Simplify3D – das Ende der kostenlosen Upgrades

Simplify3D will wohl noch dieses Jahr mit Version v5 kostenpflichtige Upgrades einführen.

Es erreichte mich gerade folgende eMail von Simplify3D,

Nach dieser eMail ist also ein weiteres Update in Versionsreihe 4.x in Arbeit und gleichzeitig bereite man sich auf die neue, nur als kostenpflichtiges Upgrade erhältliche Version v5.0 vor. Zu Preisen schweigt man ebenso wie zu einem Releasedate. Ebenfalls keinen Hinweis darauf gibt es, was mit den V4 Versionen mit Erscheinen der V5 passieren wird – von einem Abomodell wird schon lange gemunkelt.

Ich selber bereue den Kauf von Simplify3D nicht, trotzdem, dass andere Slicer inzwischen deutlich mehr und vor allem auch richtig tolle Funktionen bieten, habe ich mich an das Arbeiten mit S3D gewöhnt und es hat mir nun einige Jahre sehr gute Dienste geleistet. Aber ob ich nun für eine Version 5 nun nochmal zu Zahlen bereit bin – wenns mehr als nur ein symbolischer Obolus ist, ist fraglich.

  • Die letzten Updates waren mehr als nur schleppend, zuweilen hat man sich gefragt, ob da überhaupt noch jemand lebt. S3D hinkt im Funktionsumfang inzwischen deutlich hinter der kostenlosen Konkurrenz her. Das einstige Alleinstellungsmerkmal „frei platzierbare Supports“ ist inzwischen auch bei  kostenlosen Slicern möglich.
  • Die Qualität der letzten Updates war miserabel, S3D hält sowas wie Betatests ja für völlig unnötig, man teste inhouse, das langt. Drum bin ich immer noch auf 4.01, die neueren Versionen tun bei mir nicht ordentlich, gerade mit meinen DualExtrudern.
  • Seit Jahren bekannte Bugs werden ignoriert.
  • Für mich das schlimmste: Der Entwickler zeigt wenig Einsehen, dass in Bereichen Profilverwaltung Materialverwaltung & Druckermanagement eklatanter Änderungsbedarf besteht. Verwendet man ein paar mehr Drucker, mit vielen unterschiedlichen Materialien, ist S3D ein Katastrophe in der Nutzung.

Mal abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass v5 wirklich noch in diesem Jahr erscheinen wird und vor allem nicht bugfrei, muss v5 der absolute Knüller werden und einen gewaltigen Schritt vor allem in Bereichen machen, wo man bislang seitens S3D jeden Handlungsbedarf bestritt.

Ich glaub, für mich wird 2019 zum letzten Jahr mit S3D und Zeit, den Umstieg auf Cura nun endlich ernsthaft in Angriff zu nehmen.

Also, wenn Ihr Euch für Simplify3D interessiert und die 149,- Euro ausgeben wollt, seid Euch im Klaren, dass Ihr eventuell doch zum Jahresende hin nochmal zur Kasse gebeten werden könntet.

14 Kommentare

  • Ich ärgere mich zwar auch wenn die Upgrades bei S3D was kosten. Allerdings ist es bei meinem Sigma so, dass die Ausdrucke mit S3D viel besser als mit Cura aussehen. Die Materialverwaltung bei S3D ist zwar einen Katastrophe (habe ich ´bis heute nicht verstanden), aber Cura nervt mit anderen Dingen. Die Oberflächen werden nicht so schön, oder die Düse ratscht mal wieder quer über das Objekt und rotzt dabei Filament ab. Wenn ich die Einstellungen dann ändere, macht der Drucker gefühlte 1000 Retracts hintereinander. S3D ist da schon eine andere Klasse. Der Druckverlauf ist viel ruhiger ohne zu viel Retracts und schön sauber.

    • Bei mir ebenso…
      Der hauseigene Cura Rotz geht gar nicht klar!
      Ich erwarte, das bei den Grundeinstellungen zumindest ein annehmbares Ergebnis gedruckt wird.
      Was Cura dem Sigma aber Ausdrucken lässt, lässt mich fragen, ob die Hersteller bei sich andere Drucker stehen haben.

  • Mir geht’s wie Euch.

    Ich war mit Cura gestartet und bin dann auf S3D umgestiegen, weil die Drucke etwas besser wurden.
    Inzwischen ärgere ich mich aber ab und an darüber, dass S3D z.T. unsinnige Flächenfüllungen erzeugt, die die Qualität herabsetzen, und habe in diesen Fällen dann wieder zu Cura gegriffen. Die ganze Drucker-, Filament- und Projektverwaltung ist imho disfunktional.

    Ich wäre wohl bereit bis zu 50 Euro für ein substanzielles Upgrade zu zahlen, das u.a. diese Fehler und Strukturprobleme behebt.
    Sonst werde ich wohl einfach den letzten Stand weiter nutzen und für neue Entwicklungen Cura oder auch den Kissslicer ins Auge fassen.

  • el-constructor

    Danke für die Info.
    Wollte eigentlich zu S3D wechseln, weil ich im clinch mit Cura liege.
    Da sind einige Einstellung verbuggt, ganz gravierend die Einstellung des Filamentdurchmessers. Das geht jetzt nur sicher, mit dem Printer Plugin, sonst wird der einfach nicht verstellt.
    Das ist laut anderer Foren, sogar in der 4.0 Beta so. Die scheinen Probleme mit der Datenbank zu haben.
    Werde dann wohl doch wieder zu Slic3r zurückkehren.

    LG Karsten

  • Wie passend, daß ich gestern mal wieder Cura zum Test konfiguriert habe, nachdem ich gesehen habe, daß S3D mir Löcher in die Übergänge zwischen Boden und Wand eines Gehäuses baut, wo keine sind.

  • Hmm danke. Ich hatte auch mit dem Gedanken gespielt mir S3d anzuschaffen. Das werde ich nun nicht mehr tun. Erst recht kein Abo, sowas finde ich sowieso zum kotzen.
    Der Umstieg auf Abo bei Autodesk war gegenüber den Bestandskunden schon ein Schlag ins Gesicht und zudem überflüssig.
    Die Gier ist halt unendlich.

    • Das Ärgernis bei Autodesk ist nicht die Einführung von Abos sondern, daß Autodesk uns Bestandskunden die Dauerlizenz unbedingt wegnehmen möchte. Vor 30 Jahren hätte ich mich gefreut wenn ich nicht die teure Lizenz hätte kaufen müssen.

      • Das wollte ich damit sagen. Ich bin zwar nicht betroffen, aber ich weiß dass AD die Wartunspreise für Bestandskunden jährlich erhöht bis diese auf das Abo Modell umsteigen. Das wäre ein Grund für mich das System zu wechseln.

      • wenn man immer so die Wahl hätte… Autodesk sieht das als kleines Dankeschön für langjährige Kundentreue. Wir schweifen ab…

  • thx für diese „schöne“ Zusammenfassung. Ein Experinamt, dass ich dann auslassen kann.

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