OctoPi 0.15.1

Gina Häußge hat am 29.Mai eine neue Version von OctoPrint veröffentlicht. Mit OctoPi 0.15.1 steht die aktuelle Version für den Raspi zum Download unter https://octoprint.org/download/ bereit.

Die Neuerungen kamen bereits mit Version 0.15 Anfang Mai und diese Version ist nur ein Fix. Das aktuelle OctoPi kommt wieder mit bekanntem MJPG-Streamer sowie CuraEngine 15.04 und läuft auf dem aktuellen Raspbian Stretch Lite vom 18.04.2018 (offizielles Betriebssystem des Raspberry Pi).

Damit wird nun auch der aktuelle Raspi 3+ mit dem schnelleren Netzwerk unterstützt. Das Image ist mit allen Raspi-Varianten kompatibel es werden jedoch die 3er empfohlen und vom ZeroW wird ausdrücklich abgeraten. Diese Empfehlung beruht vorrangig auf der Netzwerkanbindung. Genau genommen wird von der Nutzung des integrierten WLAN im ZeroW und Raspi3 abgeraten. Ich habe beides getestet und es kommt auf die Umstände des Einsatzes an. Für den Einsatz am Prusa I3 MK3 wird der ZeroW ausdrücklich von Prusa empfohlen und die Installation am Einsy erklärt.

Zero 1.3 links mit Zero4U+WLAN-Stick rechts mit LAN/USB2-Hub

Die von mir bevorzugte Variante ist ein Zero mit Zero4U und USB-WLAN-Stick mit externer Antenne oder alternativ ein Zero mit einfachem USB-Hub und LAN-Anschluß. Der einfachste LAN-Anschluß ist immer wenn möglich dem WLAN vorzuziehen. Nicht nur die Geschwindigkeit sondern auch die Stabilität der Netzwerkverbindung ist mit dem WLAN nicht zu erreichen. Befindet sich in unmittelbarer Nähe und Sichtweite ein Acesspoint ist aber auch der ZeroW gut zu gebrauchen. Beim Zero als WH-Variante mit GPIO lassen sich Erweiterungen wie Filamentsensor oder BLToch sehr einfach nachrüsten und mit entsprechendem PlugIn nutzen.

Das OctoPi liegt wieder als Image vor und kann mit dem Etcher wie auf der Hilfe-Seite der Raspberrypi.org beschrieben auf die SD-Karte geschrieben werden. Ein Update der alten Version ist nicht vorgesehen. Vorhandene Einstellungen älterer Versionen sind leider verloren. Wer keine lehre SD-Karte verwendet sollte zudem die Karte vor dem Übertragen des Images auf die Karte mit SD Card Formatter formatieren um die Partitionen zu bereinigen und wieder die gesamte Größe des Speichers zur Verfügung zu haben.

Im Anschluß muß die octopi-wpa-supplicant.txt am Computer editiert werden. Die octopi-network.txt wie in älteren Versionen wird nichtmehr verwendet! Zum Editieren unbedingt einen geeigneten Editor wie Notepad++ verwenden! Die üblichen Editoren von Windows zerstören das Format der Datei und machen diese unbrauchbar. Die Einstellungen selber sind in der Datei beschrieben.

Nun wird der Pi mit der SD-Karte gebootet. Die folgenden Schritte können direkt am Pi oder über Putty ausgeführt werden. Der Pi wird über octopi.local oder die IP des Pi‘s erreicht. Die Anmeldung erfolgt über die Standard-Anmeldung von Raspbian User:pi und Paßwort: raspberry. Da in diesem Moment noch das englische Tastaturlayout eingestellt ist sind y und z vertauscht!

Auf der Seite von OctoPi sind hier folgend einige Schritte einfach weggelassen worden. Zunächst verschaffen wir uns mit sudo –i root-Rechte. Mit raspi-config stellen wir auf deutsche Ländereinstellungen und Tastaturlayout um. Wenn Ihr mehr als einen OctoPi im Netz betreibt ändert den Netzwerknamen. Hier kann auch gleich ein neues Passwort vergeben werden und der Punkt passwd entfällt. Wer die Raspi-Cam verwendet schaltet diese im Hardware-Menu zu. Im Moment ist das aktuelle Betriebssystem installiert und die Befehle apt-get update und apt-get upgrade sind nicht erforderlich. Damit ist die Vorbereitung abgeschlossen.

OctoPi sollte nun über den Browser erreichbar sein. Wenn in raspi-config nicht geändert ist er unter octopi.local erreichbar und fordert zur Vergabe eines Benutzernamen und Passwort auf. Das ist die Anmeldung für OctoPi und nicht für den Raspi. Danach fordert OctoPi zur Grundeinrichtung auf. Wenige Schritte und die Grundeinstellungen sind erledigt. Wenn der Druckerhersteller wie beim Ender-3 ein passendes Cura-Profil beigelegt hat geht alles fast von selbst. Endlich ist OctoPi bereit bietet aber noch unzählige Einstell- und Erweiterungsmöglichkeiten. Unter dem Werkzeugsymbol oben verbergen sich die Einstellungen und die Möglichkeit auf Deutsch umzustellen. Unter den PlugIns gibt es jede Menge Erweiterungen. Nicht jede Erweiterung ist für jeden Drucker sinnvoll.

 

2 Kommentare

  • Hab’s grad auf meinem PI3+ installiert.
    Es funktioniert deutlich stabiler als meine letzte Version 0.14.

    Gleich genutzt für ein PID-Autotuning des X5S.
    Verbindungsaufbau zum Drucker mit „auto“-Config ist problemlos.
    Der Terminal-Dialog endet mit:
    Recv: #define DEFAULT_Kp 25.84
    Recv: #define DEFAULT_Ki 1.92
    Recv: #define DEFAULT_Kd 87.00
    Recv: Resend: 3
    Printer requested line 3 but no sufficient history is available, can’t resend
    Recv: ok
    Recv: ok

    Dann ist die Verbindung zum Drucker weg, lässt sich über „Verbinden“ aber wieder herstellen.

    • So einen echten Unterschied zur Version 0.14 konnte ich bislang mit dem Zero nicht feststellen. Einzig der Filamentsensor will nicht mehr. Wenn ich das richtig lese will der jetzt keinen mechanischen Schalter mehr. Das find ich etwas doof! Das BLTouch-PlugIn möchte ich mal noch ausprobieren. Dazu muß ich aber erst des Sensor irgend wo bestellen. Dann könnte ich auch den Ender-3, CR-10 oder X5S damit nachrüsten.

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