Aus dem Forum ins Regal: Stephans Buch über Resin-Druck
Na was haben wir denn hier? Der Name des Autors kommt mir verdächtig bekannt vor: Stephan geht jetzt unter die Autoren! Also nicht nur hier im Blog, sondern so richtig klassisch mit Papier und Druckerschwärze im Offlineformat!
Das Buch habe ich übrigens von Stephan netterweise als Dankeschön bekommen. Hätte es mir allerdings auch jederzeit selbst gekauft. Es gab keine weiteren Absprachen 😀
Wer ist Stephan?
Stephan ist Gründer dieses kleinen, feinen Blogs, 3D-Druck-begeistert seit 2015 und die meisten kennen ihn im Forum als Admin mit Fellschnäuzchen im Profilbild.
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Was erwartet dich im Buch?
Wie der Titel schon vermuten lässt, handelt es sich um ein Fachbuch rund um den 3D-Druck mit Resin. Es richtet sich an Einsteiger, Fortgeschrittene und auch an alle, die einfach mal schauen möchten, wie dieses Thema im 3D-Druck funktioniert.
Ich hatte vor einigen Monaten die Gelegenheit, eine frühe Version zu lesen und ein wenig fachliches Feedback zu geben. Das fertige Stück zeigt, wieviel Feinarbeit seither noch eingeflossen ist.
Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis (oder in die Amazon-Leseprobe) lohnt sich. Hier nur ein grober Überblick:
Grundlagen des Resin-Drucks, die verschiedenen Arten eines Resin-Druckes (mSLA, DLP, SLA) und die wichtigsten Unterschiede zum FDM-Verfahren
Kaufberatung: Welche Features machen Sinn, welches Zubehör braucht man wirklich, welche Resinarten gibt es?
Erste Schritte: Drucker einrichten, slicen, und worauf man achten sollte
Woher kommen Druckdaten? Von klassischen CAD-Tools bis hin zu Scannern und KI-Generatoren
Slicen im Detail: Stützstrukturen, Ausrichtung, Schichtdicken und Druckparameter
Druckablauf: Vom vorbereiteten Arbeitsplatz über den eigentlichen Druck bis hin zu Waschen und Härten
Nach dem Druck: Umgang mit Stützstrukturen, FEP-Wechsel, Entsorgung von Waschflüssigkeiten
Nachbearbeitung: Schleifen, Kleben, Spachteln und Bemalen
Glossar: Typische Begriffe verständlich erklärt
Und zu allen Themen gibt es eine Vielzahl an farbigen Fotos. Besonders der Abschnitt über das Setzen von Stützstrukturen ist richtig schön umfangreich bebildert. Denn im Gegensatz zum FDM-Druck dürfen wir Resin-Drucker uns nicht einfach blind auf Autosupports verlassen.
Format und Umfang
Das Buch umfasst 176 Seiten im Softcover-Format. Es fühlt sich wie ein Taschenbuch an, ist aber von der Größe her ein Zwischenformat zwischen A4 und A5. Alle Fotos sind in Farbe und bieten anschauliche Einblicke in die verschiedenen Abläufe.
Für wen ist das Buch gedacht?
Viele haben erstmal Respekt vor dem Resin-Druck: Es ist nicht nur die Sauerei, die abschreckt, sondern oft weiß man gar nicht wo man anfangen soll. Welcher Drucker? Was brauche ich noch an Zubehör? wie funktioniert das überhaupt?
Dieses Buch ist perfekt für alle, die überlegen, ob Resin das Richtige für sie ist, oder die endlich mal eine kompakte und verständliche Einführung abseits von YouTube suchen.
Auch wer schon erste Drucke gemacht hat, wird hier sicher noch den ein oder anderen wertvollen Tipp oder Hintergrundwissen mitnehmen, denn wie wir alle wissen: Gesehen hat man nie alles.
Das Buch führt durch alle wichtigen Stationen: Vom Einstieg ins Thema, über sicheres Arbeiten mit Resin, wie das mit den Stützstrukturen funktioniert, bis hin zu Tipps zur Reinigung und auch Nachbearbeitung (z.b. anmalen).
Es ist richtig umfassend. Da fehlt mir nichts.

Wie viel Arbeit steckt drin?
Rund sechs Monate Arbeit stecken in diesem Buch – und das, obwohl das Wissen im Grunde schon in Stephans Kopf war. Es aufs Papier zu bringen, gut strukturiert und verständlich, ist trotzdem eine echte Herausforderung.
Kein Roman übrigens, obwohl man aus manchen Resin-Vorurteilen und Fehlern bestimmt auch einen Thriller schreiben könnte.
Was mir besonders gefällt
Ich finde vor allem den Glossar am Ende extrem hilfreich. Hier werden typische Fachbegriffe kurz und verständlich erklärt – perfekt zum schnellen Nachschlagen.
Fazit
Wer den Resin-Druck verstehen will, ohne sich durch unzählige YouTube-Videos zu klicken oder mühsam Informationen zusammenzusuchen, ist mit diesem Buch bestens beraten. Es vermittelt nicht nur solides Grundlagenwissen, sondern auch viele praxisnahe Tipps und hilfreiches Hintergrundwissen – ideal für alle, die einsteigen oder typische Anfängerfehler vermeiden wollen.
Zum Profi wird man dadurch natürlich nicht über Nacht, aber man ist bestens vorbereitet, um eigene Erfahrungen zu sammeln. Schön kompakt, angenehm zu lesen und vor allem: kein bisschen staubtrocken wie man es von alten Lehrbüchern kennt. Ich mag’s!
Und wo kann man es kaufen?
Bei Amazon, aber auch in jeder Buchhandlung bestellbar.
Natürlich auch als e-Book!
ISBN: 978.3.7475-1027-8





So ein Buch zu einem druckfertigen Werk zu bringen ist mit sehr viel Arbeit verbunden.
Ich habe selbst schon mehrere Bücher und Zeitungsartikel veröffentlicht und weiss wovon ich rede.
Eine gute Recherche bzw. Fachwissen ist das eine, aber die Aufbereitung macht einen Grossteil der Arbeit aus.
Ich bedanke mich hier nochmals bei Stephan für seine Arbeit und das auch etwas von mir dort zu sehen ist.
PS: die versprochenen Exemplare für die Mithelfer sollen diesen Monat noch bei Euch ankommen.
Gute Zusammenfassung von einem wirklich gutem Buch.
Was mir als nicht-Resin-Druckerin an dem Buch besonders gut gefällt ist der vollständige Überblick über das gesamte Thema und die nützlichen Listen was man zum Beispiel alles braucht oder griffbereit haben sollte, wenn man damit anfangen möchte. Sowas finde ich immer sehr hilfreich, da man als Anfänger nie alles im Blick haben kann. Auch der Vergleich zu FDM-Druck ist gut gelungen und holt Leser, die wie ich, aus diesem Bereich kommen, gut ab.
Gerade für diejenigen die überlegen damit anzufangen oder sich einfach einen Überblick verschaffen wollen ein wertvoller Ratgeber und dabei angenehm zu lesen.
Hochachtung! So ein Buch zu schreiben, ist Arbeit, Wissen und überhaupt, regelrecht und praktisch nicht jedem gegeben.
Stephan, hast Du fein gemacht! 🙂
Gruß Fritz
P.S. und Nicole, dass Du es vorstellst / besprichst, ist nicht nur charmant, sondern ausgesprochen kompetent!
Stephan selbst hätte das nicht so gut machen können, obwohl – kompetent ist er ja auch! 😉
Als Autor sein eigenes Buch vorstellen ist halt immer blöd. Das klingt so schnell nach Eigenlob (obwohl er sich das hätte erlauben können, daher musste der Screenshot aus dem Forum einfach rein)
Bin ganz dankbar, dass ich die Vorstellung machen durfte. Hatte so viele Ideen für den Titel… angefangen von „Germanys next Topmodell“ (alternativ Topcover) und paar andere Dummheiten. Aber Stephan mag’s sicher lieber etwas seriöser. (Sonst hätte ich damals dreist pinke Handschuhe bei den Fotos getragen :D)