LONGER Orange 30

Im Test hier der Longer ORANGE 30

Ein weiterer Drucker der zeigen muss was er kann.
Wie schlägt er sich im Alltag?  Was macht er anders?

Lohnt sich der Kauf des Druckers?

Der Test wird es zeigen…

Updates immer am Ende. 😉

Lieferumfang:

Beim Start steht ein Karton aus stabiler Pappe vor einem.
Der Drucker selbst ist sehr gut in Schaumstoff verpackt.

In kleinen Fächern befinden sich alle nötigen Teile für den Drucker stoßfest verpackt.

Da finden sich folgende Dinge: (von links nach rechts)

  • ein Spachtel, sehr scharf angeschliffen, gefällt mir!
  • 4 kleine Eckverbinder?!
  • einTütchen mit Werkzeug, Handschuhen, einem USB-Stick, drei Gummibändern?!, einer Kurzanleitung und 5 Spielkarten?!
  • der Drucker selbst mit installiertem Tank
  • die Druckplattform
  • ein 72W Netzteil

Aber wo ist die Haube?  Kommt der Drucker etwa ohne Haube?
Äh nein…. und jetzt kommt mein persönlicher HASSGRUND schon beim ersten Start mit dem Longer30.
Die Haube, zu sehen auf dem Foto oben rechts unter dem Netzteil, kommt als Bausatz. Ja richtig gelesen. BAUSATZ! Mit den 4 kleinen Eckverbindern, drei Gummibändern und etwa 30 Minuten Gefummel die Papierfolie abzuziehen, muss man jetzt das Klappergerüst in unter 15 Minuten zusammenbauen. Dann ist man schon richtig gut…. Fixiert wird alles mit drei Gummibändern, die auch gleich reißen, wenn man sie an der scharfen Seitenkante der Haube entlang schrubbert. Die Kurzanleitung weißt immerhin darauf hin, dass man das nicht machen soll…

WER bitte denkt sich sowas aus??? 

Liebe Leute von longer3d.com, so eine fertige Haube, wie sie die Wettbewerber mitliefern, kann nicht so viel teurer sein als euer Kistenhaubenbausatz. Nehmt von mir aus 5 Taler mehr Geld, aber liefert bitte eine fertige Haube mit.
Hinzu kommt: Besonders dicht, was Gerüche angeht, ist diese Bastelhaube bestimmt so auch nicht, na hoffen wir mal das sie wenigstens UV-Licht-dicht ist. Mir gefällt aber die orange Farbe sehr gut. Zudem kann man klar und deutlich durch die Scheiben schauen, wenn man es geschafft hat beidseitig von allen Seiten die Folie abzuziehen….

 

Technische Daten:

  • Gesamtgröße: Breite: 200mm – Tiefe:  200mm – Höhe: 385mm
  • Bauraum: 120x68x170mm
  • Gewicht:  (handlich, ich setz ihn jetzt nicht auf eine Waage)
  • Gehäuse komplett aus Metall
  • Linearschine mit einer Laufkatze als Z-Achse, Hersteller unbekannt.
  • UV-Matrix! mit (muss ich noch zählen) UV-LEDs
  • kleines Touchdisplay (völlig ausreichend und gleich dem Photon S)
  • UV-Display: 2560×1440 Pixel, ergibt 0.047µm
  • Systemsoftware: Eigenentwicklung von Longer3d.com –  Version: OR30V2.1.1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Da steht er nun, fertig aufgebaut und wartend auf seinen Einsatz.

Ein massiver Tank aus Aluminium/Stahl? gehört mit zum Lieferumfang, befestigt wird er mit zwei griffigen Rändelschrauben. An meinem Tank fehlte unten rechts eine Schraube, zum Glück hatte ich noch eine, da nichts schlimmer ist als ein auslaufender oder undichter Tank!

Achtet unbedingt drauf das am Tank keine Schrauben fehlen und selbige auch festgezogen sind! Der Tank selbst ist in Sandwichbauweise ausgeführt. Wie gut sich die FEP-Folie wechseln lässt, muss sich noch zeigen. Vom Aussehen her wirkt er, dank seiner sichtbaren Schweißnähte, ein wenig ‚rustikal‘. Er funktioniert tadellos so!  Eine Füllstandsmarkierung konnte ich im Tank allerdings nicht ausfindig machen. Das ist auch kein muss, eher ein Hilfsmittel und damit ein ’nice to have‘.

Der Druckteller besteht aus einer sich rau anfühlenden und schräg gefrästen Aluminiumplatte. Gehalten wird die gesamte Konstruktion von zwei U-Blechen. Der einfache Aufbau gefällt mir, auch vom wirklich leichten Gewicht her und seiner total einfachen Konstruktion.

 

Benutzung und Bedienung:

Nach dem Leveln, das läuft ab wie bei den Wettbewerbsdruckern auch, kann Resin in den Tank gegeben werden. Anschließend lässt sich der mitgelieferte USB-Stick, der gut befüllt ist, in den Drucker einstecken.  Es befinden sich einige Testdrucke auf dem Stick. Alle tragen die Endung:  .lgs30  

Der Stick selbst liefert eine Unmenge an Dateien und Daten in Form von Videos, Anleitungen, Druckmodellen und auch Software mit. So etwas kenne ich sonst eher weniger von anderen Druckern. Hier hat sich der Hersteller viel Mühe gemacht ordentlich was an Informationen mitzuliefern.

Eine Besonderheit des Druckers ist, damit der Longer30 die Druckdateien auf dem Stick findet, müssen diese IMMER in einem Unterordner liegen dessen Name genau: longer3d heißen muss. Siehe Bild oben. Ansonsten sagt er das er keine Druckprogramme finden kann.

Longer3d.com liefert auch einen eigenen Slicer für Win/Mac mit dem Namen ‚Longerware‘ mit. Diesen Slicer verwende ich auch, gleichzeitig gibt es auch eine spezielle Konfigurationsdatei für Chitubox um lgs30 Dateien direkt erzeugen zu können. Somit muss nicht zwingend der mitgelieferte Slicer verwendet werden! Das ist sehr flexibel und ich empfinde das als klaren Pluspunkt!

Longerware bietet eine Besonderheit an, der Slicer selbst kann Fehler in der Druckdatei finden und diese direkt ausbügeln. Das kenne ich von anderen Slicern so auch nicht, dafür benötige ich meist weitere Zusatzprogramme.

Nett!  🙂  Die Bedienung ist am Anfang etwas ungewohnt, oben links befindet sich eine Art Arbeitsliste, die Schritt für Schritt bis zur fertigen Druckdatei abgearbeitet wird.

 

Bedienung des Druckers:

Das kleine Touchdisplay lässt sich treffsicher bedienen. Selbst mit meinen nicht gerade filigranen Fingern habe ich kein Problem damit die Symbole zu treffen.

Schön gelöst ist die Variante den Tisch abzusenken und anzuheben. Hier lässt sich ein Wert von 50mm Hubhöhe auswählen und der Tisch fährt dann auch 50mm hoch. Das vermisse ich bei anderen Druckern oft, da diese meist nur max. 10mm anbieten.

Klasse umgesetzt longer3d.com!  
Neben dem 50mm Hub gibt es beim Longer30 noch etwas, das ich so auch bei anderen Druckern noch nicht gesehen habe: Es gibt oben in der Z-Achse einen mechanischen Endstop für OT (oberer Totpunkt).  Bei UT (unterer Totpunkt) ist es ein optischer Endstop.

 

Die Idee finde ich gut, sie verhindert das der Druckteller zu hoch fahren kann, das bedeutet aber auch: Es kann eine zusätzliche Fehlerquelle geben, falls der Mikroschalter mal defekt sein sollte.

Das UV-Display und die UV-Matrix lassen sich auch beim Longer30 testen.

 

Hier fällt sofort ein weiterer Punkt auf, den ich bei anderen Druckern so auch nicht kenne.

Eine Temperaturanzeige überwacht die UV-Matrix.

Wird die Matrix zu warm, geht der Longer30 auf Pause und wartet bis die Matrix abgekühlt ist und druckt dann erst weiter. In meinen Versuchen zeigte sich, dass die normale Arbeitstemperatur der Matrix bei 30°C liegt.

Auch hier warnt der Longer beim Lichttest davor erst zu prüfen ob kein Resin im Tank ist oder besser noch das überhaupt erst kein Tank eingelegt ist.

 

Diese Art der Warnungen finde ich sehr gut gelöst. Lieber einmal mehr hinschauen, als den Drucker, die FEP-Folie oder Resin zu verschwenden!

 

 

 

 

 

 

Wurde eine Druckdatei ausgesucht und auch ausgewählt, so bekommt man zugleich eine Vorschau mit allen relevanten Daten zu sehen.

 

Neben der Vorschau des Ausdrucks bekommt man die Dateigröße und auch das Erstellungsdatum der Datei sowie die Druckzeit angezeigt.

Was leider fehlt, bzw. ich auch nicht gefunden habe, es lassen sich keine Parameter nachträglich anpassen. Wettbewerbsdrucker gestatten es die Belichtungszeiten anzupassen und das sogar beim gerade laufenden Druck. Das geht hier nicht und das finde ich etwas schade, denn da gehört jetzt viel Glück dazu das der Ausdruck mit dem gerade verwendeten Resin auch gelingt.

 

 

Beim Druck selbst werden auch alle relevanten Informationen angezeigt. Gesamtdruckzeit, Restlaufzeit, gedruckter Layer, Temperatur der Matrix sowie den Status: hier Printing für einen gerade laufenden Druck.

Schade finde ich, der Longer30 zeigt nur das fertige Modell an und keine Schichten die gerade gedruckt werden. Ich selbst finde das nicht schlimm, weil das Bild der gerade gedruckten Schicht mir eh nicht viel sagen kann, es ist aber schon ungewohnt so. Da könnte Longer3d.com etwas nacharbeiten.

Was nervt?

Leider habe ich aber einen Punkt, neben der einmaligen Bastelhaube, der so richtig nervt. Der Pausemodus! Pause ist beim Longer30 Pause. Der bleibt einfach stehen. Genauso auch der Druckteller. Auch der bleibt einfach stehen wo er ist, nämlich im Tank. Das ist ja okay, nur fährt er den Druckteller nicht hoch um zu schauen ob was am Teller hängt oder ob man gerade Luftschlösser druckt.
Da muss es ein Update geben! Ich kann nicht 400 Layer aka 2 Stunden warten, um dann zu sehen (vorher geht ja nicht, man sieht nichts im oder durch den Tank): „OH, hält nicht am Druckteller, dafür schön an der Folie die dann nach zwei Stunden vielleicht auch schon Schrott ist.“

Lautstärke:  Der Longer30 ist recht leise. Zwar hört man den Lüfter im Inneren deutlich, er ist aber leiser als die A380-Dauerfeuer-Turbine des Mars. Beim Druck selbst hört man den Longer30 und seine Z-Bewegungen kaum. Eigentlich überhaupt nicht. Er ist somit eines der leiseren Geräte.

 

Ausdrucke: 

Beeindruckend. Ganz einfach. Hier gibt es nichts auszusetzen. Die UV-Matrix und das 2K Display liefern 1a Arbeit ab. Glatte Konturen und scharfe Kanten.

 

 

Fazit:

Der Drucker macht fast alles richtig, hätte er keine Bausatzhaube und würde er nicht bei der Pausefunktion patzen, wäre ein Platz auf den oberen Rängen drin. Die Pausefunktion sollte per Update nachgeliefert werden, denn diese Funktion ist wirklich wichtig und nützlich! Bei allen anderen Funktionen vollbringt der Longer30 unkompliziert seine Arbeit. Der mitgelieferte Slicer ist gut, eine Alternative mit Chitubox jederzeit möglich und auch die mitgelieferten Informationen sind sehr gut zu gebrauchen. Bleibt noch die Auflösung der Spielkarten vom Lieferumfang. 🙂
Diese sollen und können a) als Levelhilfe dienen und zudem lässt sich damit das Restresin vom Druckteller abschieben.

Zuletzt die Frage: Würde ich mir den Drucker kaufen?

Ja! Aber nur wenn die Pausefunktion mit Anhebung des Drucktellers realisiert wird. Dann verdränge ich auch den Haubenbauer in mir….

 

Derzeit kostet der Longer Orange 30 im Kaufhaus mit mehr Zubehör: 309€.  Ja, es gibt dann 250ml Resin dabei. 🙂 Das ist für eine Linearschine und besonders für eine UV-Matrix ein guter Preis!

 

Updates:
29.04.20 – Beeindruckt bin ich weiterhin von der Qualität der Ausdrucke!
Der Longer30 mit seiner eigenen Firmware macht einiges anders. Er senkt und hebt den Druckteller in mehreren Stufen in seiner Geschwindigkeit. Dabei fährt er noch sanfter an die Folie heran, als es der Photon S schon macht, wartet dann und belichtet. Gleiches beim Heben der Plattform, er wartet und zieht sie dann gaaaaanz sanft hoch. Ich verlinke dazu noch ein laufendes Video das den Druckteller zeigt.

Link zum Video auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=bDCkZTCOA_w

 

10.05.20 – Für den Deckel hat wer zwei passende Rahmen gebaut, einen für unten und einen Einlegedeckel für oben. Habe ich mir ausgedruckt aus PLA und angeklebt. Damit ist die Haube insgesamt stabiler, somit ist das eine nützliche Sache. 🙂
https://www.thingiverse.com/thing:4346394

Resintankdeckel, um das Resin noch besser vor Licht zu schützen, wenn nicht gedruckt wird: https://www.thingiverse.com/thing:3987664

Schraubenhalter, um sie leichter drehen zu können: https://www.thingiverse.com/thing:4314896

 

Nachtrag:

von TTx380.

 

Ich kann noch ein paar technische Details hinzufügen.

An der Z-Spindel ist eine Anti Backlash Mutter verbaut.

 

Die Innereien:

Vor dem öffnen des Gehäuses, ist unbedingt das Kabel vom LCD-Display zu trennen, sonst kann es abgerissen werden.

Dazu den kleinen Deckel am Boden abnehmen. Danach die Sicherung vom Stecker abschrauben, dann kann der Stecker abgenommen werde.

Danach sind oben die 6 Schrauben vom Oberteil abzuschrauben, dann kann die Plattform inkl. der Z-Achse abgehoben werden. Das Oberteil bleibt dabei mit den Kabel für Endschalter, Z-Motor, und UV-Matrix verbunden

Bei den Stecker hat Longer eine gummiartige rote Schraubensicherung verwendet, Leider läuft das Zeug beim Auftragen in die Stecker rein, und ist sehr schlecht zu entfernen. Die Stecker sind dadurch nicht einfach abzunehmen.

Im inneren befindet sich das 2teilige Mainboard (1+2), das Controlboard (3) für das LCD-Display mit Adapterplatine (4), das Touchdisplay (5), und der Lüfter für die UV-Matrix.

Auf Teil 1 vom Mainboard sitzt die MCU, die Anschlüße (LCD, Netzwerk, USB) und ein Micro SD-Kartenleser. Die MCU ist mit einem Kühlkörper versehen, und kann deshalb nicht identifiziert werden. Im Kartenleser steckt eine 16 Gb SD-Karte von Sandisc mit der Firmware. Ohne die Karte startet der Drucker nicht, er zeigt nur ein weißes Display an der Front. Die Karte ist Windows inkompatibel formatiert. Wollte mir mal ansehen, was da drauf ist, aber Windows wollte sie nur formatieren. Das sollte man tunlichst ablehnen, vermeiden. Folge wäre ein unhandlicher Briefbeschwerer. Diese etwas seltsame Bauart ist wohl auch der Grund, warum Longer keine Firmware zum download anbietet. Der Netzwerk Anschluß ist derzeit leider ohne Funktion. Wäre schön, wenn sich da mal jemand die Arbeit machen würde, den nutzbar zu machen.

Auf dem Teil 2 vom Mainboard, der senkrecht auf Teil 1 gesteckt ist, ist die Steuerung der UV-Matrix (inkl. Stromversorgung), die Motorsteuerung, Lüftersteuerung, der Anschluß für das Touchdisplay, und die Überwachung der Endschalter untergebracht.

Das Controlboard vom LCD-Display ist mit einem HDMI Kabel zum Mainboard (1) verbunden. Vom Mainboard (2) erhält es über einen Micro USB Stecker die Stromversorgung. Über ein breites Flachbandkabel ist daran die Adapterplatine für das LCD-Display angeschlossen.

 

Test von UV-Matrix und LCD-Display:

Eine weiter Besonderheit zeigt sich im (kargen) Bedienmenü. Um die UV-Matrix und das LCD-Display zu testen muß man auf das ausgegraute „Off“ drücken, dann wird die Matrix eingeschaltet, und das Display auf weiß. Die einzelnen UV LED’s sind gut sichtbar. Drückt man auf das ausgegraute „bk“, wird das Display auf schwarz geschaltet, die UV-LED’s sind nur noch schemenhaft sichtbar. Ausgeschaltet wird über den hellen „on“ Schalter.

 

 

 

 

18 Kommentare

  • Ja, leider nicht viel neues im Resin Druck. Ich warte auf etwas mit mehr Bauraum Größe und höherer Auflösung. Da ich im Moment viel für den Modellbau in 1/35 drucke, kommt der Photon schon so langsam an seine Grenzen wenn man Teile von 2x4mm druckt, die auch noch Details beinhalten, wie Mutten, Schrauben oder Klemmverschlüsse.

    • Größere Drucker haben bis dato das Manko, dass sie eine noch schlechtere Auflösung haben. Die 120x65mm reichen mir in gut 80% aller Fälle aus, richtig gut wäre es, wenn die 2K Displays durch ihre 4K Version ersetzt würden. Problem dabei ist auch die Datenmenge, die dann deutlich ansteigt und damit die jetzigen Mainboards schon in Grenzen zwingt, allgemein sollte ein Raspberry Pi 4 mit 4GB RAM sowas hinbekommen. Der Orange30 hat auch zwei Platinen drin, das Mainboard hängt per HDMI Kabel am Display dran. Sowas sollte mit einem Raspi 4 und 4K Display auch klappen…..

    • Demnächst kommt der Flashforge Explorer Max raus-da geht was!

  • Alter Mann

    Hi,

    vielen Dank für das Review.
    Mein Interesse an einen Resin Drucker steigt.
    Insbesondere durch das Elegoo Resin das man mit Wasser abwaschen kann.
    Hat da schon wer Erfahrungen mit gesammelt?
    Beim Drucker selber bin ich noch sehr unschlüssig welcher es werden soll.
    Preislich verlocken ist der Mars…beim Photon habe ich bedenken wegen dem festen Gehäuse..
    ob diese meinen dicken Griffeln nicht im Weg ist.

    Gruß

    • Das Resin haben schon viele probiert. Funktioniert, ob es jetzt wegen dem mit Wasser abwaschbar gesünder ist, mag ich jetzt etwas anzweifeln. Vielleicht noch etwas warten, der Mars Pro ist im Anflug, er würde den Longer30 schlagen, weil er meine Kritikpunkte nicht hat. Wobei, der Longer30 ist okay, weil er wirklich sehr, sehr gut drucken kann. Da muss er sich auf keinen Fall verstecken!
      Ich hab den Photon S auch noch, der hat auch ein Gehäuse und meine Finger sind auch alles andere als filigran. Das geht alles, man muss nur den Tank festschrauben, das ist eigentlich alles was ggf etwas eng sein kann. Aber der Photon S spielt auch preislich noch eine andere Liga an. Mit dem jetzigen Mars kann man nichts verkehrt machen. Auch der druckt sehr gut!

      • Alter Mann

        Ob das Wasser Resin gesünder ist, war/ist nicht mein Gedanke.
        Ich dachte eher daran das der Umgang damit einfacher und auf dauer
        auch günstiger ist.
        Da das Hantieren mit dem Isoprop dann ja weg fällt.
        Das Entsorgungsproblem bleibt ja bestehen.
        Aber ja, den Mars Pro warte ich erst ab und schaue mir an was der kann.
        Und ob der Mehrpreis zum normalen es Wert ist.

        • Wo ist das Problem mit dem IPA? Das ist ein Alkohol, welcher größtenteils in Desinfektionsmittel vor kommt und sich manche Masken-selber-Drucker alle 2 Min auf die Hände sprühen…
          Das kontaminierte Wasser ist mindestens genau so schwierig zu entsorgen, wie das IPA.

          • Alter Mann

            Das ist mir klar, wir haben schon vor 30 Jahren unser Desinfektionsmittel
            selber hergestellt bzw. gemischt.

            Ein Problem was ich derzeit damit habe ist diese Preistreiberei.
            Vor Corona habe ich kapp 5€ pro Liter gezahlt, jetzt sollen es 20-30€
            sein. Sofern überhaupt was lieferbar ist und man nicht über den Tisch gezogen wird.
            Weil derzeit gerne Ware angeboten und verkauft wird die gar nicht existiert.
            Und wenn man eifrig Resin druckt wird man auch reichlich von dem Zeugs benötigen.
            Abgesehen davon bin ich einfach nicht mehr gewillt damit herumzuhantieren.
            Aber das kann ja jeder machen wie er will.
            Für das Resinwasser steht schon ein leeres Ölfaß im Garten.
            Das kommt das rein und da kann das Wasser verdunsten.
            Und bis die 200L dann mal voll mit Resinreste sind…^^

            • Wasserwaschbares Resin ist aber auch eher teuer….
              Ich nehme Brennspiritus zum Reinigen, kostet der Liter so 2 Taler und funktioniert auch. Mittlerweile kostet ja 1L Isop mehr als 1L Resin….

              • Das mit dem IPA ist nicht ganz richtig. Wer suchet, der findet. Ich habe letzte Woche erst 6L für 30€ gekauft. Das ist teurer als normal (sonst habe ich immer 20€ bezahlt) aber der Preis ist gerade noch ok. Zugegeben-ich habe einige Wochen auf so ein Angebot warten müssen-die 20-50€/Liter Angebote kenne ich auch.

                Etwas IPA wirst du trotzdem benötigen, um die Bauplattform fett(Finger)frei zu bekommen, um die Haftung zu optimieren.

                • Alter Mann

                  Joh,
                  das ist wohl richtig.
                  Noch habe ich ja keinen „Stinker“.
                  Und ich habe die Hoffnung das die Preise sich
                  irgendwann wieder einkriegen….wenn die Hersteller
                  dann auch ihre Produktionen umgestellt/erweitert, und der
                  Warentransport, gerade aus China, wieder normal läuft.
                  Bei Angeboten zuschlagen…das hat ein bisschen was von Klopapier hamstern…und sowas mag ich überhaupt nicht…^^
                  Obwohl ich natürlich auch gerne spare.
                  Derzeit reinige ich meine Druckbetten mit billigem
                  Glasreiniger.
                  Geht wunderbar.
                  Allerdings drucke ich auch nur PLA direkt auf FR4.

                  Nach Brennspiritus habe ich hier schon in bestimmt 6 Läden samt Baumarkt
                  gesucht…nix…nada….ausverkauft.
                  Die kläglichen Reste haben sich sicher die Grillfreunde unter den Nagel gerissen.
                  😀

                  • Das Grill mit Spiritus anheizen ist mir wieder nix. Dauert lange und kann ebenfalls Giftstoffe in die Nahrung transportieren. Ich nehme einen Gas Brenner.
                    Mit Glasreiniger habe ich beim FDM Druck schon schlechte Erfahrungen gemacht. Ich habe damals auf Borositalglas gedruckt-das war bisschen ne Diva, was die Haftung anging. Zuerst hatte es mit Glasreiniger gut funktioniert, dann war der alle und ich habe Glasreiniger eines anderen Herstellers verwendet, mit dem Ergebnis: nichts ging mehr. Da bin ich auf Bremsenreiniger umgestiegen. Jetzt, wo ich einen Muffel-Drucker habe, nehme ich IPA. Und zusätzlich Drucke ich FDM nicht mehr auf Borositalglas, sodern Buildtak oder Carbon.

                    • Bei Glasreiniger muss man etwas auf die Zutatenliste achten. Oftmals enthält Glasreiniger gerne auch Glycerin und das schmiert irgendwann wie Öl. Gut sind 250ml Wasser, darauf 250ml Spiritus (Bio-Ethanol ist sehr gut) und 3 Teelöffel Apfelessig. Damit löst man Fett und Kalk vom Bett.
                      Nur halt nicht zu viel nehmen, Spiritus etc. greift gerne auch Kunststoff- und Holzoberflächen an.

  • Mir scheint das Leveling auch ein Patzer zu sein? Muss man tatsächlich die 4 Imbus Schrauben lockern, um das Bett zu Leveln? Da ist Anycubic und andere Mitbewerber aber ebenfalls weiter.

    • Ja, aber das ist kein Problem. Wenigstens sind es keine fummeligen Madenschrauben und das Bett bleibt auch parallel zum Display ohne sich zu verdrehen. Mir gefällt die einfache und funktionale Plattform richtig gut.

  • Ich möchte mal Mäuschen spielen und die Druckerfarm besuchen…
    Für den Preis kann man wohl nicht meckern. So gewaltige Unterschiede sind da in der Preisklasse wohl auch nicht zu erwarten. Da sind es die Details welche den Unterschied machen. Gut, daß wir einen Spezi haben! Danke für den Bericht!

    • 😀 Danke! Es stimmt, zur Zeit gibt es nicht so viel neue Drucker. Auch nicht im Resinbereich. Dieser hier ist trotzdem eine gute Wahl, naja bis auf die Pausefunktion.

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