Flying Bear Ghost 6

Angespitzt durch die Community mit dem Hinweis darauf, dass es neue Druckermodelle von Flying Bear gibt und auch der Tatsache geschuldet, dass ich selbst einen Flying Bear Ghost 5 besitze, den ich hier getestet habe: Flying Bear Ghost 5 und den den ich sehr gerne benutze, habe ich ich mir den Flying Bear Ghost 6 und den neuen Reborn 2 bestellt. Selbstverständlich gibts es dazu einen Test.

Den Flying Bear Ghost 6 habe ich von eigenem Geld gekauft, da wir sehr schwer an Testgeräte von Flying Bear herankommen. Ursprünglich konnte man die Geräte überwiegend nur für den russischen Markt kaufen, da Flying Bear dort einen ähnlichen Stellenwert hat, wie hier Creality.

Ab und an gab es die Geräte bei AliExpress, wo ich damals auch den Ghost 5 her hatte.

Aktuell verkauft Flying Bear direkt aus eigenem Shop und auch aus EU Lager.

Flying Bear Ghost 6 inkl. freier Lieferung aus EU Lager für $329

Mit aktuellem Wechselkurs, Versandversicherung und EU Serviceoption habe ich 351,38 EUR gezahlt. Das ist im Vergleich zu dem im März 2021 für 294,94EUR gekauften Ghost 5 immer noch ein sehr guter Preis für ein Modellupgrade und den gerade vorherrschenden Preisen für Elektronik aus China.

Spezifikation

Der Herstellerseite entnommen. Wie eh und je keine Wunder der Technik und auch in Gänze keine Unterschiede zu jedem anderen Drucker dieser Klasse. Eigentlich könnte man diesen Teil auch weglassen und ein Datenblatt für ALLE Drucker machen.

Lieferumfang

Während der Ghost 5 noch als Bausatz kam, ist der Ghost 6 nun zu 99% vormontiert und kommt in einem Umkarton, der den Drucker gut und sicher aufnimmt. So gut und sicher, dass es fast zwei Leute oder mindestens noch die eigenen Füße benötigt, den Drucker aus dem Karton zu bekommen. Er ist mehr als ausreichend außen und innen gepolstert um Versandschäden effektiv vorzubeugen. Der Innenraum beherbergt in der Schaumstoffpolsterung ebenfalls die noch zu montierenden Teile und das mitgelieferte Zubehör.

Mit dabei gibt es ein paar Spareparts, eine kleine Rolle Filament, Werkzeug und sonst nichts Aufregendes.

Montage

Viel zu montieren gibt es nicht. Uwe hat schon gesagt: „Laaaangweilig!“
Ich hingegen bin mittlerweile soweit, dass ich nicht mehr unbedingt einen Bausatz a la Prusa brauche.

Man muss hier lediglich den Feeder montieren und anschließen, die Tür mit vier Schrauben anbringen und den Filamentsensor sowie den Filamenthalter an der Gehäuseaußenseite festschrauben. Das war es. Mit Lesen des Handbuchs, dem heraussuchen der Schrauben und vielleicht zwei bis dreimal trocken anhalten um zu schauen wie was montiert wird, ist man damit eigentlich in 5 Minuten durch.

Danach ist der Drucker für die Ersteinrichtung bereit.

Ausstattung und Aufbau

Der eigentliche Druckeraufbau des Ghost 6 ist wohl der größte Unterschied zu seinem Vorgänger. Der Ghost 6 kommt als CoreXY Aufbau. Ich selbst besitze neben dem Ghost 6 nur noch einen Sapphire Plus, der ebenfalls einen CoreXY Aufbau hat. Der Ghost 5, wie auch alle meine anderen Würfel folgen dem MakerBot Prinzip. Ich selbst kann qualitativ keine Unterschiede feststellen. Es mag sein, dass ein CoreXY grundsätzlich eher in der Lage ist, schneller zu drucken, da er Leerfahrten mit deutlich höherer Geschwindigkeit und höherer Präzision meistert. Verfechter dieses Aufbaus werden sicherlich mehr Argumente für einen CoreXY Aufbau haben, als ich sie hervorbringen kann. Und letztlich scheint es auch für Flying Bear einen triftigen Grund gegeben zu haben, den Ghost 6 damit auszustatten. Ich sag mal: Passt soweit!

Flying Bear hat sich ebenfalls entschlossen die Bowdenzuführung, wie sie beim Ghost 5 noch verbaut war, aufzugeben und hat dem Ghost 6 einen DirectExtruder spendiert. Der Feeder ist ein DualGear Eigenkonstrukt, aufgesetzt auf dem vom Ghost 5 bereits bekannten V5 ähnlichen Hotend.

Maximaltemperatur 260°C eher weniger, da hier ein Bore 4.1 Heatbreak verbaut ist mit TeflonTube bis zur Düse. Der gesamte Druckkopf ist auch eher eigenwillig konstruiert. Hotendabdeckung, Lüfteraufnahmen und Lüfterdüsen für die Bauteilkühlung sind fast aus einem Teil gegossen und die Aufnahme des Hotends, sowie die Montage des Druckkopfes am Schlitten wirken als wenn sie lose zusammengesetzt nur mit Klemmwirkung und zwei Schrauben gehalten werden. Das relativiert sich etwas, wenn man den Druckkopf einmal auseinandergebaut hat, aber dennoch ist es so wie es ist nicht unbedingt meins. Aber es funktioniert.

Der Druckkopf vom Ghost 5 war bereits recht eigenwillig wie aus einem Teil, aber der war mir dennoch sympathischer. Nun, es funktioniert, aber Wartungsarbeiten sind mit viel Arbeit verbunden, da man den gesamten Kopf auseinander bauen muss.

Wo wir aber gerade beim Druckkopf sind, auch hier hat Flying Bear etwas aufgerüstet. Es gibt jetzt nicht nur einen Bauteillüfter, der von vorn wie beim Prusa MK3 pustet, sondern zwei seitlich gelagerte Pustefixe um das Bauteil von rechts und links zu kühlen. Ich hatte nichts gegen die Lösung mit einem Radiallüfter von vorn beim Ghost 5. Die war ebenfalls effektiv, jedoch musste man sich hier eine andere Düse drucken.

Die Bettauflage beim Ghost 5, eine Fake Ultrabase (Borosilikatglas Platte) ist aus meiner Sicht eine der besten Druckauflagen aus Glas, die man bei einem Drucker ab Werk bekommen kann. Das hat sich Flying Bear wohl auch gedacht und hat dem Ghost 6 exakt die gleiche Druckoberfläche wieder verpasst. Warum nicht? Kann man machen, obwohl ich mittlerweile der Meinung bin, dass Glas nicht mehr up to date ist. Die Leute wollen etwas abnehmbares. Die Wartezeit zwischen den Drucken bis die Platte komplett abgekühlt ist um das Druckobjekt ohne Schäden von der Platte abzunehmen, kann schon recht nervig sein. Aber da schaue ich ob der enorm guten Qualität drüber weg.

Das Bett ist in gut 3 Minuten bei 60°C einsatzbereit und die Wärmeverteilung ist ausreichend. Wir haben in den Ecken ca. 3°C Abweichung. Kein Grund zu meckern. Das gibt es schlimmer.

Noch erwähnenswert ist wohl, dass Flying Bear auch im Jahr 2022 immer noch entgegen dem Trend aller anderen Hersteller auf einen Leveling Sensor verzichtet. Mit gutem Recht wie ich finde. Der Ghost 6 braucht ebenso wenig wie sein Vorgänger eine solche Levelinghilfe und auch kein Mesh um das in Gänze recht plane Bett auszugleichen. Vier Levelingschrauben auf Abstand in drei Runden und gut ist. Wenn so gut ausgerichtet wie beim Ghost 5, dann brauche ich den Ghost 6 von nun an nie wieder leveln.

Etwas seltsam muten dann allerdings in diesem Zusammenhang eine Einstellmöglichkeit für den Z-Offset an. Da der Ghost 6 über einen mechanischen Z Endstopp verfügt ist dieser Z-Offset nahezu Sinn befreit. Man kann ihn nur faktisch nur ins Positive einstellen, da kleiner als Z=0 nicht geht. Endstopp im Weg! Der einzige Nutzen besteht darin ein zu enges Leveling elektronisch zu korrigieren, wobei mir da auch ein wenig die Fantasie fehlt. Zumal man beim Ghost 6 auch keine wechselnde Bettauflage hat. Dickeres Filament vielleicht als Ursache, oder relative Mondfeuchte? Keine Ahnung.

Im Bereich Elektronik finden wir ein NoName Netzteil, bei dem ich leider die Wattzahl wegen der Einbaulage nicht ablesen konnte. Ausbauen wollte ich es auch nicht. Zudem ist ein MKS Nano4 32bit Mainboard mit TMC Treibern verbaut. Alles ist sauber verkabelt und diesmal nicht als Elektronikbox unter Druckergehäuse, sondern seitlich. Mal was anderes und im ersten Augenblick hatte ich gedacht, dass es auch praktisch wäre, aber leider muss man die Seitenabdeckung nach unten herausziehen um die Elektronikbox zu öffnen, was auch wieder ein Kippen des Druckers bedingt. Aber so oft muss man da ja nicht dran. Die Einbaulage der Elektronik ist aber im wesentlichen der nun vorhandenen Fronttür geschuldet, die der Ghost 5 noch nicht hatte.

Ausgestattet ist er weiterhin mit einem „Branddetektor“. Na toll. Das ist so wie mit einem AirBag beim Auto. Man hat ihn, muss sich irgendwie drauf verlassen, aber testen ob er denn auch funktioniert, kann man nicht. Also hoffen wir mal, dass es nicht nur ein kleines Licht hinter einem dicken roten Knopf ist und im Ernstfall etwas tut, was unsere Aufmerksamkeit erregt um eingreifen zu können. Eine Kartusche mit Löschmittel habe ich zumindest nicht gefunden.

WiFi. Ja, auch das hatte der Ghost 5 bereits und nahezu jeder Drucker mit MKS Board hat auch einen WLAN Empfänger. Da ich Cura nicht nutze, kann ich leider das PlugIn nicht testen und auch so keine Einschätzung abgeben, ob die WLAN Anbindung eine sinnvolle Erweiterung ist. Mir fehlt dabei definitiv schon immer ein WebUI. Ich konnte schon mit den WLAN Funktionen der Qidis nichts anfangen, geschweige denn mit denen der MKS Boards. Obgleich ich vermute, dass es Anwender dafür gibt. Vielleicht überrede ich mich irgendwann mal zu Cura, aber momentan ist das keine Option. In Repetier bindet sich der Ghost 6 allerdings auch problemlos ein. Wobei das beim Ghost 6 auch gut umgesetzt ist, denn die Antenne klebt unter einem Ausschnitt im Blech für einen vermeintlich besseren Empfang.

Ein weiterer Punkt, der mir sehr gut gefällt ist die veränderte Filamentführung. Während beim Ghost 5 der Filamenthalter und auch der Feeder inkl. Filamentsensor noch auf der Rückseite des Druckergehäuses war, was recht unpraktisch ist, wenn der Drucker in einem Regal steht und man blind hinten das Filament einfummeln muss, ist es beim Ghost 6 nun seitlich. Trotz der kompakteren Größe des Ghost 6 gegenüber dem Ghost 5 (das Gehäuse ist tatsächlich noch etwas kleiner in seinen Abmessungen), benötigt er dadurch in der Breite natürlich deutlich mehr Platz. Diesen Fakt nehme ich aber gerne in Kauf für ein wesentlich besseres Filament-Handling.

Was nicht so schön ist, ist die nach dem Filamentsensor angedachte Führung durch ein PushFit. Da muss ich mir noch etwas einfallen lassen. Es ist nicht so eins, wo man den Bowden durchschieben kann und da es von der Richtung her verkehrt herum genutzt wird, schrappt das Filament gern unten an den scharfen Kanten entlang.

Einrichtung

Ich mag die MKS Displays. Besonders die Menüführung. Flying Bear orientiert sich nach wie vor an den wichtigsten Punkten und da ich das Menü vom Ghost 5 bereits gewohnt bin, kam ich damit auch auf Anhieb klar. Aber auch für jemanden, der das Menü zum ersten Mal sieht ist es selbsterklärend.

Zur Einrichtung ist nicht viel zu tun. Bett aufheizen, das Leveling Menü aufrufen und an vier Ecken mit mehreren Durchgängen die Bettschrauben nutzen um den optimalen Abstand mit einer sauberen Düse und einem Blatt Papier einzustellen. Fertig!

Danach sollte ein einwandfreier Druck möglich sein. Leider ist auf der SD Karte nichts weiter als ein Beispiel GCode. Es wird kein Slicer mitgeliefert, man findet kein Handbuch, kein Treiber und sonst glänzt die SD Karte auch einfach nur mit gähnender Leere.

Für den Anfänger nicht so toll. Ich habe den GCode dennoch einfach gedruckt und…..möööp.

Druckergebnisse

Qualitativ fing es mit dem Beispielcode fantastisch an. Ich habe für die Kollegen ein paar Videos gemacht von dem allerersten Druck. Die stelle ich hier auch mal zur Verfügung. Schönste erste Schicht ever. Und so schön leise ist der Drucker. Nicht mal den 5050 Lüfter an der Gehäusehinterseite zur Entlüftung kann man hören.

 

Je weiter der Druck allerdings fortschriet…fortschreitete…fortgeschritten ist… nee, fort scheiterte….verdammt richtig….er scheiterte.

Warum? Weil ich einen gravierenden Anfängerfehler gemacht habe.
Da es ein vormontierter Drucker ist und ich mich gerne auf die Montagefähigkeiten des Herstellers verlassen wollte mit dem ersten Druck, habe ich das Hotend nicht kontrolliert. Und leider war es im Gegensatz zu den letzten Druckern die ich hatte und auch völlig überraschend in Hinblick auf die erwartete Qualität der Endkontrolle durch Flying Bear nicht richtig montiert. Ärgerlicher Punktabzug. Merke: kontrolliere immer den festen Sitz der Düse und des Hotends und vertraue nicht auf den Hersteller.

Denn damit hat sich im Laufe des Drucks das Filament an der Düsenseite herausgedrückt, das Hotend versifft und den Druck mit „verkokeltem“ Filament vollgeschlabbert.

Ärgerlich, aber dennoch praktisch um es nun hier auch ausdrücklich zu erwähnen und den unnötigen Frust der Ghost 6 Neubesitzer gar nicht erst aufkommen zu lassen. Obwohl…ne kleine Ansage geht: Verdammt Flying Bear, das war so unnötig für den Gesamteindruck des sonst so tollen Ghost 6. Baut gefälligst die Hotends vernünftig zusammen. Ist doch nicht der erste Drucker den Ihr auf den Markt werft. Das ist nicht Aufgabe des Kunden.

Nachdem ich das Hotend wieder vernünftig sauber gemacht und ordentlich montiert hatte, blieb nämlich nur diese Negativerfahrung übrig. Der könnt Ihr entgehen indem Ihr einfach mit dem mitgelieferten Werkzeug die Düse im „warmen“ Zustand nochmal ein wenig festzieht. Das ist bissl tricky, da nicht so viel Platz unterm Druckkopf ist, aber mit etwas Geduld, einer Kombizange oder einem passenden Maulschlüssel um den Heizblock festzuhalten, kriegt man das hin. Im besten Fall ist es aber erst gar nicht notwendig.

Weitere Ergebnisse mit dem mitgelieferten weißen Filament (ja Alex, tut mir leid…beim Reborn habe ich dann blau auf Lager) und meinem alten Ghost 5 Profil in S3D.

Marvin in 0,12mm bei 60mm/s und Benchy in 0,2mm bei 70mm/s

Ich habe einfach mein S3D Profil vom Ghost 5 insoweit abgeändert, als dass ich lediglich die Rückzugslänge von 4.7mm auf 1mm verkürzt habe. Bowden zu DirectExtruder. Mehr nicht.

Da muss ich vielleicht bei der Betrachtung vom Benchy nochmal dran, denn es gibt minimales Stringing. Allerdings ist das echt Monieren auf hohem Niveau. Die Drucke sind einwandfrei. Und ja…ich sehe es ein…weiß ist keine Farbe für Testfotos.

Fazit

Der Ghost 6 ist wieder mal ein kleiner Glücksgriff in die große Schatulle Chinesicher Hersteller. Preislich ist er absolut im Rahmen, qualitativ liefert er out of the box gute bis sehr gute Ergebnisse mit dem geringsten Aufwand, den ich bisher an Druckern dieser Preisklasse hatte.

Wer einen Würfel bevorzugt und vielleicht auch sogar einen CoreXY anstelle der MakerBot Aufbauten priorisiert, der greift aktuell definitiv zu keinem Ender 5 in allen Ausprägungen und zu keinem seiner Klone wie dem Sovol SV05 und ähnlichen. Auch wenn da mit Levelingsensor und anderer Ausstattung geworben wird. Der Ghost 6 ist in allen Belangen ein prima Drucker zu einem absolut fairen Preis. Zudem noch voll eingehaust und mit praktischer aufspannbarer Haube sogar für Problemfilamente ohne weiteren Aufwand nutzbar. Darüber hinaus ist er wirklich sehr leise im Betrieb. Nicht fürs Schlafzimmer geeignet, aber ich schreibe gerade ohne große Lärmbelästigung an diesem Bericht und im Hintergrund schnurrt der Drucker mit aktuell vier laufenden Lüftern vor sich hin.

Ein kleiner Dämpfer ist das bei meinem Exemplar nicht richtig montierte Hotend. Das kann ein Einzelfall sein, kommt aber so auch bei vielen anderen Herstellern vor. Zugegeben, es ist lange nicht mehr passiert, aber so viele Drucker haben wir in der Zeit auch nicht getestet. Hier muss also Flying Bear definitiv nachbessern. Danach laufen sie aus meiner Sicht jedem Drucker in dieser Bauart und bis weit höheren Preisen als der Ghost 6 kostet locker den Rang ab.

 

Hier im Forum habe ich einen Thread angelegt, da man dort besser diskutieren kann als hier in den Kommentaren.

 

11 Kommentare

  • Was macht den Ghost 6 d.M.n besser als den Sovol? Würde mich freuen wenn Du das näher erläutern würdest.

    • Ihn besser zu stellen als einen Sovol SV05 käme mir nicht in den Sinn, weil das erstens auch individueller Natur in Bezug auf die Vorlieben des Käufers zurückzuführen ist und zweitens besitze ich keinen Sovol SV05 um so eine Aussage untermauern zu können.

      Einzig würde ich bei der Wahl zwischen dem Ghost 6 und Ender 5 Klonen, wie dem SV05, auf diese nicht mehr zurückgreifen. Der Ender 5 ist eigentlich als Druckermodell schon lange überholt und wird mit Ausstattungsmerkmalen die der Ghost 6 direkt mitbringt für immer mehr Geld onTop mit Bezeichnungen wie „Pro“ als Upgrade verkauft.

      Was nicht heißen soll, dass der Ender 5 und seine ganzen Klone nicht auch gut drucken würden. Wer so einen hat und damit zufrieden ist, braucht nicht wechseln.

      Nur 2022 den SV05 als fast 1:1 Kopie vom ewig alten Ender 5 Pro auf den Markt zu bringen, ist etwas einfallslos und zielt eigentlich darauf ab, möglichst viel Geld mit möglichst keinem Aufwand abzugraben. Flying Bear hat hingegen ordentlich Entwicklungsarbeit betrieben um den Ghost 6 deutlich vom Ghost 5 abzuheben. Wenn sie gehandelt hätten wie Sovol, wäre der Ghost 6 als exakte Kopie des Ghost 5 gekommen und hätte mit minimalster Änderung (z. B. anderes Mainboard) nur nen anderen Namen bekommen.

      • Ich kann das Review wieder und wieder lesen aber ich komme nicht drauf wo der Ghost etwas bahnbrechend neues mitbringt das auch schon nicht immer da war und den Sv05/Ender 5 austicht. Bzw wirklich bahnbrechend besser als der Ghost 5 ist

        -Noname Netzteil (Vielleicht dafür die schicke Feuerlampe?)
        -Probleme beim Hotend
        -kein ABL
        -kein Handbuch

        Irgendwie wirkt es schnell zusammengeschustert.

        • Es geht gar nicht um bahnbrechend Neues. Zumindest nicht, wenn es einem werbetechnisch verkauft wird und man altes aufgewärmtes Zeug kriegt wie beim Sovol SV05, oder wenn Creality den Ender 5 selbst wieder aufwärmt.

          Der Ghost 6 ist ein ehrlicher Drucker, der nicht mehr verspricht, als er auch hält. Und das zu einem Preis, der angemessen ist. Und er ist kein Ender 5 Klon.

          Mit dem Hintergrund kann man sich bei den ganzen anderen auf dem Ender 3 oder CR10 Prinzip aufgebauten Druckern ja auch fragen, was die 1.000ste Kopie mit anderem Namen so bringen soll?

          Was hättest Du denn als bahnbrechend Neues so bezeichnet? Für mich sind fast alle Drucker ein Einheitsbrei. Einer wie der andere und die Hersteller glauben, sie würden mit nem Sensor oder nem Klickibunti Display irgendwas besser machen, als der ursprüngliche Ender 3 oder CR10 schon konnten.

          Da stechen solche Geräte wie ein Kywoo Tycoon oder auch jetzt der Ghost 6 schon raus.
          Sag mir doch mal in der Baugrösse einen CoreXY Würfel. Gerne auch in größer. Mehr als die beiden Sapphire Modelle fallen mir spontan nicht ein.

  • Hast du einen Tipp zur Pflege von dem Glasbett?

    Grüße

    • Immer abkühlen lassen, bevor man den Druck runter nimmt. Der sollte eigentlich von allein abgehen. Nicht mit nem Spachtel dran. Wenn nur einen aus Plastik. Dann nicht mit ISO reinigen. Staubtuch und notfalls Wasser mit bissl Spüli auf nem Microfasertuch.

  • Danke fürs Vorstellen.
    Unabhängig davon ob der taugt oder nicht.
    Drucker müssen mich auch visuell ansprechen.
    Ich mag den optisch irgendwie nicht.
    Die Tür nicht in der Mitte, und dieser
    „ALERT! CONDITION RED“
    Knopf….^^
    Da hat mir der Ghost 5 besser gefallen.

  • Hi David, super Testbericht! Den Ghost 6 „müsste“ ich auch gerne unbedingt haben wollen möchten aber nicht können weil nur dürfen wenn andere Drucker sich entfernen. 😉 Schaun wir mal…….

  • Hihi! Fehlt nur noch der Dauernörgler aus dem Spam-Ordner.

    Das „Laaaangweilig!“ war doch ironisch gemeint und bezog sich auf den „defekten“ Ender-6 von 3DJake bei mir. Der läuft nun auch wieder und wenn ich nen Drucker kaufe, muß der nicht unbedingt defekt sein!

    Danke für den netten Bericht!

  • wow super Testbericht – danke! Ich hatte damals übrigens den Kommentar mit Hinweis auf Ghost 6 geschrieben
    Werde mir den Ghost 6 nun auch holen oder den o.g. Reborn 2 ..hmm

  • Wow, das ging ja jetzt flott!

    Da konnte wohl jemand nicht schlafen gehen, bevor der Bericht nicht ganz fertig war.

    Hört sich schon mal gut an, bin gespannt auf meinen Reborn 2 von Flying Bear, der die nächsten Tage eintreffen sollte.

    Ja, ich mag keine weißen Testdrucke weil die schlecht zu fotografieren sind und dadurch problematische Stellen unbeabsichtigt vertuscht werden.

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