Mein Prusa MK3 Tagebuch: Läuft soweit (08.08.)

Ok, ich versuch mal was Neues: Ich werde mal ein Tagebuch schreiben, was so mit dem MK3 passiert.

08.08. Läuft soweit..

Ich hab ein bissl Probleme, im Feintuning für das olive PLA, aber ich behaupte, die viel zu hohe Raumtemperatur ist da der Grund. Die Testdrucke sind trotzdem auf gutem Niveau, wenn jetzt auch nicht sensationell gut. Im Bildhintergrund die 4 Regalwinkel ist eine Auftragsarbeit aus PETG, auch diese Teile wurden problemlos und gut gedruckt. Das Flexbett beeindruckt und ist – ich hoffe ich habe das nicht schonmal gesagt – das klare Highlight des MK3. Das Sensorgedöns (Falschmeldungen bei Filamentsensor und Crash-Detection) reisst mich nach wie vor nicht vom Hocker, aber das Heizbett, das ist klasse..

Das Drucken von TPU und PLAflex geht besser als erwartet, auch wenn es anhand des Fotos jetzt nicht unbedingt klar ist, wie gut das wirklich ist, was der MK3 hier abliefert. Die Feder ist einfach grenzwertig zu drucken, da kann der MK3 nix für, das macht keiner meiner anderen Drucker besser. Aktuell bis 30mm/s in der Sekunde, ich gehe aber davon aus, dass er auch noch schneller kann.

Das Kapton auf dem PEI Bett ist zum Schutz der PEI Folie – TPU auf PEI geht hin und wieder eine so feste Verbindung ein, dass man die Folie zerstört, bevor das Druckteil abgeht.

Bis auf das eine oder andere merkwürdige Kratzen oder Scheppern der immer noch nicht überwältigenden Lager (vor allem in Y) ist soweit alles OK, Problemchen die letzten Tage waren die abfallenden Gerätefüße, die mit diesem kleinen Druckteil gefixed werden können: https://www.thingiverse.com/thing:2765399 – mein erster Mod sozusagen.

Der zweite Mod ist dann schon etwas obskurer: die kratzige Bewegung entlang der Y Achse sorgte für ein resonierendes Klappern des Display – behoben durch eine TPU Unterlage zwischen Rahmen und Displayhalter: Stephans Displayfuß-Socke 😉

Ansonsten steht jetzt noch auf meiner Liste der Nervpunkte: der Textilmantel für das Heizbettkabel, das ständig aus dem Halter rutscht.. da muss es auch noch ne bessere Lösung geben, als alle Woche den Stecker auseinanderzunehmen und das wieder rein zu schieben..

 

27.07.2018: Hallo Filament Ende Sensor

Liebes Druckertagebuch,

heute nur ganz kurz. Ich hab heute zum ersten Mal den Filamentende Sensor in Aktion gesehen. Hat absolut perfekt funktioniert: der Drucker fährt nach vorne rechts, wirft das Restfilament aus. Frägt, obs auch wirklich draußen ist. Zieht das neue Filament ein, purged, frägt ob genug gepurged wurde und setzt fast ganz ohne sichtbaren Makel mit dem Druck fort. Eigentlich perfekt..

.. dummerweise war die Rolle noch ganz voll. Rigid.ink PETG Transparent Red.

.. und weil ich den Sensor nicht schnell genug abschalten konnte, dann sofort danach gleich nochmal. Ging auch beim 2. Mal wunderbar.. Aber 2 mal ist dann auch genug, bitte.

Ja, ich hätte es wissen müssen, irgendwo hatte ich es sogar selbst schon geschrieben, das transparente oder hochglänzende, oder grüne oder rote Filamente bekannt Probleme machen. Ich hab echt nicht mehr dran gedacht, sonst hätte ich den Sensor gleich zu Beginn abgeschalten. Aber glaubt mir eh keiner.

PS: aus diesem Grund hat die aktuelle Betaversion der MMU2 auch ein PINDA Sensor anstelle des optischen Filament-Sensors, weils nicht zuverlässig war. Also wieder ein Problem, das Prusa genau kennt.

26.07.2018: Erste Stolpersteine

Sorry, es war einfach zu heiss zum Drucken die letzten Tage…

Stehen geblieben war ich bei der Kalibrierung des MK3. In meinen ersten Drucken war dann schon bald klar: der MK3 extrudiert zuviel Material, sowohl mit meinem S3D Profil als auch mit dem Slic3r Profil, das Prusa zur Verfügung stellt.

Hier stimmts nicht so ganz (soll 95% Füllung sein)

Die Kontrolle der Extruder Steps/mm zeigte keine Problem, daran liegt es also nicht. Im Gegenteil, wenns nach den Steps/mm im 100mm in die Luft drucken Test geht, dann fördert er sogar minimal zu wenig. Die doch merkliche Over Extrusion kommt also woanders her.. Aber woher?

Im Slic3r Profil pfuscht (und ich nenn das absichtlich und ganz bewusst Pfusch) Prusa hier mit dem Holzhammer M221 S95 einen Extrusionsmultiplikator von 95% in den Startcode rein.

Ähm was? Sorry, aber das hat da nix verloren, den Multplikator setz ich dann doch bitte selber (und geholfen hats auch nicht). Erst mit einem Multiplikator von 0.85 (!!!) stimmt die Extrusion. Sowas hab ich noch nie gesehen. Noch nie. eSteps stimmen, aber ein Multiplikator von 0.85 für PLA? Bin nicht der einzige, der sich über das M221 S95 wundert: Antwort gabs bislang noch keine

95% grid infill, 0,85 Extrusion Multiplikator, 0,2mm Layer, S3D – so etwa sollte es aussehen

Ok, dachte ich mir.. Ich hab den neuesten Slic3r aber eine ältere Firmware auf dem MK3, flashen wir also Mal die aktuelle Firmware, vielleicht passt es dann besser? Ne, tut es nicht.

Auch mit Slic3r und neuester Firmware: Overextrusion

Zur allgemeinen Konfusion trägt nun die Frage bei: Lin Advance.. ist das nun aktiv oder nicht? Scheint ja, wenn man die Revisionshistorie der MK3 Firmware anschaut erst mal an, dann wieder aus und jetzt anscheinend doch wieder an zu sein? Kann da bitte mal jemand jetzt und für zukünftige Versionen ne definitive Angabe zu machen? (Jetzt versteh ich glaub auch, warum Slic3r in jedem Druck aufs Display schreibt, welche Version der Firmware er gerne hätte..)

Aber ich schweife ab: bei Lin Advance waren wir. Slic3r setzt zumindest mal einen Pauschal K-Faktor von 30 für PLA (ohne den jemals kalibriert zu haben – lt. Internet Meinung setzt Lin Advance ein korrekt kalibrierten Extruder voraus – aber ist er das angesichts meiner merkwürdigen Overextrusion?).

Egal, also wenn Prusa M900 K30 sendet, dann müsste es wohl an sein, oder? Liegt mein komisches Extrusions Problem nun also am LinAdvance – oder am nicht aktivierten LinAdvance? (Kann man das auch ausschalten, wenn man das nicht will?) Oder wo ganz woanders..?

Ich wäre der Frage gerne weiter nachgegangen und hätte nun versucht, den K Faktor anhand des Testmusters von MattsHub zu kalibrieren, dann kam aus heiterem Himmel plötzlich das da:

Bin ich anscheinend auch nicht der einzige. Wohlgemerkt, der Lüfter lief bis heute über mehr als 100h Stunden problemlos (wenn auch mit der alten Firmware) und tuts glaub jetzt auch noch (er dreht doch ganz normal). Was soll also der Fehler da? Wenn ich jetzt nun pingelig wäre, würde ich sagen, das ist nun der 2. Ausfall in nur einer Woche. Warum, wieso? Noch keinen Plan.

.. sagte ich schon, dass es viel zu heiss ist für sowas?

22.07.2018: Belts, Idler & mehr PLA Drucke

Ich weiss nicht, ob ich das nun noch als „Montagefehler“ werten soll oder aber schon als den ersten Ausfall im „Regelbetrieb“, aber anstatt besser zu werden ging mit dem X-Idler nichts mehr. Ich hatte die Leichtgängigkeit des Idlers vor dem Einbau geprüft, dürfte gut zu sehen sein in meinem Bauvideo, das Quietschen kam ja auch erst nach den ersten 2-3 Drucken und wurde dann schnell immer schlimmer. Hier zeigt sich wieder mal, wie wenig wartungsfreundlich das Prusa i3 Design ist: Um den X-Idler zu tauschen war ich über eine Stunde mit basteln beschäftigt. Z-Motoren abschrauben und Z teilweise demontieren, X-Gantry abnehmen, X-Riemen weg, Idler tauschen, X-Achse wieder einsetzen, Z-Achse wieder montieren, X-Riemen neu spannen, Drucker neu kalibrieren.

Eigentlich hätte ich bei der Gelegenheit gerade noch einen gezahnten Idler einsetzen sollen, aber das hatte ich keinen hier (hätte schwören können, ich hätte neulich welche bestellt). Werde ich aber nachholen müssen, schließlich hat selbst JP im Sommer-Status Update bestätigt, dass gezahnte Idler und bessere Riemen zusammen geringfügig bessere Resultate erzielen (wenn er das weiss, warum liefert er dann keine mit dem Drucker?). Wie auch immer, den Idler werte ich mal unter der Kategorie „nicht so hochwertige Teile“.

Im Zuge dieser Bastelarbeiten habe ich mir mal eines der weniger oft genannten „smarten“ Features des MK3 angesehen: die Auswertung des „Riemenzustandes“ (Belt Status) im Support Menü: Im Zuge eines Selbsttests (aus dem Drucker Menü) wird, ermöglicht durch die Auswertung der Motorströme in den TMC2130 Stepper Treibern ein Wert ermittelt, der Rückschlüsse auf die Spannung der Riemen geben soll. Das Prusa Handbuch schreibt dazu: ein Wert von 240 (ohne Angabe einer Einheit) mit Abweichung +/-40 sei ein guter Wert. Eine niedrigere Riemenspannung soll einen höheren Wert ergeben, eine höhere Riemenspannung einen niedrigeren Wert. Soweit die Theorie: in der Praxis kann ich den Riemen bis gefühlt kurz vor dem Bersten spannen und meine Y-Achse wird immer noch gerade so um 290 „gemessen“. Während die fast schon lose hängende X-Achse einen Wert von 259 zeigt.

Und so schraube ich also an meinen Y-Riemen, starte den Selbsttest neu, ohne irgendwelche sinnvollen oder gar logisch nachvollziehbaren Resultate zu erzielen. Irgendwie ergibt das wenig bis keinen Sinn für mich und ich beginne zu vermuten, dass Riemenspannung hier nur einen Teil der Faktoren ausmacht, die diesen Wert beeinflussen – meiner laienhaften Meinung nach hat die allgemeine Leichtgängigkeit der gesamten Achse nicht unwesentlichen Einfluss auf diese namenlose Zahl. Den Riemen hab ich wieder gelockert, der war mir inzwischen viel zu straff.. wir haben bislang unsere Riemen nach Gefühl gespannt und das hat auch funktioniert, ich glaub ich bleib bei der Methode.

Den nun wirklich sehr angenehm leisen Drucker habe ich dann mit meinen ersten selbst geslicten Teilen gefüttert, mit unterschiedlichen PLAs 2er anderer Hersteller (Noname billig PLA gelb und hellgraues PLA von Aprintapro. Das Gelb hat er vorzüglich gedruckt, das hellgraue Teststück dagegen sieht nicht ganz so toll aus.

 

21.07.2018: er druckt

Er druckt. Und das sehr gut, auch wenn das Benchy hier im Bild etwas holperig ausschaut.

Aus anderem Winkel fotografiert ist an der Oberflächenqualität nichts auszusetzen erst mal (mein Monitor macht da ein Moire draus, also reinzoomen ins Bild).

0,15 Layer, Prusa PLA Silber, pre-sliced

Das ist einfach so ein bissl das „Frustrierende“ am Original Prusa: am Ende, nach all dem Nörgeln und Meckern, den Abkürzungen und Unzulänglichkeiten im Design, legen die einfach gute Drucke aufs Bett. Das war ja schon beim MK2 so. An der Druckqualität gibts in der Regel nichts zu meckern. Die Zuverlässigkeit war mein Problem mit dem MK2. Das wird nun beim MK3 spannend..

Aber machen wir weiter im Programm:

  • Nach dem Bau gab es erst Mal Schwierigkeiten mit dem Einstellen des Abstands Pinda <> Bett. Der Sensor klemmt so stark im Halter, dass ein präzises Ausrichten nicht geht, der Sensor sitzt einfach zu fest und lässt sich nur mit Kraft ruckartig bewegen. Das ist mühsam. Unterm Strich fand ich das beim allerersten MK2 noch besser gelöst: 3 Muttern und du konntest den Sensor exakt auf die Höhe schrauben, wo du ihn haben wolltest. Prusa empfiehlt immer noch den Zip-Tie als Justierhilfe für den Sensor. Ich hab ne 0.75mm Fühlerlehre genutzt. Zum Glück macht man das nur einmal und langt dann (normalerweise) nie wieder da hin.
  • Die erste Kalibrierung lief erst mal schief. Er hat den ersten Messpunkt nicht gefunden. Hab ne Weile rumgesucht, bis mir aufgefallen ist, dass ich den X-Motor Pulley nie festgezogen hatte und deshalb alle Bewegungen in X Richtung nur Zufällig waren.. Ooops, mein Fehler.. Peinlich. (Warum der explizit dafür vorgesehene Test der X-Achse im Zuge des Selbst-Tests des Mk3 den Fehler nicht gefunden und reklamiert hat, verstehe ich wiederum nicht.)
  • Kaum macht man es richtig, klappt auch die Kalibrierung und das heiß begehrte „Perfectly Perpendicular“ entlohnt für die Mühen beim Aufbau. Perfectly perpendicular, das ist die Bestätigung des Druckers, dass man akkurat geschraubt hat. (Der Prusa kontrolliert sowas schon seit MK2 – was meines Wissen sonst kein Drucker in der Preislage macht).
  • An der Kalibrierung bzw. der Auswertung der Kalibrierungsdaten sieht man den Vorteil des neuen Designs des MK3 sehr schön: mit dem alten Gewindestangen-Design war es extremst mühsam, das so genau hin zu bekommen, ich hab da lange dran gebastelt beim MK2. Nach dem Haribo Umbau gings dann schon einfacher, hier mit dem MK3 dann also auf Anhieb im ersten Versuch.
  • ABL scheint auf dem ersten Blick soweit zu funktionieren. Ob zuverlässig, muss man testen.
  • Die Lager sind glaub erst mal OK, ich hab trotzdem mal großzügig geölt.
  • Aaaber: mein X-Idler (glaub mal, dass er das ist) quietscht wie Miss Piggy beim Rek.. lame lesen. Ärgerlich, weil ansonsten ist er sehr leise, der MK3. Na, dann werden wir die X-Achse halt mal wieder demontieren müssen. Irgendwann. Da kommt man jetzt nicht mehr ran, ohne große Demontage-Arbeiten. Vielleicht legt es sich auch wieder oder ich mach mal den Riemen etwas lockerer. Ärgerlich isses schon etwas.

20.07.2018: Zusammenbau fertig

Nach etwas weniger als 8 Stunden ist nun alles montiert. Was soll ich sagen, den ersten MK2 damals hab ich noch gerne und mit Begeisterung gebaut. Lang ists her 😉

Der MK3 montiert sich insgesamt leichter, aber Spass hats mir keinen mehr gemacht. Für ein „Hardcore Bastel Kit“ ist das ein gutes Kit mit guter Doku und schön zu den Bauabschnitten zusortierten Teilen. Ein wirklich gut gemachtes Kit. Es schadet sicher nix, mal einen Drucker von Grund auf zusammen geschraubt zu haben, aber ich glaub einer reicht dann auch.  Wenn ich meine Arbeitszeit * meinen üblichen Stundensatz rechne, wäre ein Fixfertig montierter MK3 billiger gewesen und hätte die besseren Garantie / Supportleistungen – aber ich wollte halt nicht länger warten.

Für mich eines klar: ein solches Kit ist nix mehr für mich. Die fast-fertig Kits ala CR10 oder von mir aus auch so „Light“-Bausätze wie der immer noch weitgehend vormontierte Ender3 sind mir wesentlich lieber. Es gibt 3D-Drucker-Bastler und 3D-Drucker-Anwender. Ich bin Anwender, aber sowas von. Das wurde grad hier in den letzten 3 Tagen wieder extrem deutlich.

Heute gings um Kapitel 8 des Bau-Handbuchs: Einsy Montage & Kabel Management, hier darf JP wieder voll seinen Kabelbinderfetisch ausleben – dort machen sie auch Sinn. So ein 3D-Drucker ist ein arger Kabelwust und Prusa hat sich mit schlau platzierten Bohrungen und Aussparungen was brauchbares einfallen lassen, um diesem Gewirr Herr zu werden.

Allerdings ist der Wust, der am Ende immer noch – wie beim MK2 damals schon – unten aus dem Gehäuse des Mainboards quillt dann weniger ansehlich und stört ordnungsliebende Naturen dann doch etwas.

Hier endet das Kabelmanagement..

Ich glaub, ich werde mal gucken, ob Uwes Case für den Uwelix aka ModX hier auch passt, aber ich fürchte, die Boardabmessungen sind anders.

Dieser Teil des Bauabschnitts ware absolut problemlos. Die Anleitung klar verständlich, die neuen Schraubklemmen am Einsy für Strom und Heizbett machen einen sehr guten Eindruck. Alle anderen Steckverbindungen sind verpolungssicher und sauber. Ich find nix zu meckern, ja, selbst die Plastikteile waren in diesem Bauabschnitt alle ordentlich gedruckt, alles passte auf Anhieb und die Montage ging gut von der Hand. So hätte ich mir das gerne für alle anderen Bauabschnitte auch gewünscht.

Egal, der Drucker ist nun fertig gebaut. Ob er funktioniert, weiss ich noch nicht. Ich hab ihn noch nicht eingeschaltet. Der Kamera-Akku war leer, ich hatte keine Lust mehr, ich geh jetzt pennen und mach die Erstinbetriebnahme „morgen“.

PS: 8 Stunden eingedampft auf 1h, dank Zeitraffer. Und meine lautstark vorgebrachten Meinungsäußerungen entfernt. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob das Video nen Sinn macht so, aber nun isses da. Wenn Ihrs auf Youtube guckt, gibts Sprungmarken zu den einzelnen Kapiteln analog zum Handbuch.

 

19.07.2018: Basteltag #2

Weitere 3 Stunden später geht es nun dem Ende zu. Kapitel 5, 6 & 7 sind erledigt, also Extruder, Display und Heizbett. Morgen noch das Einsyboard, dann sind wir durch.

  • Kapitel 5 – Extruder hat mir nicht wirklich Spass gemacht. Das Arbeiten mit den 3D gedruckten Teilen ist mühsam: Aussparungen für Muttern, Bohrungen, Führungen in den gedruckten Teilen etc. waren nicht wirklich passgenau bzw. sauber, fast jede Mutter und Schraube muss mühsam ihren Weg gebahnt bekommen – um dann, in den Fällen, wo Schrauben einfach nur ins Druckteil gezogen werden (ohne Gewindeeinsätze / Muttern dahinter), dann auch mal den ewigen Durchlauf zu haben. Ich hab, Ihr werdet jetzt lachen, Muskelkater im Schrauberarm, ich bin so ne Lusche 😉
  • Der nächster Youtube, der mir weismachen will, ihm seien 3D gedruckte Druckerteile genauso lieb – ja gar lieber noch als Spritzguss oder Alu-Teile bekommt ein DeAbo. Gedruckte Teile sind kein Vorteil, so fair und ehrlich muss man dann doch bitte sein  – egal wie dick man mit Meister JP befreundet ist. Sorgfältig gedruckte Teile aus ABS oder wie hier PETG würden schon OK gehen – auch in der Nähe des HotEnds, aber sind nunmal 2. Wahl. Und hastig gedruckte Teile vom Fließband… Wer seinen Prusa wirklich liebt, druckt sich das eine oder andere Teil dann nachher nochmal selber (ok, das spricht für gedruckte Teile).
  • Gerade beim Zusammenbau des Bondtech Feeders, genau dem Einsetzen der Idler Achse ging ohne 3mm Bohrer gar nichts, die vorgesehenen Ösen sind wohl zu heiss gedruckt worden, hängen durch und sind alles andere als passgenau. Alles in allem wirkt die Implementierung der Bondtechs etwas „gefrickelt“ – Prusas Extruder powered by Bondtech hat mit einem echten Bondtech nur die 2 Zahnräder gemein. Mal sehen, wie sich das in der Performance niederschlägt.
  • Gut dagegen das Schraubenmaterial, das Prusa da verwendet. Nicht eine rundgedrehte Schraube, kein verknaddelter Kopf und auch die mitgelieferten Inbusschlüssel sind alle ohne Beanstandung. Das würde ich mir mal bei nem Chinadrucker wünschen.
  • Das ganze Kabelgewirr um den Extruder bzw. dessen Führung wurde über MK2S in vielen kleinen Revisionen bis hin zu MK3 neu gestaltet, ja, das geht nun einfacher, schneller und komfortabler als beim MK2. Auch sieht das Ganze nun wesentlich aufgeräumter aus. Positiv! Fummelig bleibts, aber ist doch viel angenehmer. Das gute alte Nylon Filament zur Stabilisierung wie auch die ZipTies bleiben uns auch in der MK3 erhalten – und wenn man (anders als ich *seufz*) das Nylonfilament nicht in das falsche Loch steckt, dann geht das gut so und wird auch ordentlich.
  • Kopfschütteln dagegen bei den nicht mehr existierenden EndStops. Da macht sich Meister Prusa die Mühe und implementiert das sensorlose Homing der TMC2130 Treiber, aber als Auslöser muss ein Zip-Tie herhalten. Irgendwie finde ich das Schizo und reiche hiermit schon mal Zweifel an der Wiederholgenauigkeit ein. Hätte man da nicht eine kleine Nase machen können, damit der Extruder an einem fixen Punkt gegen die Seitenteile fährt?

Home ist: wenn der Kabelbinder an den Rahmen rummst….

  • Fehler von gestern rächen sich heute und kosten Zeit: Der Heizbett Träger ist zwar nun symmetrisch, aber wenn man die Stange mit den 2 Gewinden wie ich gestern auf die falsche (die rechte statt die linke) Seite schraubt, dann darf man in Kapitel 7 Heizbett dann erst mal wieder abbauen.. Der alte Trick vom MK2: einfach nur den Riemenhalter ohne Lösen des Riemens abschrauben und die Führungsstangen aus den Haltern ploppen klappt auch beim MK3. Da hab ich nochmal Schwein gehabt..
  • Die von PC Mainboards bekannten Abstandhalter zur Montage des Heizbetts auf dem Bettträger sind nun Aluhülsen gewichen, meiner Meinung erlauben diese im Notfall auch eine gewisse Feinjustierung bei verzogenen Betten mit dünnen Unterlegscheibchen aus Papier oder Metall, falls das Notwendig werden sollte. Gefällt mir, das neue Heizbett ist einfach ein Highlight des MK3.
  • Das Stromkabel zum Heizbett ist nun geschraubt und nimmer gelötet, auch diese Neuerung gefällt. Gut auch die neue Textil-Wraps für den Heizbett Kabelstrang. Sehr viel angenehmer als der alte Spiral Wrap und Prusa spart sich damit auch den 2. Nylonstrang.
  • Das gedruckte Bauhandbuch zum MK3 ist zwar imposant und macht einiges an gefühlter Wertigkeit her.. aber in der Praxis ist es nur 2. Wahl, zu oft musste ich doch schnell im Online Handbuch nachgucken, weil Bilder zu dunkel oder zu klein waren. Mein Tipp an JP: lass es weg, das kostet ja auch Geld – und an die Nutzer: stellt nen Laptop oder Tablett neben den Basteltisch und nehmt die online Version, die gibt es auch in Deutsch, die Qualität der Übersetzung hab ich allerdings noch nicht angeguckt..

Also morgen / heute noch der Endspurt, dann kanns endlich an Testen gehen.

Hier nochmal erwähnen möchte ich den Link von Uwe – Neues von Prusa, nicht damit das in den Kommentaren untergeht: Prusa Research Sommer Update: MMU 2.0, MK3 neuer Extruder und „inkonsistente Extrusion“ Untersuchung

18.07.2018: Basteltag #1

Ich hab heute leider nur ca. 2.5h Bauzeit geschafft, bin mit dem Fortschritt für den ersten Tag aber ganz zufrieden.  Sieht auf jeden Fall schonmal fast wie ein Drucker aus. Geschafft habe ich Kapitel 2, 3 & 4 der Anleitung, also Rahmen sowie Y, Z & die X-Achse. Probleme gab es erst am Ende dann mit der X-Achse – und das übliche hier mal die falsche Schraube oder falsche Mutter erwischt, bzw. die eine Schraube / Mutter in der Anleitung war dann doch nicht in der Tüte und musste aus dem Spares Bag gefischt werden. Lösbar..

  • Der Aufbau des Rahmens ist erheblich einfacher geworden – allerdings ist der Bau auf einem krummen Tisch eher suboptimal.
  • Der Y-Achse hat Prusa nun eine Riemenspannfunktion verpasst (mehr oder weniger fest angeschraubter Y-Idler halter). Auch das Einsetzen des Riemens klappt beim MK3 wesentlich leichter.
  • Der Heizbetträger ist nun symmetrisch, falsch rum zusammengeschraubt gibts nimmer.
  • Die Lager und Führungsstangen erscheinen qualitativ besser als die grottenschlechten Teile des MK2 – und kommen gut geölt.
  • Die Lager werden weiterhin mit U-Bolzen an den Betträger geschraubt – ein kleinen Schritt nach vorn im Vergleich zur Zip-Tie Orgie des MK2, aber die ZipTies bleiben uns erhalten, keine Sorge. Hier fehlt ein kleiner Gabelschlüssel, um die M3 Nyloc Muttern vernünftig anziehen zu können, das Handbuch sieht die Nutzung der Flachzange vor, das ist bissl Schmuh.
  • Z-Achse ist nahezu unverändert im Vergleich zu MK2. Geklemmt hat es bei der Spindel-Mutter oder wie die heisst, da habe ich die falschen (quadratische) Muttern eingesetzt, die nicht korrekt in Position rutschen konnten und entsprechend ging die Schraube nicht rein.
  • Die X-Achse hat ebenfalls nun eine DIY-Bastel-Riemenspann-Funktion (Motor abwinkeln im Grunde), auch hier ist das Einsetzen des Riemens deutlich erleichtert worden, allerdings habe ich aktuell ein Problem mit der X-Achse: der Motor dreht sich im stromlosen Zustand nur sehr schwergängig.

 

17.07.2018: Unboxing

Hier das Unboxing, ich habs nicht lassen können:

15 Minuten 😉

Na, was soll ich sagen, halt ein Auspackvideo. Nix Negatives aufgefallen. Das neue magnetische Flex-Heizbett (hier die PEI Folienversion) gefällt eigentlich recht gut, auch mit der neuen Anschlussvariante.

Neuer Doppel-Rollenhalter: 2 Rollen für ein Single Extruder?

Die schiere Masse an Einzelteilen ist schon ne Hausnummer – und das, wo ich Kits und Basteln eigentlich gar nicht mag.

16.07.2018: Er ist da!

Der Eintrag von Heute ist recht kurz:


Er ist da 🙂

Im Prusa Typischen Plastik-Wrap, nach nur 6 Tagen (-2 Tage Wochenende, also effektiv 4 Werktage) von UPS geliefert. Also schneller als China. Noch schneller schafft es eigentlich nur Amazon & der deutsche Fachhandel. Wenn Prusa es schafft, die Verfügbarkeit so zu halten, kann man da nicht mehr meckern. Schön wäre es noch, wenn auch die fertig montierten Geräte so schnell lieferbar wären – ich wollte eigentlich kein Kit mehr.

Im Bildhintergrund sieht man auch schon die ersten Fortschritte an meinem aktuellen Bastelprojekt: Regale entlang der ganzen Wand – Platz für mehr Drucker. Übrigens selber in die Wand gedübelt 😉

So, und nun stellt sich mir die Frage, was machmer nun mit dem MK3..

1. Braucht die Welt ein Unboxing Video?
2. Will jemand ein vermutlich 5 Stunden Video zum Zusammenbau des Kit?

Schreibt mal.. unten in die Kommentare

55 Kommentare

  • Das mit dem Textilmantel und den Heizungskabeln ist seltsam.
    Ich hatte am original MK3 keinerlei Problem und habe es so in den Zaribo übernommen. Mittlerweile etwa 7-8 kg durch und es funktioniert so wie es soll.

    Wirklich der Anleitung gefolgt?
    Gruß Thomas

  • Cool, deine Methode die Extrusion zu Kalibrieren.
    Deine Ergebnisse lassen sich gut mit meinem Zaribo nachvollziehen. Bei mir schein das Optimum sogar bei 0,8 zu liegen.

  • .. sagte ich schon, dass viel zu heiss ist für sowas?
    Deinem MK3 vermutlich auch.

    • Der soll sich nicht so anstellen, die anderen Drucker laufen auch.
      Muss Regalhaken drucken.. ob ich will oder nicht.

      • MagicBugsBunny

        Eine Frage, hast du in S3D die Option „Geschwindigkeits-Aufhebung“ aktiviert? Wenn ja mit welchen Werten?

        Zwecks LinAdvanced, mach mal mit Pronterface über USB ein M503. Wenn da der K-Wert erscheint ist es aktiviert. Wenn du den Wert dann auf 0 stellst, ist es aus.

        • Boah, jetzt musst ich echt suchen, aber habs gefunden.. (nachdem ich auf DE umgestellt habe). Ja, ist aktiviert.. 15 Sekunden, 20%

          M503 ergibt:

          16:14:26.343: N12369 M503
          16:14:26.348: echo:Steps per unit:
          16:14:26.352: echo: M92 X100.00 Y100.00 Z400.00 E280.00
          16:14:26.356: echo:Maximum feedrates (mm/s):
          16:14:26.361: echo: M203 X200.00 Y200.00 Z12.00 E120.00
          16:14:26.365: echo:Maximum Acceleration (mm/s2):
          16:14:26.365: echo: M201 X1000 Y1000 Z200 E5000
          16:14:26.369: echo:Acceleration: S=acceleration, T=retract acceleration
          16:14:26.373: echo: M204 S1250.00 T1250.00
          16:14:26.389: echo:Advanced variables: S=Min feedrate (mm/s), T=Min travel feedrate (mm/s), B=minimum segment time (ms), X=maximum XY jerk (mm/s), Z=maximum Z jerk (mm/s), E=maximum E jerk (mm/s)
          16:14:26.393: echo: M205 S0.00 T0.00 B20000 X10.00 Y10.00 Z0.40 E2.50
          16:14:26.397: echo:Home offset (mm):
          16:14:26.397: echo: M206 X0.00 Y0.00 Z0.00
          16:14:26.401: echo:PID settings:
          16:14:26.401: echo: M301 P16.13 I1.16 D56.23
          16:14:26.405: echo:PID heatbed settings:
          16:14:26.409: echo: M304 P126.13 I4.30 D924.76
          16:14:26.415: echo:Retract: S=Length (mm) F:Speed (mm/m) Z: ZLift (mm)
          16:14:26.419: echo: M207 S3.00 F2700.00 Z0.00
          16:14:26.423: echo:Recover: S=Extra length (mm) F:Speed (mm/m)
          16:14:26.423: echo: M208 S0.00 F480.00
          16:14:26.431: echo:Auto-Retract: S=0 to disable, 1 to interpret extrude-only moves as retracts or recoveries
          16:14:26.431: echo: M209 S0
          16:14:26.435: echo:Filament settings: Disabled

          Also ich seh da nix, dann ist es wohl nicht aktiv. Würde erklären, warum der Druck keinerlei Unterschied zeigt egal ob ich M900 K0 oder K30 in den StartCode packe..

          • MagicBugsBunny

            Ja, ist nicht Aktiv.
            Ich habe damit auch schon Versuche gemacht. Aber ehrlich gesagt fand ich die Testobjekte die ich verglichen habe schlechter mit aktiven und kalibriertem Linear Advanced.

            • Ehrlich gesagt, muss ich das Lin Advance gar nicht haben. Nicht noch ein Ding, das pro Filamentsorte kalibriert werden muss – zumal das in S3D mit materialabhängigen StartCodes dann bissl nervig wird… das macht Slic3r deutlich schöner.. wenn auch sonst nicht viel 😉

  • ABL funktioniert zuverlässig, wenn die Messung mit definierter Temperatur durchgeführt wird. Scheinbar ist die Pinda Sonde da ein wenig zickig.

    Übliche Tips gehen da in Richtung StartCode:




    M104 S160 ; set extruder temp
    M140 S[first_layer_bed_temperature] ; set bed temp
    M190 S[first_layer_bed_temperature] ; wait for bed temp
    M109 S160 ; wait for extruder temp
    G28 W ; home all without mesh bed level
    G80 ; mesh bed leveling
    G1 Z20.0 ; Move up before heating to temp
    G1 Y-3.0 F1000.0 ; go outside print area
    M104 S[first_layer_temperature] ; set extruder temp
    M109 S[first_layer_temperature] ; wait for extruder temp
    G1 Z[first_layer_height] ; Lower to print first layer
    G92 E0.0

    • Ja, das ist der Ansatz, den ich dann letztendlich auch mit der PINDAv1 genutzt habe.. Ich hatte gehofft, dass PINDAv2, die ja nun über einen Temperatur-Fühler verfügt, da besser funktioniert als PINDAv1.

      Zumindest bislang scheinen mir die Ergebnissse auch etwas besser zu sein mit PINDAv2, aber ich hab grad mal 8 Testdrucke hinter mir, will mich da jetzt nicht zu früh festlegen.

  • Alles in allem also keine Überraschungen. Die gute Druckqualität ist ja meist wesentlicher Grund der Kaufentscheidung für einen Prusa.

    • Na ja, gibt ja auch noch ein paar weitere Gründe, z.B. die sehr intensive Softwarepflege, das auf die Prusas angestimmte Applikationspaket, die Kommunikation von JK …

  • Will mal nicht so sein. Wenn meine Daten stimmen dann paßt das Unterteil vom Rambo-Gehäuse hier nicht. Also hab ich da mal was vorbereitet. Leider weiß ich nicht, was da noch an Kabeln irgend wo von unten kommt. Melde Dich wenn noch was fehlt.

    • lol, damit bin ich grad fertig geworden, dem Extruder.. Na, was solls, ist ja erst mal nur experimental, da warte ich aufs Endergebnis. Interessant der so harmlos anmutende Nebensatz da drin (sinngemäß) „die Performance des MK2(S) bei steilen Überhängen war (teilweise) besser, deshalb die neue Kühlung für den MK3“.

      Die inkonsistente Extrusion muss ich einfach erst Mal selber sehen, ob das wieder so eine mega aufgeblasene Banalität ist, die aktuell durchs Dorf getrieben wird, oder ein echtes Problem. Die Zähne sollen also Schuld sein.. Nun denn.

    • Auch die Aussage, unser instabiler Rahmen ist nicht Schuld an inkonsistenter Extrusion deshalb lassen wir den so. Aber das Problem der inkonsistenten Extrusion hab ich ausgerechnet am Ender-3 zum ersten Mal erlebt und bin mir auch noch nicht darüber im klaren woran es tatsächlich liegt. De Erklärung von JP ist auch nicht zufriedenstellend!
      Schade auch, daß PrusaControl eingestellt wird. Das überschaubare Menu hat schon was.
      Schön find ich auch das FabLab! Ich sollte wohl doch mal das MK2.5 Kit bestellen und meinen MK2X unter den Arm klemmen und dort zusammen bauen.

      • Ja, den Satz hab ich auch gelesen. JP ist sich also durchaus im Klaren, dass der Rahmen immer noch seine Defizite hat – er hats ja schön beschrieben – auchmit den oszillierenden Schwingungen.

        Wenn, und das wurde ja seitens Prusa ja auch schon gesagt, Slic3r eine moderne und ebenso wie PrusalControl saubere Benutzeroberfläche bekommt, werd ich mir den schon nochmal sehr genau anschauen. Vielleicht fliegt dann auch der dämliche H4xx0r-Dreier aus dem Namen…

        Dass Prusa schöne, intuitiv bedienbare Programme zimmern kann, hat er ja mit PrusaControl bewiesen – und ein Programmierer Team von 7 Mann Vollzeit kriegt auch ordentlich was gewuppt, da freue ich mich schon drauf, gerade weil ich fürchte, dass bei Simplify3D aus Personal-/Motivationsmangel wohl nix bahnbrechendes mehr nachkommen wird..

        Und Cura.. hmmm… Ich weiss echt nicht.. ich glaub UltiMaker hat sich mit Cura inzwischen (schon wieder!) verrannt. Zuviel, zu konfus, zu steile Lernkurve und ganz schlimm: eigentlich nicht „supportbar“ (im Sinne von Hilfestellung geben für andere Nutzer). Wann kommt Cura 4.x als Neustart? UltiMaker hat sich inzwischen aus der Maker-Community verabschiedet, auch wenn mans so nicht sagen will, die Zeiten, wo ein UM für Hobbyuser rentabel war, sind vorbei. Da wird nix mehr für „uns“ kommen.

  • Eigentlich müßte schon eine Aussage zur Stabilität des Rahmens möglich sein. Den Y-Riemenspanner kann man noch verbessern aber das ist keine Große Sache. Den Quatsch mit dem Einschwenken des Steppers zum Spannen des X-Riemens hatte der MK2S bei X und Y. Wenn der Motor schwer läuft ist die Spannung schon zu hoch. Das Problem hatte ich damit auch am MK2S. Erst die Länge des Riemens festlegen und dann den Stepper drücken bis die Schrauben passen. Basteldrucker! Sitzen denn die Lager auf den Z-Achsen jetzt ordentlich? oder fallen die noch immer unten raus? Zipties sind das Markenzeichen genau wie der Rahmen. Da kann JP nicht loslassen! In meinen Augen sollte JP den MK2S einstellen und einen MK2.5 mit dem Rahmen des MK3 anbieten. Den MK3 sollte er im Zaribo-Design verkaufen mit 2 verschiedenen Höhen. Das bringt Qualität und Modellvielfalt.

    • An der Riemenspannung liegts glaub nicht mit meiner X-Achse.. Selbst wenn ich so locker lasse, dass er durchrutscht läuft er sehr schwer.. Ja, selbst nur den Motor drehen geht schwerer als gewohnt. Aber ich werds wenn das Kabelgepfriemel fertig ist mal nochmal testen und nen Video dazu machen.

      Die Lager können nimmer unten rausfallen, weil Meister Petz unten einfach nen Rand dran gepappt hat 😉 (Seitdem kann man die nur noch von oben durchstecken).

    • Stabiler ist das schon so mit dem neuen Rahmen, es verwindet nimmer beim bloßen hingucken. Aber ob das reicht und wie akkurat das nun ist, muss man mal noch sehen. Ich hab noch nix probiert, bin grad am HotEnd bauen und verfluche die gedruckten Teile, die Bohrmaschine habe ich auch schon gebraucht.

      Wenn der ned so teuer gewesen wäre, wäre ich versucht, das Ding erst mal in die Ecke zu stellen – die Bastelei nervt. So ein Kit ist nunmal eine riesen Bastelbude. Ich bin jetzt bei 4,5h und noch kein Ende in Sicht.

      Mit nem China-Drucker würde ich schon 2 Tage drucken und müsste wohl langsam die ersten Lüfter tauschen 😀

    • MagicBugsBunny

      Hat er auf Y kurze oder lange Linearlager?
      Was haben die Wellen für einen Durchmesser?

      • 8mm Durchmesser die Wellen. Alle Lager sind identisch: 10x Stino LM8UU (AD 15, ID 8, L 25mm) also kurz (jeweils 3 auf X&Y, plus 4 auf Z).

        Kannst 1:1 mit Igus oder Misumi tauschen. Ich bau ihn aber erst mal 100% original – wenn ich irgendwann mal damit fertig werde.

        • MagicBugsBunny

          Dachte das wäre alles Misumi 🙁

          • Würde mich wundern.. 🙁 Hatte Misumi nicht ne Lasergravur auf den Lagern?

            Zaribo ist Misumi, Haribo war glaub Igus.. Ich hab aktuell Misumi im Haribo MK2, Igus hatte ich davor im MK2

            • MagicBugsBunny

              Von den IGUS halt ich nichts mehr, lieber Misumi Lager oder Drucker mit V-Slot 🙂

              Hätte irgendwie mehr von dem MK3 erwartet, aber manche Ding sind für mich fragwürdig.
              Einzig was mich an dem interessiert ist die Elektronik 🙂

            • Wie schlimm müssen erst andere sein wenn Ihr von Misumi schwärmt. Mir ist es wegen Qualitätsproblemen untersagt irgend welch Elemente von Misumi in meinen Konstruktionen zu verwenden. Leider fehlt der Vergleich da INA/FAG und SKF diese Lager nicht anbieten. Falsche Norm. Merkwürdiger Weise gibt es auf Alibaba angeblich welche von SKF. Wenn das keine Fälschung ist!

              • Wenn es denn was besseres gäbe. Dold? Was ausser Misumi taugt und kann bestellt werden?

              • Ist ja nicht so, daß es bei SKF und Co nichts gäbe (z.B. LBBR 8 d=8, D=15, L=24 Katalog hab ich ja verlinkt.) aber nicht nach japanischer Norm und da muß erst wieder gebastelt werden um das passend zu machen! Ich glaube Prusa schon wenn er sagt, er hat leisere Lager verwendet. Ist bestimmt nicht einfach was vernünftiges in China zu finden. Aber ich gehe diesen LM8UU lieber aus dem Weg.

  • Mich interessiert der Pinda V2. Wäre schön wenn Du dem Teil einen Extra-Blick gönnst und vielleicht gibt es den ja auch in China irgendwo zu kaufen; daher würde mich eine scharfe Fotos von dem Ding freuen.
    Tolles Blog; macht mehr Videos. Was ist aus der „Big nozzle“ aus dem micro-swiss-Video geworden?

  • Zusammengeschnitten und nachvertont gefällt mir gut, Stephan!

    • Ja, aber der Ton is nicht gut. Aus irgendeinem Grund auch nur aufm linken Kanal, das ging mit der letzten Version von Premiere CC als Mono auf beiden Kanälen, aber jetzt find ich die Einstellung nicht mehr. Und sprechen kann ich auch nicht.. 🙂

  • Also, da ich meinen gebaut, zerlegt und das umgebaut habe kannst Du auch meinerseits die Bauphase überspringen.
    Auf deine Erfahrungen bin ich allerdings schon sehr gespannt.

    • Ich glaub auch, die Bauphase schenke ich mir.. da sitz ich tagelang dran, bis das gefilmt und dann auch geschnitten und verwurstet ist..

  • Ich finde, noch ein Unboxing-Video brauchts nicht. Sowas ist nur interessant, wenn ein Drucker ganz neu ist und alle noch rumjiepern.

    Stephan, mach wozu Du wirklich Lust hast. Wenn es erst mit der Druckqualität nach der Einarbeitungsphase losgeht, ist es auch OK.

  • weltraumhund

    wirklich interessant und werde ich verfolgen. Ich habe einen Prusa MK2 (sogar mit Multi Material und Wartezeit 3 und 7 Monate damals auf die beiden Kits) und bin ziemlich unzufrieden gewesen. Lediglich Auto-Level finde ich top. Seit ich einen CR-10 habe (ist um Welten besser) verstaubt dieser bei mir. Der MK3 hat einige Schwachstellen behoben, soll aber neue Probleme haben bzw. einige alte sind ungelöst – ich bin mal gespannt. Das mit dem Kit und Aufbauen fand ich so lala – ich kann nicht sagen, dass es Spaß gemacht hat (z.B. fummelige Extruder Montage) oder das man unbedingt ein Kit zuerst bauen soll, damit man versteht wir der Drucker wirklich funktioniert o.ä. – ich halte diese Aussagen für totaler Blödsinn. Inzwischen gibt es eine ganze Generation von CR-10 Usern, welche auch mal gerne Rumbasteln ohne jemals ein Kit aufgebaut zu haben. Beim Ender 3 soll das Kit auch überschaubar sein.

    • Jo, der MK2 hatte genug Problemzonen, in der Tat – und genau die Frage interessiert mich eben auch: welche alten und neuen Probleme hat der MK3 denn nun.

      Ich bin auch kein Freund von Kits und dieses Totschlagargument: „Du musst ein Kit bauen, damit Du 3D-Drucken lernst“ finde ich auch Mumpitz. Das mag für die Billigkits und Reprap Bastelprojekte vielleicht noch irgendwo stimmen, aber ein ordentlicher Drucker, der als Werkzeug und nicht als neverending Bauprojekt konzipiert ist, den muss ich nicht bis zur letzten Schraube selbst gebaut haben – den stell ich auf und schalt ihn ein und dann lern ich das Drucken – nicht Druckerbasteln. Schaden tuts natürlich auch nicht, und wenn jemand Spass an sowas hat, soll er das machen.

      Im Vergleich zu der Teileschlacht hier ist der Ender 3 ein Kinderspiel, das Meiste am Ender3 ist da ja montiert.

  • OK! Bohren mußt Du vermutlich nicht. Dennoch! Jede Schraube, jede Mutter, jede Scheibe ist bei Prusa einzeln verpackt und muß verbaut werden. 5Stunden sind sehr ambitioniert! Bei meinem MK2 hatte ich auch begonnen Tagebuch zu schreiben um die Wartezeit zu überbrücken. Leider haben die sich für das MK2.5-Kit auch nicht wirklich gebessert. Übrigens war ich gestern in Prag und bin am Prusa-Hauptquartier vorbei gefahren. Zum Sonntag hab ich nicht dort Halt gemacht. Auspackvideo? Ich würde es vorher auspacken und schön geordnet auf dem Tisch platzieren um es dann zu präsentieren. Die 100.000 Tütchen aus dem Karton zu ziehen wird nicht so interessant. Besonders stolz war JP auf der MakerFair auf sein Hochglanz-Handbuch in deutsch. Aber das Bild oben zeigt den falschen Drucker oder? …und das Folgeprojekt wird der Umbau zum Prusa-Ender i3 MK3X?

    • Jo, ist das falsche Bild gewesen, aber das Bild wird wechseln, war mir dann also egal. Folgeprojekt.. nun, das wird so schnell wohl nicht kommen, jetzt muss er dann erst mal ne weile in der Originalkonfig laufen..

      MK3X – machst Du die Teile? 😉

    • Nun gegenüber der MK2X, Haribo oder Zaribo Variante dürfte sich wohl nichts grundlegendes geändert haben. Aber einen Ender-3 (im Moment für 155€ bei Gearbest) mit der Prusa MK3-Technik währ ja mal eine Überlegung wert. Einziges Problem: Die V-Nut-Profile, fertig bearbeitet wie bei Haribo, bekommen wir nicht bei Misumi. Den doppelten Filamenthalter find ich gut! Beim Wechsel muß nicht erst Rolle runter Rolle drauf. Bei häufigem Wechsel geht das besser als mit Singelhalter. Warum Prusa für den Filamentsensor nicht einfach einen Rollenhebelschalter verwendet versteh ich nicht. Zur Montage des Zero wird der Lötkolben benötigt. Klarer Punktabzug von mir!!! Schön ist die WLAN-Antenne im Bedienteil um das schwache WLAN des Zero zu verbessern. Hoffentlich macht’s das auch.

  • Viele Grüsse aus der Zukunft, bei uns ist immer noch Juli 🙂

    • Musste ich erst noch mal oben schauen und ach ja stimmt wir schreiben aus der Zukunft ähm ne Vergangenheit oder.
      Egal würde schon gern nem Video sehen wie er ausgepackt wird und zusammen Bau würde ja Zeitraffer reichen meine ich!

    • Lol.. das mitm Datum übe ich dann mal noch 🙂

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