-Dateien?

    • Ja. Tatsächlich war es immer der Plan mit dem X5S, sich schrittweise davon wegzubewegen. Dieser Schritt hat die komplette Elektronik getauscht. Zuvor habe ich schon die Riemen, Umlenkrollen, deren Halterung, die Z-Linearlager, das Heizbett und das Hotend getauscht. Am meisten Zeit hat es wohl gebraucht, das Hotend umzubauen. Das ist jetzt ein E3D V6 mit der Bauteilekühlung vom Prusa 3. Die Konfig anzupassen war eher einfach.

      • @Peter O:

        Netter Umbau, gute Bilder und klasse dokumentiert. Danke.
        Vielleicht gibt es irgend wann noch einige Bilder deines Gesamtumbaus der TronXY X5S.

  • MagicBugsBunny

    @Peter
    könntest du mir einen Gefallen tun? Und einmal am SBASE nachschauen/messen für was die zwei „großen“ Elkos sind? Woran die angeschlossen sind?
    Ich werde das Gefühl nicht los, das dadurch das sauberer Druckbild resultiert, den das Trigorila vom Anycubic hat die auch. Und der hat auch überhaupt keine „Rattermarken“.

    • Moin, MagicBugsBunny, die zwei 1 mF Elkos scheinen über eine Diode und evtl. eine Einwegsicherung (???) „F2“ direkt am 12/24V-Eingang zu hängen. Grundsätzlich gebe ich aber zu bedenken, dass fette Becherelkos eine Antwort der 70er Jahre sind, höhere Spannungskonstanz zu erreichen. Im Zusammenspiel mit Schaltnetzteilen müssen die Ausgangselkos genau passen, eine größere Kapazität wirk kontraproduktiv.

  • Ach und Uwe haste das gelesen: Touchscreen toll… Ich finde das im übrigen auch, dass das viel eleganter ist, aber da brach damals ein kleiner Unkenruf von Uwe auf mich ein und der Stephan hat mitgemacht… 😉
    Also steht’s jetzt 2:2 beim Spiel Dreh-Klick-Knopf-LCD vs. Touch

    • MagicBugsBunny

      Naja, ich hab hier auch sämtliche Touch rumliegen. Aber vom Hocker reist mich keiner, da zu wenig Möglichkeiten der Einstellungen vorhanden sind und vor allem, keine große Anpassungen möglich sind.
      Deshalb auch von mir ein Daumen hoch für’s LCD 🙂

      Winterprojekt wird evtl. ein Nextion Display mit eigener HMI.

      Was mir an den MKS Touches auch nicht gefällt, Kommunikation via USB zum Mainboard. Anfällig für Störungen und das hatte ich schon ein paar bei meinen Versuchen am CR10.

      Und ich sehe auch keine vernünftige / sinnvollen Einsatz von Octoprint … ausser ich hab gar kein Display

    • Ja! Hübsch! Gefällt mir doch! Kommt einfach drauf an in welchem Zusammenhang. Im CR-10S gegen 100€ Aufpreis? Nein Danke! Das braucht erstmal ein vernünftiges Heizbett! An einem Rahmen wo hinten die Kabel baumeln? Ein Gehäuse ist mir lieber! Am HighEnd-Drucker? Aber natürlich!
      Vorher muß ich mir erstmal klar werden ob ich mit dem Board klar komme!
      USB störanfällig? Am PC seit der Einführung die beste Geräteanbindung die es jemals gab. Wenn es hier nicht funktioniert dann wegen schlechter Umsetzung nicht wegen USB.
      Wofür OctoPi? Natürlich wegen der Netzwerkanbindung. Wenn die bei Smoothie bereits funktioniert dann geht es auch ohne.

      • MagicBugsBunny

        Für was Netzwerkanbindung? Wer schaltet den Drucker ein? Wer macht die gedruckte Teile runter? Wer wechselt das Filament? Netzwerkleitung muss immer Verfügbar sein?
        Ich hab es lieber wenn der Drucker völlig autark ist.

        • Wie, Du schaltest Deine Drucker aus ? 😉

        • Ich finde es auch praktisch, wenn man den Drucker über’s Netz erreicht.

          Ideal wäre, einen Gcode raufzuladen, vom mir aus nach einigen Handschlägen den Druck von SD am Drucker zu starten und noch einen Blick aufs Leveling zu werfen. Man spart aber den Weg, erst die SD-Karte für das Speichern des nächsten Gcodes vom Drucker holen zu müssen.

          Wenn der Druck im Endeffekt von SD läuft, sollte der Druck nicht stehen bleiben, falls die Netzverbindung ruckelt.

      • Jeder wie er es mag! Mit OctoPi bleibt der Drucker völlig autark! Der Computer muß nicht ständig laufen. Der Druck kann von überall im Netzwerk auf den Raspi geschoben und gestartet werden und ich kann jeder Zeit von überall den Status abrufen.

        • Ohne OctoPi könnte ich mir ein Leben nicht mehr vorstellen.
          Ich muss allerdings gestehen, dass mein OctoPi und der dazugehörende Drucker an einer smarten Steckdose hängen.
          Alexa, schalte den Ender ein….
          Jetzt werde ich bestimmt schon wieder gemobbt werden…
          Auf dem octoPi laufen einige PlugIns z.B. OctoSlack.
          OctoPi schickt mir dann alle 20% ein Foto auf’s Handy und falls was daneben geht, kann ich auch aus der Ferne die Steckdose abschalten.

    • MagicBugsBunny

      Was ich auch nicht glaube, das durch die 32µSteps die Qualität besser ist …. ist bei meinen TMCs mit 256µSteps noch nie der Fall gewesen.
      Entweder Harmonieren die DRV8825 mit den Motoren besser, oder was ich eher glaub, das Smoothiware eine andere Motion Methode verwendet.

    • Ich hab mein MKS selbstverständlich *ohne* Touch bestellt 😀

      Braucht kein Mensch. Ich häng ein altes Reprap Smart dran, wenn ichs noch finde.

      • So verschieden sind die Bedürfnisse: Ich mag lieber zwei mal tippen, um am Ziel zu sein und andere drehen sich da lieber einen und klicken.

    • Das schöne ist ja, dass mit dem SBASE beides geht.

      • Nicht streiten! Ich zwinge keinem das Octopi auf! Ich hab da gestern die Meldung gelesen, daß neue PlugIns zum Ausschalten des Druckers erschienen sind. Getestet hab ich die noch nicht. Keine Ahnung wie das Funktioniert. Ob die Z-Achse in oberer Stellung einen Ziegel auf den Netzschalter schubst.

        • Typischerweise überbrückt ein Relais-Kontakt den Netzschalter. Man schaltet mit dem Netzschalter kurz ein, das Relais, das irgendwo am Brainboard hängt, bekommt Strom und brückt. Man schaltet den Netzschalter direkt wieder aus. Wenn der Drucker abgekühlt ist, schaltet das Brainboard das Relais aus.

  • Ich hatte ja vermutet, dass es keinen Unterschied bei der Druckqualität machen wird, wenn man von Arduino-based Boards auf 32-Bit umstellt, aber das ist ja mal eine schöne Erfahrung, dass es tatsächlich was bringt. Ob es „nur“ die 32 Microsteps oder noch andere Vorteile drinstecken, ist ja erstmal egal, wenn man den Unterschied erkennen kann.
    Yeah, also wieder eine Mod-Möglichkeit für alle (Nicht-Kossel/Delta-) 3D-Drucker.

    • Wieso nur „Nicht-Kossel/Delta“? Smoothieware unterstützt: cartesian, corexy, linear_delta, rotatable_cartesian, morgan

      • MagicBugsBunny

        Ich habe an meinem Ender-4 ein exakt gleiches Setup mit 8Bit und 32Bit Board und Marlin 2.0.x gemacht. Es gibt keinen Unterschied im Druckbild! Stepper XY waren TMC2208.
        Ich denke echt es liegt an Smoothieware, leider wird mein DUE nicht unterstütz, somit kann ich nicht vergleichen 🙁
        Was mich am SBASE stört, das die Treiber nicht gesockelt sind 🙁

        • Bei meinem Brainboard-Tausch sind ja auch die Steppertreiber mit geändert worden. Gut möglich, dass die feinen „Rattermarken“ dadurch weniger geworden sind.
          Ich liebäugel ja auch immer noch mit einem Duet 2. 🙂 Das ist dann aber nochmal andere Software. Für alle Fälle habe ich jetzt einen provisorischen Touchpad-Halter so universell gebaut, dass er auch an die Front vom Endermorph gedübelt werden könnte. 🙂

          • MagicBugsBunny

            Der Bastelwille hat mit ein SBase bestellen lassen 🙂 man kann ja externe Stepper anschließen 🙂

  • Bin noch nicht so weit wie Stephan aber jetzt hab ich endlich mal eine Vorstellung von dem was Du da an Deinem X5S treibst und ich gebe zu, es gefällt mir. Ich muß mal anfangen mir das Thema config.txt etwas genauer zu betrachten um das Gefühl zu bekommen ob ich das bewältige. Das Thema Netzwerkanbindung beobachte ich auch noch bei Dir. Der interne Netzwerkserver währe schon interessant wenn er funktioniert. Alternativ müßte halt Octopi funktionieren. Aus aktuellem Anlass noch der Hinweis auf geänderte G-Code-Einstellung im Slicer für dieses Board mit Smoothieware.

    • Höre ich das erste Mal, Uwe.
      In S3D habe ich am Prozess „Marlin/Repetier/Sprinter“ ausgewählt.

    • Ich laß mich gerne belehren. Bei Repetier FW hatte ich mit Marlin-Einstellung bei verschiedenen Befehlen Probleme. Den „Bug“ im Vasenmodus am U-20 halte ich auch für ein solches Problem. Doof nur, wenn man dann nicht weiß um welche FW es sich handelt.

  • Ich muss gestehen, Du hast mich jetzt schon überzeugt. Gerade die Tatsache, dass ich mit Smoothie komplett das Gehampel mit der Arduino IDE ersparen kann, ist Grund genug für mich, das mal zu versuchen. Was kein Problem ist, wenn man nur 1-2 Drucker hat, die vielleicht sogar alle mit den gleichen Bibliotheken funktionieren, wird zunehmend komplexer, wenn es mehr Drucker werden. Die Konfiguration rein per Textdatei eliminiert das ganze Problem.

    Ich hab jetzt mal ein SBASE bestellt und probiere das konkret am verbuggten U20 aus.. Morgen müsste es da sein. Yay.

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