Schritt-für-Schritt-Anleitung: OctoPrint

Kurz und knackig hier eine Anleitung für deutlich mehr Komfort beim 3D-Drucken mit OctoPrint.

OctoPrint’s einziger Nachteil ist: man benötigt für jeden Drucker einen Raspberry inkl. Netzteil, was in Summe etwas mehr als 40 EUR sind. Dafür kann ein OctoPi soviel mehr als andere Lösungen, dass es sehr komfortabel ist damit zu drucken. Auch Abbrüche bei der USB-Kommunikation mit dem Drucker gehören damit der Vergangenheit an.

 

Was gekauft werden muss

  1. Raspberry Pi
  2. Netzteil für den Raspberry Pi
  3. SD-Karte
  4. Kartenleser
  5. USB-Kabel zur Verbindung mit dem 3D-Drucker, aber das liegt den Drucker nahezu immer bei.

Was runtergeladen werden muss

  1. Download OctoPi
  2. Win32DiskImager oder Etcher
  3. 7z-Entpacker

Schritt-fürSchritt-Anleitung

  1. OctoPi-Image runterladen
  2. Das Image in der „gezippten“ OctoPi-Datei mit 7z entpacken
  3. Diese Image-Datei (mit der Endung .img) mit dem Win32DiskImager öffnen
  4. Nun auf „Schreiben“ klicken und ein paar Minuten warten. Das Image wird nun auf die SD-Karte geschrieben

WLan-Einstellungen

  1. Öffnet nun auf der SD-Karte die Datei „octopi-wpa-supplicant.txt“
  2. Löscht die vier Doppelkreuze ( # ) vor den Zeilen 27-30
  3. Tragt dort den Namen Eures Wlans bei ssid und das dazugehörige Passwort ein

Erster Start

Beim ersten Start benötigt OctoPi einen längeren Moment, um Dich dann mit einem Einrichtungs-Assistenten zu begrüßen. Hier kannst Du die empfohlenen Einstellungen alle übernehmen. Die Anlage eines Slicing-Profils ist nicht notwendig und eigentlich auch nicht hilfreich, da es sich über eigene Programme besser drucken lässt.

Durch PlugIns wird der OctoPi richtig komfortabel

DisplayLayerProgress

Mit diesem PlugIn wird nicht nur am Bildschirm angezeigt wieviel Layer schon gedruckt wurden; das PlugIn probiert auch diese Info auf dem Display des Druckers auszugeben. Das sieht beim Wanhao gut aus und ist hilfreich.

Fan Speed Slider Plugin

Ihr wollt während des Drucks den Bauteillüfter steuern? Kein Problem mit diesem PlugIn.

Navbar Temperature Plugin

In der oberen Leiste von OctoPrint zeigt das PlugIn an wie warm Euer Raspi, Euer Heizbett und Euer Extruder ist. Praktisch!

Terminal Commands 

Mein LieblingsplugIn: Ihr könnt in den Einstellungen GCode-Befehle oder ganze GCode-Skripte hinterlegen und dann mit einem Knopfdruck ausführen.

OctoPrint-FileManager

Den Druck von letzter Woche nochmal anstossen oder eine Druck-Datei löschen? Geht alles mit dem FileManager.

13 Kommentare

  • Schöne Einführung Ralph.

    Bei mir hat sich das bisher zwar auch immer installieren lassen, aber der Octo verliert immer wieder mal die Connection zum Drucker. Deshalb drucke ich immer noch ganz stumpf über SD-Karten.

    • Mit welchem Raspi und welchem Netzwerk? WLAN ist etwas kritisch. Die WLAN-Teile von Raspi 3 und Zero sind sehr schwach und die Anbindung läuft über den internen USB-Port. Da kommen viele Flaschenhälse und das ohnehin instabile WLAN zusammen. Angeblich soll der neue Raspi mit stärkerem WLAN etwas mehr Reserven bieten. Auch ein WLAN-Modul mit externer Antenne zum Ausrichten bringt da deutlich mehr. Deshalb verwende ich auch kein Zero-W sondern nutze ein USB-WLAN Modul oder einen USB-Hub mit LAN Modul am normalen Zero.
      Zero 1.3 links mit Zero4U+WLAN-Stick rechts mit LAN/USB2-Hub

    • Boah. Das wäre mir zu nervig mit der SD-Karte. Hast Du die Probleme auch noch beim neuen Board? USB-Kabel mal gewechselt? Baud korrekt eingestellt oder AUTOmatisch?

    • Verbindungsabbrüche zwischen Raspi und Drucker hatte ich auch (Tevo Tornado und 3B+); mit WLAN kann das nichts zu tun haben – es ist ja nicht der Verbindungsabburch zwischen PC und Raspi!
      Behoben mit einem simplen Trick: Raspi auf USB1.1 geschaltet. Dazu setzt man ans Ende der cmdline,txt (in gebootetem Zustand in /boot zu finden, ansonsten Karte in den PC stecken, dort liegt es direkt im Rootverzeichnis) den folgenden Parameter: dwc_otg.speed=1.

      Ja klar ist dann die Geschwindigkeit der Datenübertragung zwischen Raspi und Drucker etwas niedriger. Nominell. Aber so viele Daten werden dazwischen ja auch nicht übertragen, ist also eigentlich total egal.

      • Danke für den Tipp! aber… So wenige Daten werden über USB nicht übertragen! Im Gegenteil. Beim Raspi hängt so ziemlich alles am USB-Port. Auch Netzwerk und WLAN! Davon sieht man nichts weil es auf dem Board passiert aber das USB2 auf dem Raspi ist nicht in der Lage die volle WLAN-Geschwindigkeit zu bringen weil USB2 dafür zu langsam ist und die Kapazität dann noch aufteilen muß.

  • Wenn Uwe schon den Klassiker „Bettleveling, Bettleveling und immer wieder Bettleveling…“ neu auflegt, dann ist es auch mal wieder Zeit sich um OctoPrint zu kümmern. Hier mal meine Zacki-Zacki-Anleitung mit PlugIn-Auswahl.

    • Hey! Da kommt ja doch noch der Beitrag!

      Nichts zu meckern sondern als Ergänzung. Als Alternative zum Netzteil für den Raspi eine USB-Steckdose um das Netzteil des Druckers zu verwenden? Falls die SD-Karte nicht neu und unbespielt ist noch SD Card Formatter. Mit dem Win32DiskImager gibt es oft Probleme und auch Raspberry.org empfielt inzwischen Etcher wie auf der Hilfe-Seite der Raspberrypi.org beschrieben. DisplayLayerProzess kenn ich noch garnicht. Muß ich mal ausprobieren. Ich verwende ipOnConnect. Ein nützliches PlugIn wenn keine statische IP verwendet wird. Es zeigt im Druckerdisplay beim Einschalten die aktuelle iP-Adresse.

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