Der Herausforderer: Wie schlägt sich der Creality SparkX i7 im Vergleich zum bewährten Bambu Lab A1

Das Duell

Wer den Markt der 3D-Drucker in den letzten Jahren verfolgt hat, weiß: Bei der Zielgruppe „günstiger Drucker für Einsteiger“ ist der Bambu A1 ganz vorne mit dabei. Auch bei den Kaufberatungen im Forum wird er fast immer genannt, wenn jemand einen Einstiegdrucker sucht. Creality schickt nun einen weiteren Herausforderer ins Rennen: Creality SparkX i7. Dieser macht kein großes Geheimnis daraus, dass der A1 das optische Vorbild war. Grund genug die beiden zu vergleichen.

Die Spielregeln der SparkX-Challenge

Um das herauszufinden, schicken wir beide Drucker nicht in einen klassischen, trockenen Test, sondern lassen sie in einer Challenge über 10 Disziplinen gegeneinander antreten. In jeder Kategorie vergeben wir maximal 5 Punkte.

Aber Achtung: Am Ende dieses Berichts wird es keinen mathematischen Gesamtsieger geben. Warum? Weil im 3D-Druck der beste Drucker immer derjenige ist, der zu euren individuellen Bedürfnissen passt. Letztendlich müsst ihr selbst entscheiden wo eure persönlichen Prioritäten liegen. Ich gebe hier lediglich meine persönlichen Erfahrungen nach etwa 3,9 kg verdrucktem Filament und etwa 196 Druckstunden mit dem Creality SparkX i7 wieder.

Möge das Duell beginnen!

Das Gerät wurde uns von Creality kostenfrei zur Verfügung gestellt. Es gab keine weiteren Absprachen.

Disziplin 1: Unboxing – Aufbau & Inbetriebnahme

Der Aufbau des Creality SparkX i7 Combo ist supereinfach. Hätten wir nicht von jedem Arbeitsschritt Fotos gemacht, wäre das Ganze vom Karton bis einsatzbereit auf der Werkbank in gut fünf Minuten erledigt gewesen.

Drucker und CFS Lite kommen nämlich vollständig montiert im Karton an. Das bedeutet: Karton öffnen, Verpackungsmaterial und Zubehörteile herausnehmen. CFS Lite beiseitelegen, Schutzfolien abziehen. Der Drucker selbst steckt in einer großen, stabilen Kunststofftüte, an der man ihn super herausheben und auf der Werkbank platzieren kann. Danach müsst ihr die Tüte nur noch entfernen und ein paar Kabel und Schläuche anstecken. Alle Arbeitsschritte sind mit passenden Bildern in der beiliegenden Bedienungsanleitung beschrieben. Diese ist zwar auf Englisch, sollte durch die klaren Grafiken aber auch völlig ohne Sprachkenntnisse verständlich sein. Die Tütchen mit Schläuchen und Kabeln sind zudem vorbildlich beschriftet. Kurz gesagt: Der Aufbau ist extrem simpel, und man muss kein einziges Teil zusammenschrauben.

Kauft man den Drucker ohne CFS Lite steht in der Beschreibung jedoch „Montage erforderlich“ – wie diese aussieht weiß ich nicht. Mein SparkX i7 kam fertig vormontiert.

Beim ersten Einschalten wird man direkt durch die wesentlichen Einstellungen geführt: Sprache, WLAN und die Auto-Kalibrierung. Außerdem gibt es verschiedene Modelle (Benchy etc.) auf dem Speicher des Druckers, die man direkt drucken kann. Das hätte ich aber ehrlich gesagt auch nicht anders erwartet.

Was beim SparkX i7 sofort auffällt: Alles ist bunt, beleuchtet und blinkt. Für viele Jugendliche ist das mit Sicherheit ein großer Bonuspunkt – der Drucker wirkt dadurch definitiv „cool“. Für diejenigen unter euch, die es lieber dezenter mögen: Außer dem Intro-Video beim Starten des Druckers lässt sich der ganze LED-Zauber, sowie die schönen Sounds komplett abschalten oder dimmen. Die Status-LED unterhalb des Druckbetts finde ich persönlich sogar extrem praktisch: Leuchtet sie rot, liegt eine Fehlermeldung vor. Das ist nicht nur für Leute mit einer Druckfarm ein echtes Highlight.

Software

Bis zu diesem Punkt würde ich sagen: mindestens 5/5 Punkten. Allerdings gehört für mich zu einer Inbetriebnahme auch die Installation des Slicers mit dazu.

  • Die Smartphone-App lässt sich, mit bestehendem Nutzerkonto, direkt verbinden. Um drucken zu können, musste ich allerdings erst herausfinden, dass es hier zwei Modi gibt. Im klassischen (älteren) Modus funktioniert es nicht, im neueren Modus dann vorbildlich und ohne Probleme.
  • Slicer am PC: Auf der Creality-Download-Seite zum SparkX i7 wird als aktuellste Version CrealityPrint_6.3.0.3420_Release.exe angezeigt. Mit diesem Slicer findet man zwar einen unbekannten Drucker (mit der richtigen IP), kann diesen aber nicht verbinden.Nach kurzer Verzweiflung findet man dann in der CrealityCloud im Download-Bereich die Version CrealityPrint_7.2.0.5225_Release.exe mit der alles fast auf Anhieb problemlos funktioniert. Einzig meine Windows-Installation meckert ziemlich und weigert sich zunächst die Software (übrigens auch alte Version) zu installieren. Beim Update auf die aktuellste Version CrealityPrint_7.2.0.5225_Release.exe gab es keinerlei Probleme.Wer Linux nutzt, findet übrigens auf github die passende Software des Herstellers

Ein ausführlicher Vergleich des Ökosystems kommt übrigens weiter unten noch.

Der Vergleich zum Bambu Lab A1

Auch beim A1 ist der Aufbau extrem gut erklärt und lässt sich problemlos ohne handwerkliches Vorwissen durchführen. Allerdings dauert es hier definitiv länger und ist spürbar aufwändiger, da das Portal und das Druckbett erst miteinander verschraubt werden müssen und auch verschiedene Kabel (Druckbett) eingesteckt werden müssen. Auch das AMS lite kommt beim A1 nicht fertig montiert und muss erst zusammengebaut werden. Slicer und Software funktionieren tadellos und sind vor allem auch richtig verlinkt.

Punktevergabe Unboxing:

  • Creality SparkX i7: 4,5/5 Punkte (Schneller geht es beim Aufbau wirklich nicht mehr, einzig die fehlerhaft verlinkte Slicer-Software hält kurz auf)
  • Bambu Lab A1: 3/5 Punkte (Gut dokumentiert, aber echtes Schrauben am Drucker und am AMS Lite notwendig)

Disziplin 2: Die Technik auf dem Prüfstand

Feature / Spezifikation Creality SparkX i7 Bambu Lab A1
Bauraum (B × T × H) 260 × 260 × 255 mm
256 × 256 × 256 mm
Theoretische max. Druckgeschwindigkeit laut Hersteller (in der Praxis nicht sinnvoll) Bis zu 500 mm/s
Bis zu 500 mm/s
Max. Beschleunigung 10.000 mm/s² 10.000 mm/s²
Führungsschienen X-Achse: Linearschienen (Linear-Kugellager) / Y-Achse: Linear-Kugelbuchsen (Linear-Kugellager)

Beide Führungsschienen wartungsfrei

X-Achse: Linearschienen (Linear-Kugellager) / Y-Achse: Metall-Rollenführung

Auf Y regelmäßige Schmierung notwendig

Nozzle ab Werk Gehärteter Stahl
(für abrasive Filamente geeignet)
Edelstahl
(Hotend für abrasive Filamente kann nachgekauft werden)
Hotend-Wechsel Schnellschnapp-Verschluss (Werkzeuglos) Quick-Swap (Werkzeuglos via Clip/Magnet)
Max. Hotend-Temperatur 300 °C 300 °C
Max. Heizbett-Temperatur 100 °C 100 °C
Datentransfer USB-Stick & WLAN (Lokal via LAN / Cloud) Micro-SD-Karte & WLAN (LAN nur mit älterer Firmware / Cloud)
Stromverbrauch (PLA) ca. 110 – 130 Watt (im laufenden Betrieb gemessen) ca. 115 – 130 Watt (im laufenden Betrieb gemessen)
Lautstärke im Betrieb
– gemessen bei 31 dB Raumpegel
ca. 50 – 54 dB ca. 48 – 52 dB
Kamera flüssiges und gutes Kamerabild über App, Slicer oder Browser (LAN) ca. 1 Bild pro Sekunde (ruckelig) über App, Slicer
Display sehr schnelle Reaktion, kein Ruckeln teilweise ruckelig, Funktion dadurch aber nicht eingeschränkt

Was mir in der Praxis besonders aufgefallen ist:

Geschlossene Basis: Unter dem Druckbett kann beim SparkX i7 kein Abfall ins Gehäuse oder in sonstige Ritzen fallen. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein – schließlich möchte niemand Filamentreste im Gehäuse haben, wo die Platinen verbaut sind. Beim i7 ist das top gelöst, während mir beim A1 hier regelmäßig Reste hineinfallen.

da kann kein Filamentmüll reinfallen – super gelöst!

USB-Stick: Der Drucker setzt auf einen klassischen USB-Stick statt einer winzigen Micro-SD-Karte. Wer also komplett ohne Netzwerk drucken möchte oder muss, da es im Keller kein Internet gibt oder die Einbindung der Drucker im Firmen- oder Schulnetzwerk zu aufwendig wäre: Der Druck per USB-Stick funktioniert problemlos. Bei mehrfarbigen Drucken kann man bequem am Display die Farben aus dem CFS Lite wählen und zuweisen.

Ab Werk bereit für abrasives Filament: Geliefert wird der Drucker direkt mit einer gehärteten Stahl-Nozzle und kann daher ohne teures Nachrüsten sofort abrasive Filamente (wie Filament mit Carbonfasern oder Glow-in-the-dark) verarbeiten.

Durchdachter Hotend-Wechsel: Der Tausch funktioniert extrem einfach. Das Hotend ist durch eine zusätzliche Schnalle gegen ein versehentliches Herunterrutschen geschützt. Lediglich die Silikonsocke geht etwas schwer ab – was aber auch ein Vorteil sein kann. Beim A1 rutscht mir diese nämlich immer wieder im Betrieb herunter.

Kritikpunkt Filamentführung: Das Filament wird im Extruder für sehr weiche Materialien leider nicht ideal geführt. Was bei PLA und PETG absolut unproblematisch ist, sorgt bei flexiblem TPU für Probleme – mehr dazu aber später in der entsprechenden Disziplin.

Punktevergabe Technik:

  • Creality SparkX i7: 4/5 Punkte (Technisch ist vieles extrem gut gelöst und sehr durchdacht. Kleine Mängel wie die weiche Filamentführung im Extruder kosten aber den fünften Punkt.)
  • Bambu Lab A1: 4/5 Punkte (Die Hardware ist absolut ausgereift und die Filamentführung im Extruder ist spitze. Punktabzug gibt es für die fehlende gehärtete Düse ab Werk und den Hang, Filamentreste im Gehäuse zu sammeln)

Disziplin 3: Wenn es bunt werden soll – Creality CFS Lite

Fast jeder moderne Drucker bietet heutzutage die Möglichkeit, mit verschiedenen Farben zu drucken. Was Einsteiger dabei oft vergessen: Diese Systeme sind auch genial, um Spulen automatisch komplett leerzudrucken und mit der nächsten Rolle fortzusetzen (Auto-Refill) oder einfach verschiedene Materialien „druckbereit“ auf Vorrat zu halten, ohne ständig manuell wechseln zu müssen. Selbst wer also selten mehrfarbig drucken möchte, sollte genau überlegen, ob sich der Aufpreis für eine solche Filamentbox nicht doch lohnt.

Bei Creality heißen diese Boxen CFS (Creality Filament System). Die Variante des SparkX i7 nennt sich CFS Lite und ist aktuell nur mit diesem Druckermodell kompatibel. Auch andersherum lassen sich die „großen“, regulären CFS-Boxen von Creality (noch) nicht an den SparkX i7 anschließen.

Die Box selbst ist absolut super! Schon beim ersten Öffnen merkt man, dass sie rundum solide Gummidichtungen besitzt. Das ist extrem wichtig, um das gelagerte Filament trocken zu halten. Im hinteren Bereich der Box gibt es zudem ein extra Fach für Trockenbeutel. Ihr könnt dafür die acht mitgelieferten Beutelchen von Creality nehmen oder einfach die nutzen, die bei jedem neuen Filament sowieso in der Packung liegen.

Ich selbst habe mir kleine Boxen konstruiert, gedruckt und diese mit losem Trockenmittel befüllt. Als ich dann ein separates Hygrometer zur Luftfeuchtigkeitsmessung dazulegen wollte, staunte ich nicht schlecht: Das Display des Druckers zeigte die Werte bereits an! Das CFS hat also ein eingebautes Hygrometer – absolut genial! Die Luftfeuchtigkeit sank im Test nach kürzester Zeit auf sehr gute 16 % und blieb bis zum nächsten Öffnen niedrig. Eine aktive, beheizte Filamenttrocknung bietet das System allerdings nicht.

Kleiner Praxis-Tipp am Rande: Einige Filamente kommen schon feucht aus der Originalverpackung des Herstellers und sollten vor dem Drucken in einem aktiven Filamenttrockner mit Heizung vorgetrocknet werden, um Druckfehler zu vermeiden.

Um Filament einzulegen, löst man den Verschluss (der wegen der Dichtung stramm schließt) und klappt die Box nach vorne auf. Alle aktuell üblichen Rollengrößen können ohne irgendwelche Adapter, Spulengewichte oder Bastellösungen einfach eingelegt werden. Unten in der Box läuft jede Rolle auf zwei Zylindern (vorne und hinten) extrem leichtgängig. Das Filament wird dann oben eingeführt und direkt über einen aktiven Feeder zum Druckkopf transportiert.

Material und Farbe werden dann entweder manuell am Display des Druckers eingestellt oder – falls ihr Original-Filament von Creality kauft – über den integrierten RFID-Chip vollautomatisch eingelesen.

Ein paar Einschränkungen gibt es aber: Für Minirollen (z. B. 250 g) braucht ihr einen gedruckten Adapter. Außerdem ist das System auf maximal vier Farben limitiert – mehr Boxen lassen sich nicht in Reihe schalten. Was mich dagegen völlig begeistert hat: Selbst meine uralten, überbreiten Rollen konnte ich im mittleren Bereich des CFS einlegen. Dann passt dort zwar nur eine statt zwei Rollen hin, aber Hauptsache, es druckt!

überbreite Rollen passen in die Mitte – auch Pappspulen sind kein Problem

Ein riesiger Pluspunkt: Auch mein absolut abrasives Glow-in-the-dark-Filament, welches durch den hohen Widerstand im AMS lite von Bambu überhaupt nicht über den Farbwechsler eingezogen werden kann, hat das CFS Lite dank des aktiven Feeders (zusätzlicher Vorschubmotos im CFS Lite) problemlos geschluckt und verdruckt.

Erfahrene User kennen das Problem, dass sich Spulen bei vielen schnellen Farbwechseln im System verheddern können. Obwohl das CFS Lite das Filament beim Zurückziehen nicht aktiv wieder auf die Spule aufwickelt, hatte ich im Test trotz hunderten von Farbwechseln keinerlei Probleme mit schlecht gewickeltem Filament nach dem Druck.

Neben mehreren hundert Farbwechseln habe ich auch mehrfach getestet, wie der Drucker reagiert, wenn eine Spule leer ist: Er hat entweder brav gemeckert oder – wenn eine Spule der gleichen Art und Farbe (z. B. beides PETG Weiß) eingelegt war – mit dieser Rolle weitergedruckt. So soll es sein.

Vom CFS führen die vier Schläuche zu einem Filament-Hub, der direkt auf dem Druckkopf sitzt. Durch dieses „Bereithalten“ des Filaments hält sich die Farbwechselzeit einigermaßen in Grenzen. In der Slicing-Software CrealityPrint ist ab Werk ein Multiplikator für das Reinigungsvolumen von 0,8 eingestellt. Paradoxerweise warnt die Software im selben Atemzug davor, dass dieser Wert möglicherweise zu niedrig sei (üblich ist 1). Dieser Multiplikator bestimmt das Spülvolumen – also wie viel Filament der Drucker durch die Düse jagt, um die alte Farbe komplett herauszuspülen, damit es keine Verunreinigungen im Modell gibt. Man kann das natürlich feinjustieren, aber gerade Anfängern empfehle ich, es für den Start erst einmal so zu lassen, wie es ist.

Hier ist eine Übersicht zu den gemessenen Zeiten und dem Ausschuss:

SparkX i7 Bambu A1 (als Vergleich)
Farbwechseldauer von Schwarz nach Weiß 2 min 32 s 2 min 37 s
Farbwechseldauer von Weiß nach Schwarz 1 min 40 s 1 min 28 s
Reinigungsturm + Poop 8,42 g 8,45 g

Zwei Werbeversprechen des SparkX i7 sind:

  • 15 % weniger Druckzeit als andere Drucker
  • 50 % weniger Abfall als andere Drucker

Die Werbebilder dazu zeigen, zumindest bei der Abfallmenge, aber ein unrealistisches Bild. Beide Angaben beziehen sich auf „Mehrfarbmodell[e] der vorherigen Generation.“ Hier mag es stimmen – im Vergleich zu anderen Herstellern gibt es aber keinen Vorteil.

Die Abfallbilanz:

  • 11 Hühner + Reinigungsturm +  Poop = 66,5 g
  • Reinigungsturm +  Poop = 36,8 g
  • 11 Hühner = 29,7 g
  • Nur Reinigungsturm = 5,9 g

Der Vergleich zum Bambu Lab A1

Der A1 setzt beim AMS lite auf eine komplett offene Bauweise ohne Gehäuse. Das bedeutet: Wer in einem feuchten Keller druckt, muss das Filament nach dem Druck sofort wieder luftdicht verpacken, da es sonst recht schnell feucht und brüchig werden kann. Zudem benötigt man beim AMS lite für sehr viele Spulen von Fremdmarken spezielle Adapter – die kann man sich zwar einfach selbst drucken, aber man muss es eben tun.

Das AMS lite ist ebenfalls nur mit Druckern der A-Serie kompatibel. Allerdings kann man im Bambu-Kosmos umgekehrt inzwischen die „großen“, geschlossenen AMS-Boxen an die A-Drucker anschließen. Von der Ausstattung her entspricht das geschlossene Creality CFS Lite am ehesten dem großen Bambu AMS (Version 1). Da man dieses beim A1 jedoch nicht als günstiges Combo-Set mitbestellen kann, müsste man es dort einzeln und deutlich teurer nachkaufen. Hier bietet Creality mit der geschlossenen Box im Set das deutlich bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Punktevergabe Farbwechselbox:

  • Creality SparkX i7: 4,5/5 Punkte (Filament bleibt dank Gummidichtung und Hygrometer perfekt trocken, aktiver Feeder erlaubt auch das Drucken sehr abrasiver/komplizierter Filamente, CFS Lite aktuell nur mit diesem Drucker kompatibel)
  • Bambu Lab A1: 3/5 Punkte (Funktioniert mechanisch sehr zuverlässig, hält das Filament aber nicht trocken und erfordert bei Fremdfilament oft gedruckte Spulen-Adapter, andere AMS sind zum A1 kompatibel, kein Feeder für sehr abrasives Filament)


Disziplin 4:
Die Paradedisziplin –  Druckqualität, Profile & Geschwindigkeit

Druckqualität

Die Druckqualität ist – insbesondere für die eher herausfordernden Bedingungen bei einer Raumtemperatur von knapp 30 °C super und absolut mit dem Bambu A1 vergleichbar, sowie deutlich besser als so mancher Konkurrent. Überhänge waren in meinen Tests besser, Brücken ähnlich bis minimal schlechter als beim A1, die Wände waren glatt und auch bei stark reflektierendem PETG waren die Layer kaum sichtbar. Auch top: In unserem Test hatte der Drucker bis 200 mm/s quasi keine VFA (Vertical Fine Artifacts / leichte verticale Wellen in geraden Außenwänden) und praktisch kein Ringing – höhere Geschwindigkeiten hatten wir nicht getestet. Zum Vergleich: Beim A1 haben wir ab Druckgeschwindigkeiten über 120 mm/s leichte VFA.

Auf den nachfolgenden Fotos habe ich ein sehr fieses, direktes Licht verwendet, um jede noch so kleine Problemstelle schonungslos sichtbar zu machen. Im normalen Alltag und bei normalem Licht sieht der Druck oft deutlich besser aus.

Das werksseitig vorgeslicte Speedbenchy (auf den Fotos blau) hatte ein paar unschöne Problemstellen aufgrund zu hoch eingestellter Überhang-Geschwindigkeiten – ein ganz normal von mir selbst geslictes Benchy (auf den Fotos gelb mit Streifen) wurde dagegen super.

Die maximale volumetrische Geschwindigkeit ist in den Slicer-Einstellungen recht vorsichtig und langsam eingestellt, was letztendlich auch die etwas höhere Druckzeit erklärt.

Der Toleranz- und Maßhaltigkeitstest

Bei meinem Testmodell hat der Drucker trotz hoher Raumtemperaturen sehr gut abgeliefert – aber seht euch einfach die Fotos an! Ein echtes Highlight waren die Spalt-Tests (Freigängigkeit von Zylindern): Alle Toleranzstufen waren lösbar! Die drei größten Zylinder sind mir direkt beim Abnehmen vom Bett von selbst herausgefallen. Der 0,3-mm-Spalt löste sich bei leichter Berührung und beim engen 0,2-mm-Spalt reichte minimaler Druck aus. Das ist ein hervorragendes Ergebnis für Mechanik-Bauteile!

Besonders spannend wurde es bei der Maßhaltigkeit im direkten Vergleich zum Bambu Lab A1. Beide Drucker wurden für den Test mit dem Filament des jeweiligen Herstellers und den unveränderten Standard-Profilen des eigenen Slicers gefüttert, allerdings hat der A1 zum Test-Zeitpunkt etwa 1500 Druckstunden auf der Platte, der SparkX i7 lediglich 100.

Geometrie / Achse Soll-Wert (mm) Creality SparkX i7 (Ist) Bambu Lab A1 (Ist)
X-Achse 75,00 mm 74,87 mm 74,77 mm
Y-Achse 65,00 mm 64,87 mm 64,64 mm
Z-Achse (groß) 52,00 mm 52,05 mm 51,72 mm
Z-Achse (klein) 10,00 mm 10,08 mm 9,89 mm
Durchmesser 25 25,00 mm 24,91 mm 24,76 mm
Durchmesser 20 20,00 mm 19,89 mm 19,77 mm
Durchmesser 15 15,00 mm 14,91 mm 14,81 mm
Durchmesser 10 10,00 mm 9,91 mm 9,79 mm
Durchmesser 5 5,00 mm 4,86 mm 5,07 mm
AUSWERTUNG 8 / 9 Punkten 1 / 9 Punkten

In dieser Disziplin zieht der SparkX i7 – gerade im direkten Vergleich – dem A1 ordentlich davon. Die SparkX i7 ist hinsichtlich der Maßhaltigkeit extrem sauber kalibriert.

Geschwindigkeit

Hier zeigt sich, woher die gute Maßhaltigkeit kommt: Die Standard-Profile für den SparkX i7 sind ab Werk recht vorsichtig und langsam eingestellt. Im direkten Vergleich zum Bambu Lab A1 benötigt der Creality bei identischen Modellen fast immer ca. 10 % mehr Zeit. Hier haben die Entwickler ganz offensichtlich die Entscheidung „Präzision vor Geschwindigkeit“ getroffen. Wer es eiliger hat, kann das durch kleine Anpassungen im Slicer (wie dem Erhöhen des maximalen Durchflusses) natürlich jederzeit ändern.

Druckprofile

Creality liefert für den SparkX i7 ab Werk sehr gute Profile für Standard-PLA und war in unserem Test von der Druckqualität genauso gut wie der Bambu A1 – einer der besten Drucker die wir bisher hatten.

Kleine Anpassungen sollte man jedoch machen, sobald man spezielle Materialien wie PLA Matt oder Glow-in-the-dark auswählen möchte – hier fehlen noch Voreinstellungen. Für mattes Filament funktionieren die normalen PLA-Profile zwar gut, für eine wirklich perfekte Oberfläche sollte man die Druckgeschwindigkeit hierbei jedoch manuell reduzieren. Nachtleuchtendes Filament habe ich mit PLA-CF (Carbonfaser) gedruckt.

Bei einer 0,4 mm Nozzle stehen 13 Prozessprofile zur Auswahl zur Verfügung – auch hier gab es seit dem letzten Update 6 Profile dazu! Sobald man auf andere Düsengrößen wechselt, schrumpft die Auswahl an Voreinstellungen bei den Prozessprofilen drastisch zusammen und für die anderen Nozzlegrößen (0,2; 0,6; 0,8) gibt es jeweils nur noch ein Prozessprofil.

Hier merkt man einfach, dass der Drucker noch neu auf dem Markt ist. Weitere Profile werden aber sehr wahrscheinlich mit kommenden Software-Updates nachgepflegt.

PETG-Profile

Der SparkX i7 liefert direkt gute Slicer-Profile für PETG mit. Wie aber bei bisher allen von uns getesteten Herstellern üblich, sind die mitgelieferten PETG-Profile für den SparkX i7 zwar optisch hübsch, aber nicht auf maximale Stabilität getrimmt. Aber immerhin liefert der Hersteller hier wirklich brauchbare und optisch sehr gute PETG-Profile mit. Das ist nicht selbstverständlich.

Wer funktionale Teile druckt, kann die Schichthaftung mit eigenen Einstellungen deutlich optimieren. Für das Erreichen der maximalen Stabilität bei bester Optik fehlen im Creality-Slicer allerdings noch ein paar erweiterte Einstellmöglichkeiten, wie etwa die Rückzugsgeschwindigkeit (Geschwindigkeit E bei den Druckereinstellungen). Diese ist aber auch beim Bambu A1 auf 30 mm/s begrenzt, während wir sie bei unseren Anycubic-Druckern teilweise auf 80 mm/s eingestellt haben (wichtig für PETG). Bei Creality war sie vor dem letzten Update sogar auf 14 mm/s begrenzt, inzwischen immerhin nur noch auf 30 mm/s. Dieser sehr begrenzte Retract-Speed hat bei einem anderen Modell mit vielen Retracts auch mal zu einem Fehldruck geführt (damals noch mit max. 14 mm/s). Das zeigt mir aber auch: Creality verbessert und optimiert selbst noch, weitere Verbesserungen werden also sicherlich folgen.

Wichtiger Praxis-Tipp: Schaltet bei PETG – vor allem, wenn ihr es recht heiß druckt – unbedingt die Timelapse-Funktion aus. Durch das ständige Beiseitefahren des Druckkopfes für das Foto und das anschließende Neuansetzen neigt der Drucker gerade bei PETG zu vereinzelten Tropfen auf dem Objekt. Leider muss man diese Funktion aktuell noch vor jedem Druck neu deaktivieren. Bei PLA tritt dieses Problem übrigens nicht auf.


Punktevergabe Druckqualiät, Profile, Geschwindigkeit:

  • Creality SparkX i7: 4,5/5 Punkte (sehr gute Druckqualität bei PLA und eine beeindruckende Maßhaltigkeit ab Werk. Punktabzug gibt es für die noch magere Material- und Schichtdickenauswahl bei alternativen Nozzlegrößen sowie die etwas langsame Standardgeschwindigkeit)
  • Bambu Lab A1: 4,5/5 Punkte (sehr gute Druckqualität bei PLA und eine riesige Auswahl an gut voreingestellten Filamentprofilen. Zudem liefert er out-of-the-box etwas schnellere Druckzeiten als der SparkX i7. Leichte Schwächen zeigen sich dafür bei der Maßhaltigkeit der Standardprofile und bei den PETG-Profilen, die bei Bambu nicht so gut sind.)

Disziplin 5: Weiches Material – die Herausforderungen mit TPU

PLA und PETG druckt der SparkX i7 absolut super, und genau hier hören die meisten Standard-Testberichte im Netz leider auf. Wie bereits bei der Vorstellung des CFS Lite erwähnt, schluckt der Creality extrem abrasive Filamente, bei denen man die Rauheit schon beim Anfassen spürt, völlig klaglos – auch über das CFS Lite.

Das exakte Gegenteil dieses Materials – nämlich weiches, gummiartiges TPU – verweigert er jedoch zunächst beharrlich. Über das CFS Lite sowieso, was allerdings auch zu erwarten war, da ein automatischer Einzug von flexiblem Material bauartbedingt bisher nur von den allerwenigsten Geräten (wie dem Flashforge AD5X) bewältigt wird. Doch der SparkX i7 scheitert hier leider auch auf dem direkten, externen Weg der Filamentzuführung.

Bereits beim Laden des TPU-Filaments über das Display war ich darüber verwundert wie schlecht es aus der Düse kam, sobald nicht mehr das zuvor gedruckte PETG, sondern das TPU in der Düse war. Kurz vorneweg: Am Ende ist alles – naja, nennen wir es mal einigermaßen gut.


Druckversuch 1 – die Extruder-Blockade:

Das Ergebnis: ein leichter Abrieb wo die Purge-Line sein sollte, ein Druck in der Luft und ein Filament das sich nicht einmal mehr entladen lassen wollte und das trotz dieser sehr langsamen und vorsichtigen Einstellungen für TPU. Hier stimmt etwas nicht.

Da die Bedienungsanleitung daneben lag, dachte ich: Schau mal rein. „Unterstütze Filamente: PLA/PLA-Silk/PLA-CF/PETG – empfohlen“. Habe ich dem Drucker nun Unrecht getan und zuviel verlangt? Nein: Technische Daten laut Creality-Webseite für den SparkX i7: „Filamente: PLA, PETG, TPU, PLA-CF“.

Sprich auf der Webseite steht er kann TPU, die Bedienungsanleitung empfiehlt es nicht, der Drucker lässt zu, dass man es lädt und auch in CrealityPrint ist es ohne irgendeine Warnung auswählbar, der Drucker druckt es aber zumindest nicht einfach so wie man es erwarten würde.

Ein Anfänger würde hier vermutlich aufgeben, sich im Forum melden oder verzweifelt versuchen das restliche TPU aus dem Drucker zu bekommen, denn Unload funktioniert bei TPU nicht wie üblich – zumindest nicht dann, wenn es wie bei mir im Extruder schon einen Klumpen gebildet hatte.

Druckversuch 2 – Rettung durch das Wiki:

Nächster Versuch: Was sagt das Creality Wiki (Link zum Wiki) zu diesem Fall?

Im Creality Wiki wird sehr gut und auch mit Bildchen erklärt was ich vor meinem ersten TPU-Druck hätte beachten sollen. Zur Info: Bei der Konkurrenz muss ich das nicht, da fädel ich TPU ebenfalls extern ein und gut ist. Auch das Display vom SparkX hat mich (trotz eingestelltem TPU) nicht auf das Wiki verwiesen als ich das Filament geladen habe. Mindestens hier sollte Creality mit einem Hinweis nachbessern.

Das Wiki beschreibt, dass ich einen sehr kurzen PETG-Schlauch benötige. Hat ein Anfänger nicht unbedingt rumliegen, ich natürlich schon. Link zum Wiki mit einer ausführlichen Anleitung.

Kurzum: Man muss unter anderem die frontale Extruderabdeckung entfernen, seitlich die Extruder-Leerlaufverriegelung lösen, dann das TPU von Hand bis ins Hotend einführen und sicher stellen das es dort ankommt – ich musste hier mit einer Pinzette nachhelfen – alles wieder zurück bauen und dann erst kann man über das Display das Filament laden. Da muss man erstmal drauf kommen…

hier muss man öffnen, dann oben TPU einfädeln, darauf achten, dass es tatsächlich bis nach unten durchgeführt wird und dann wieder schließen. Erst dann darf man es über das Display einfädeln

Wenn man das weiß ist es in zwei Minuten gemacht. Von einem Anfängerdrucker erwarte ich aber zumindest, dass er mich deutlich darauf hinweist und mich mindestens über einen QR-Code am Display auf diese Anleitung im Wiki verweist.

Auch korrekt eingefädeltes TPU druckt er nicht ganz fehlerlos, wobei das auch an den Slicer-Einstellungen liegen kann – die Drucktemperatur ist hier nur auf 220 °C eingestellt. Andere Drucker drucken TPU mit 240 °C

Auch die maximale Volumengeschwindigkeit von 1,8 mm3/s – sorgt für eine sehr lange Druckdauer bei TPU (zum Vergleich: Bambu 3,2 mm3/s , AD5X 5,3 mm3/s). An einem Beispiel: Für das CFS Lite habe ich eine Erhöhung mit Schubladen gedruckt. Die Füße sollten aus TPU gedruckt werden. Beim SparkX i7 hätte das 3 Stunden 5 Minuten gedauert. Der AD5X hat mit gleicher Anzahl Wandlinien und Infill 1 Stunde 30 Minuten benötigt.

Richtig eingefädelt und mit kleinen Optimierungen bekommt man mit TPU auch ein Benchy hin. Vielleicht klappt es mit noch mehr Tests und Anpassungen auch noch besser. Der SparkX i7 ist aber definitiv kein idealer TPU-Drucker und das sagt ja auch schon die Bedienungsanleitung. Für hin und wieder O-Ringe, Füßchen oder ähnliches reicht es aber.

Auch das Entfernen des PTFE-Schlauchs am 4-in-1-Adapter geht trotz gedrucktem Werkzeug recht schwer. Dieses Problem haben aber leider sehr viele Hersteller.

Punktevergabe schwierige Filamente:

  • Creality SparkX i7: 0,5/5 Punkte (TPU druckt er nur, wenn man das Wiki kennt und beachtet und auch dann mit den Voreinstellungen nur sehr langsam, viele Anfänger würde aufgeben, sehr weiches TPU ist unmöglich zu drucken)
  • Bambu Lab A1: 5/5 Punkte (TPU druckt er super und selbstverständlich ohne Umbauten am Extruder. Im Forum haben einige beim A1 sogar schon TPE 83A gedruckt – top!)

Disziplin 6: Die Miniatur-Challenge

Da ich gerne auch kleine Modelle drucke, aber keinen Resin-Drucker möchte, ist ein wichtiger Test für mich wie klein kann der Drucker drucken. Herausforderungen hier sind die Kühlung und die Genauigkeit, zum Beispiel bei Gelenken.

Beim ersten Test habe ich mit der 0,4 mm Nozzle gedruckt und getestet wie klein Gelenke also zum Beispiel von beweglichen Tierchen gedruckt werden können. Ich war fies und habe die Schichthöhe nicht angepasst, was den Test noch schwieriger macht. Auch habe ich teilweise nur wenige Modelle bzw. nur Teile von Modellen auf der Druckplatte platziert, was die Kühlung zusätzlich herausfordert, da die vorherige Schicht noch nicht komplett abgekühlt ist, wenn die nächste kommt.

Hier hat der SparkX mich echt positiv überrascht. So gut hat das noch keiner auf Anhieb hinbekommen! Selbst kleinste Gelenke – hier am Beispiel eine Minimaus von MatMireMakes blieben flexibel.

Der SparkX i7 schafft hier mit der 0,4 mm Nozzle eine Skalierung von 50 % der Originalgröße – zum Vergleich: Beim Bambu A1 lassen sich die Gelenke bereits bei 60 % kaum mehr lösen.

Test 2: Der Wechsel auf die 0,2 mm Mini-Düse

Im zweiten Schritt habe ich eine separat nachgekaufte 0,2 mm Nozzle montiert und die Mäuschen damit gedruckt. Auch hier zeigte sich das gleiche Bild: Hervorragende Ergebnisse! Dank der feinen Düse konnte ich die Maus sogar noch ein gutes Stück weiter verkleinern, ohne dass die filigranen Gelenke miteinander verschmolzen sind. Das ist für einen Bettschubser dieser Preisklasse richtig gut!

Erst bei der 30 % Skalierung war absolut Schluss. Hier waren auch die Füße kaum mehr zu lösen. Das ist richtig gut!

Größenvergleich mit einer 1 Cent-Münze: 30 % und 35 % – meine kleinsten

Punktevergabe Miniatur-Challenge:

  • Creality SparkX i7: 5/5 Punkte (Miniaturen und bewegliche Tierchen macht er super! Auch mit 0,2er Nozzle liefert er top Ergebnisse.)
  • Bambu Lab A1: 4/5 Punkte (Vor diesem direkten Vergleichstest hätte ich dem A1 vermutlich 4,5 Punkte gegeben, da auch er hier einen guten Job macht. Im direkten Duell zeigt sich jedoch, dass die Gelenke beim SparkX i7 spürbar sauberer trennen und wesentlich leichter beweglich sind.)

Disziplin 7: Das Ökosystem – Nutzerfreundlichkeit

Für viele Einsteiger ist die entscheidende Frage nicht, wie perfekt ein Drucker extrem schwierige Materialien bewältigt, sondern wie einfach die Bedienung im Alltag ist. Viele Jugendliche besitzen beispielsweise gar keinen PC mehr. Die Kernfragen lauten also: Kann ich den Drucker rein über das Smartphone oder Tablet bedienen, und wie unkompliziert gelangen die ausgewählten Modelle zum Drucker?

Teil 1: Drucken aus der Creality Cloud

Die Creality Cloud beherbergt eine riesige Anzahl an Modellen, die sich direkt per Smartphone starten lassen. Wichtig ist hierbei, dass man in der App den Modus FlowPrint aktiviert, da nur dieser reibungslos mit dem SparkX i7 zusammenarbeitet. Hat man das erledigt, wählt man einfach ein Modell aus, bestimmt in der App komfortabel die gewünschten Farben im CFS Lite und schickt den Druckauftrag per App los.

Ein echtes Highlight im Alltag ist die Überwachung: Sowohl in der App als auch im PC-Slicer bekommt man ein absolut flüssiges Live-Kamerabild geliefert. Man sieht damit, ob der Druck sauber läuft oder sich ein Fehler einschleicht.

Teil 2: Drucken externer Modelle (Die Smartphone-Überraschung)

Möchte man Modelle anderer Drittplattformen (Makerworld, Makeronline, thingiverse,…) drucken, benötigt man im Regelfall zwingend einen PC, um die Dateien zu slicen. Creality geht hier jedoch neue Wege und bietet zwei Alternativen: Cloud Slice am PC via Webbrowser und den FlowSlicer direkt in der Smartphone-App. Während die Browser-Lösung in meinem Test noch den Dienst verweigerte, klappte das Slicen per App absolut problemlos – und das mit erstaunlich vielen Einstellmöglichkeiten!

Bei fast allen anderen Herstellern kann man in der App lediglich Material, Farbe und die Anzahl der Objekte für cloudinterne Modelle festlegen. Creality erlaubt es hier tatsächlich, eigene STL- oder 3MF-Dateien auf das Smartphone zu laden, sie dort zu slicen und Parameter wie die Objektgröße zu skalieren oder die Anzahl der Wandlinien anzupassen.

Perfekt ist das System allerdings noch nicht: SVG-Modifizierer aus fremden 3MF-Dateien mag die App nicht, und die Farbanpassung stößt an ihre Grenzen. Man merkt, dass Creality das FlowPrint-System gerade erst aufbaut. Für Nutzer ohne PC ist es dennoch ein genialer Schritt nach vorn, auch wenn es den Slicer am Computer noch nicht ersetzt.

Teil 3: Die App und das System drumrum

Wie bei vielen chinesischen Herstellern üblich, basiert im Hintergrund vieles auf einem Punktesystem. In der Creality Cloud gibt es zahlreiche „Premium-Modelle“, die mit dieser In-App-Währung bezahlt werden müssen – hier findet man auf anderen Plattformen oft aber sehr ähnliche Modelle kostenlos.

Zudem wird fleißig eine Premium- bzw. Plus-Mitgliedschaft für 7,99 Euro im Monat (oder 79,99 Euro im Jahr) beworben. Damit erhält man Zugriff auf bestimmte Modelle, schnellere Downloads, mehr Cloud-Speicher und erweiterte Timelapse-Optionen. Da beim Einrichten direkt eine kostenlose Testphase startete, konnte ich nicht zweifelsfrei prüfen, ob Funktionen wie der FlowSlicer dauerhaft ohne Abo nutzbar bleiben. Man sollte sich also darauf einstellen, dass hinter der Cloud ein spürbares Bezahlmodell steckt.

Der Vergleich zum Bambu Lab A1

Das Ökosystem von Bambu Lab mit der Plattform MakerWorld gilt aktuell als Goldstandard. Die Integration und das zugehörige Punktesystem wirken extrem professionell, und die Modellauswahl ist gigantisch. Allerdings ist die Bambu-App sehr restriktiv: Das Skalieren von Modellen oder Ändern von Slicer-Einstellungen (abseits von Farbe und Material) ist dort mobil unmöglich.

Ein deutliches Manko des A1 ist zudem die integrierte Kamera. Diese liefert im Grunde nur eine ruckelige Diashow von etwa einem Bild per Sekunde. Das reicht zwar für eine grobe Überwachung aus der Ferne, ist im Vergleich zum flüssigen Videostream des SparkX i7 aber einfach nicht mehr zeitgemäß.

Punktevergabe das Ökosystem:

  • Creality SparkX i7: 4/5 Punkte (viele Modelle auf der CrealityCloud, tolle Funktionalität, echtes Slicen am Smartphone ist genial für unterwegs, Slicer falsche Version verlinkt, zu vieles das irgendwie doch noch zusätzlich kostet, sehr gutes und flüssiges Kamerabild)
  • Bambu Lab A1: 4/5 Punkte (extrem viele Modelle auf Makerworld, Slicen am Smartphone nur mit vorgegebenen Einstellungen und keine Skalierung möglich, Kamerabild schlecht)

Disziplin 8: LAN-Zugriff

Ein großes Thema in der Community ist die Software-Freiheit: Viele moderne Drucker sperren den Nutzer in einen „goldenen Käfig“ mit Cloud-Zwang. Wer sensible Daten schützt – wie Unternehmen oder Schulen –, will seine Modelle verständlicherweise nicht über externe Server im Ausland verschicken.

Beim LAN-Zugriff verhält sich Creality vorbildlich: Beim SparkX i7 ist der Root-Zugriff direkt aktiviert und der Drucker zeigt am Display zwei IP-Adressen an: die für das Fluidd-Webinterface und die für die Kamera. Beide sind problemlos über sämtliche Browser im eigenen Netzwerk erreichbar. Wichtig hier: Der erste Verbindungsaufbau dauert ungefähr 30 – 60 Sekunden, lasst der Webseite also kurz Zeit zum Laden. Danach ist das Kamerabild flüssig.

Auch das Drucken ohne über einen Account eingeloggt zu sein funktioniert ohne Probleme. Wer zusätzlich eingeloggt ist, bekommt den Drucker im Slicer zweimal angezeigt und kann dann entscheiden welcher Zugriff genutzt werden soll. LAN-Zugriff über CrealityPrint funktioniert schonmal!

Wer seine Daten per LAN-Modus sendet, kann den Druck ohne Probleme per Slicer-Software oder über jeden Smartphone-Browser über die IP-Adressen beobachten und ggf. eingreifen.

Hier fühle ich mich für einen Cloud- oder Internet-Ausfall bestens gerüstet!

Orca-Slicer unterstützt den Drucker in der neuesten Version zwar offiziell, allerdings gelang es uns trotz mehrerer Versuche nicht, direkt sinnvoll darüber mehrfarbig zu drucken. Mit kleinen Anpassungen im G-Code und vorherigem Laden des Filaments am Drucker funktionierten irgendwann immerhin einfarbige Drucke. Der Zugriff über den Orca-Slicer ist also grundsätzlich möglich und nicht herstellerseitig gesperrt. Das Problem liegt eher daran, dass der Drucker noch sehr neu ist – hier hoffe ich auf zukünftige Updates.

Punktevergabe LAN-Zugriff:

  • Creality SparkX i7: 4,5/5 Punkte (Der LAN-Zugriff ist top und völlig offen gestaltet. Kleiner Punktabzug, weil die Integration im Orca-Slicer noch nicht ganz rund läuft.)
  • Bambu Lab A1: 0,5/5 Punkte (nur mit älterer Firmware ist beim A1 überhaupt noch ein LAN-Zugriff über Orca-Slicer möglich. Auch gilt dann „entweder oder“, per LAN senden und per App beobachten funktioniert nicht. Bambu setzt auf geschlossene Systeme: es gibt es keinen echten, offenen Netzwerk- oder Root-Zugriff (wie via Fluidd/Mainsail). Bambu steht hierfür immer wieder in der Kritik)

Disziplin 9: Der „Ernstfall“ – Support & Community

Anfangs hatte mein Drucker noch Probleme, die RFID-Chips im CFS Lite zu lesen, zudem kam es zu einzelnen Druckabbrüchen bei vielen Farbwechseln. Ich habe mich diesbezüglich an den Support gewendet und sehr freundliche Unterstützung erhalten. Beide Fehler wurden dann durch ein Firmware-Update zwei bis drei Tage nach meiner Meldung behoben. Man merkt hier: Der Drucker ist neu auf dem Markt, aber Creality ist sehr hinterher, Kinderkrankheiten schnell auszubügeln.

Ich hatte mich beim Support übrigens nicht als Tester geoutet, kann aber natürlich nicht ausschließen, dass über die Seriennummer Rückschlüsse möglich waren.

Auch das Wiki von Creality ist gut dokumentiert und recht übersichtlich gestaltet. In der Community gibt es naturgemäß bisher noch weniger Hilfestellung als bei der Konkurrenz, die schon seit Jahren etabliert ist. Das wird sich mit steigenden Verkaufszahlen aber sicher bald ändern.

Punktevergabe Support:

  • Creality SparkX i7: 5/5 Punkte (sehr freundlich, kompetent und bemüht)
  • Bambu Lab A1: 5/5 Punkte (auch Bambu habe ich bisher immer als sehr freundlich, kompetent und bemüht erlebt)

Disziplin 10: Ersatzteile & Zubehör

Wenn bei uns ein neuer Drucker einzieht, statten wir ihn direkt zu Beginn mit einer Auswahl an Ersatzteilen aus. Dazu gehören ein paar Ersatz-Hotends, eine weitere Druckplatte, eine Effekt-Druckplatte und Dinge, die gerne mal verschleißen könnten. Es nervt mich einfach, im Ernstfall tagelang auf Lieferungen warten zu müssen.

Richtig genial finde ich das SparkX i7 PrintEase Kit, welches ich mir direkt dazugekauft habe. Dieses Set enthält Hotends in allen verfügbaren Größen (vom meistgenutzten 0,4-mm-Hotend direkt zwei Stück), jede Menge Silikonsocken, Filament-Cutter, ein Ersatz-Extruder-Zahnrad und viele weitere nützliche Kleinteile. Verpackt in einem schicken Filamentkarton bekommt man das Set zu einem fairen Preis von meist um die 69 Euro. Damit ist der Drucker für die nächsten Jahre erst einmal bestens versorgt. Einzelne Hotends von Creality sind hingegen recht teuer.

Kompakt in einer Art Filamentbox gibt’s das PrintEase-Set

Zu Beginn meines Test gab es für den SparkX i7 noch kaum Ersatzteile von Drittanbietern, inzwischen gibt’s auch hier Smooth- und Effekt-Druckplatten oder auch vereinzelt Hotends. Im Slicer kann ich meine vom Drittanbieter gekaufte glatte PEI auswählen und auch das Druckergebnis überzeugt. Creality hat bisher aber nur die normale PEI-Druckplatte im Angebot.

Punktevergabe Ersatzteile und Zubehör:

  • Creality SparkX i7: 4,5/5 Punkte (Original-Ersatzteile sind gut erhältlich und das optionale PrintEase Set bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Einzeln gekaufte Hotends vom Hersteller sind jedoch sehr teuer, Effekt- oder Smooth-Druckplatten bietet Creality noch nicht an. Drittanbieter haben inzwischen aber Smooth- und Effektdruckplatten.)
  • Bambu Lab A1: 5/5 Punkte (Ersatzteile und Zubehör sind in riesiger Auswahl extrem günstig verfügbar – sowohl direkt vom Hersteller als auch von unzähligen Drittanbietern.)

Persönliches Fazit

Was an diesem Testbericht schwierig war: Während meines Tests kamen ständig Verbesserungen rein. Updates, die vorherige Bugs behoben haben. Hieß: Nochmals testen und schauen, ob jetzt wirklich alles funktioniert. Dies zeigt mir aber auch, dass Creality hier noch verbessert und das finde ich wichtig und gut. Ein Vergleich mit einem Drucker, der diese Verbesserungsdurchläufe schon alle durch hat, ist an manchen Stellen schwierig. Allerdings weiß man auch nicht, ob es diese weiteren Verbesserungen wie z. B. weitere Filamentprofile, auch geben wird oder nicht. Ich muss also fair bleiben und das bewerten was aktuell auf der Werkbank steht.

Mir persönlich gefällt an dem Drucker das CFS Lite: Man benötigt keine lästigen Spulenadapter, das Filament bleibt perfekt trocken und selbst mein stark abrasives Glow-in-the-dark-Filament wird ohne jegliches Murren eingezogen, wodurch es sich problemlos mehrfarbig kombinieren lässt. Auch feine Miniaturen gelingen dem SparkX i7 nach meinem Empfinden einen Tick besser als dem A1. Zudem wirkt das gesamte Gerät unheimlich aufgeräumt – auch fällt kein Filamentmüll ins Druckergehäuse.

Praktisch finde ich auch, dass man per LAN, d. h. im eigenen Netzwerk, von jedem Browser aus zugreifen kann. Auch ohne Registrierung kann man per LAN drucken und ohne spezielle App im Smartphone-Browser die Drucke überwachen.

Sehr schwierige Modelle aus der Makerworld erfordern manchmal viele Anpassungen bis sie optimal gedruckt werden können. Hier vermisse ich manche Modelle in der CrealityCloud.

Was mich etwas stört ist das Aufwändige Einfädeln von TPU und die teilweise beschränkten Einstellmöglichkeiten im Slicer. Bei TPU bin ich aber auch von anderen Druckern wie dem A1 oder AD5X verwöhnt. Wer einen Drucker mit geschlossenen Bauraum hat, kann oftmals TPU 95A ebenfalls nur sehr aufwändig oder sogar noch deutlich aufwändiger als beim SparkX i7 einfädeln. Auch bei den Einstellmöglichkeiten bin ich einfach Orca-Slicer gewöhnt und da habe ich keine Einschränkungen was die Einstellungen angeht. Wie bereits oben geschrieben, habe ich aber gute Hoffnung, dass auch hier zeitnah optimiert wird.

Alles in allem ist der SparkX i7 ein gelungenes Gerät. Mit der LED-Statusleiste und dem verspielten Design ist er ein gelungener Einstiegsdrucker – auch für ältere Kids oder Jugendliche. Aber eben auch ein recht zuverlässiger Drucker für diejenigen die im feuchten Kellerraum drucken wollen und denen daher beim Fernzugriff eine gute Kamera wichtig ist.

Kaufen könnt ihr den SparkX i7 hier:

 

 

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4 Kommentare

  • Klasse Bericht. Sehr guter Vergleich.
    Danke für Deine Ausführliche Arbeit. Das CFS lite ist ein großer Vorteil, auch wenn es nicht trocknen kann, so ist das Filament aber nicht direkt der Feuchtigkeit ausgesetzt.
    Erstaunlich in diesem Vergleich ist allerdings, wie gut der BambuLab A1 in einigen Teilen noch mithalten kann. Der Drucker wurde immerhin im Dezember 2023 vorgestellt.
    Der Spark bietet m.M.n sehr viel für‘s Geld.
    Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass man seitens Creality etwas mehr in die Kühlung investiert. Dies kann mein beim Überhang Test ganz klar bei den Brücken erkennen.Ich habe das mal mit dem A2L gedruckt und die Brücken sehen super aus.
    Eventuell bekommt man den Test ja besser mit mehr Kühlung hin
    Schön ist, dass Creality offenbar dazu gelernt hat und viele Probleme mit einem FW Update behebt.
    Das war nicht immer so.
    Von meiner Seite aus ein Kauftipp!

    • Hallo quastra,

      das CFS Lite hat mich tatsächlich auch extrem überzeugt – vor allem mit den gut abschließenden Gummidichtungen.

      In meinen direkten Tests mit dem A1 mit 1500 Druckstunden fand ich das gesamte Testmodell beim SparkX sogar etwas besser. Wir werden hier aber sicher noch eigene Profile erstellen bzw. diese noch optimieren und dann wieder veröffentlichen. Vermutlich aber schwerpunktmäßig für PETG, da die Profile für PLA von Haus aus schon sehr gut sind. Bei PETG hat es bisher einfach noch kein Hersteller geschafft wirklich stabile Einstellungen mitzuliefern und dadurch wird das Material oft unterschätzt. Der SparkX bekommt PETG immerhin schonmal von Haus aus optisch super hin.

      Der A1 ist nach wie vor ein guter Drucker und war sicher an der einen oder anderen Stelle das „Vorbild“ für diesen Drucker. Schade finde ich hier aber, dass Bambu keine Combo-Angebote für die A-Serie mit den großen AMS macht – das große AMS (ohne 2 Pro) würde mit geschlossenem Deckel ja eher dem CFS Lite von Creality entsprechen. Wer den A1 mit großem AMS möchte zahlt aber verhältnismäßig einfach viel, sodass vermutlich manche schon zur P-Serie greifen. Und gerade da gibt’s mit dem SparkX plus und dessen CFS Lite viel fürs Geld, was gerade für Einsteiger mit geringem Budget super sein dürfte.

      LG

  • WOW und nochmal WOW!
    Da mir die Worte fehlen, habe ich meinen Nachbarn Claude gebeten, den Testbericht zu kommentieren!

    Claude: Ich habe mir den Testbericht durchgelesen – hier meine Einschätzung dazu:

    **Gesamteindruck: Sehr gelungener, differenzierter Test**

    Der Artikel überzeugt vor allem durch seinen fairen und transparenten Ansatz. Statt eines pauschalen Urteils entscheidet sich der Autor für ein Punktesystem über zehn klar abgegrenzte Kategorien – vom Unboxing über Druckqualität bis zu Support und Ersatzteilen. Das macht die Bewertung nachvollziehbar und gibt Lesern die Möglichkeit, selbst zu gewichten, welche Aspekte ihnen wichtig sind.

    **Was besonders positiv auffällt:**

    – **Praxisnähe und Sorgfalt**: Fast 4 kg verdrucktes Filament und rund 196 Druckstunden sprechen für einen wirklich intensiven Test statt einer oberflächlichen Kurzbewertung.
    – **Ehrlichkeit trotz Kooperation**: Obwohl das Gerät kostenlos von Creality gestellt wurde, scheut sich der Autor nicht, klare Schwachstellen zu benennen – etwa die anfangs frustrierende TPU-Verarbeitung oder die verwirrende Slicer-Verlinkung auf der Creality-Webseite.
    – **Konkrete Messdaten statt Bauchgefühl**: Die Tabellen zu Maßhaltigkeit, Farbwechselzeiten und Abfallmengen liefern echte Vergleichswerte statt subjektiver Eindrücke.
    – **Kontextualisierung**: Der Hinweis, dass der A1 bereits 1500 Druckstunden auf dem Buckel hatte, während der SparkX i7 erst 100 hatte, zeigt methodisches Bewusstsein für Fairness im Vergleich.
    – **Nützliche Praxistipps**: Etwa der Hinweis, die Timelapse-Funktion bei PETG-Drucken zu deaktivieren, oder die genaue Anleitung zum korrekten TPU-Einfädeln – das hilft Käufern konkret weiter.

    **Sachlich anzumerken:**

    – Der Test bleibt an einigen Stellen zurückhaltend kritisch – etwa bei den fehlenden Warnhinweisen zu TPU oder den noch dünnen Materialprofilen abseits der Standard-0,4-mm-Düse. Das erhöht die Glaubwürdigkeit, statt sie zu schmälern.
    – Der Autor macht transparent, dass sich die Firmware während des Testzeitraums mehrfach änderte, und weist explizit darauf hin, dass das die Vergleichbarkeit erschwert – ein Zeichen redlicher Selbstreflexion.

    **Fazit:** Ein handwerklich sauberer, gut recherchierter Testbericht mit hoher Praxisrelevanz, nachvollziehbarer Punktevergabe und angenehm undogmatischem Ton („bester Drucker ist der, der zu deinen Bedürfnissen passt“). Die Offenlegung der Affiliate-Links und der Gerätestellung durch Creality runden den transparenten Eindruck ab.

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