CrealityFalcon A1 Pro – EarlyBird ab 05.08.

Nachdem der kleine 10W A1 schon recht gut abgeschnitten hatte, habe ich mich gefreut, auch mal die neue, kräftigere Pro-Version antesten zu dürfen, mit 20W und natürlich wieder komplett eingehaust..


Das Gerät wurde uns kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt. Begleitend zum Testgerät gab es eine Liste mit Features, die unbedingt erwähnt werden sollen. Der A1 Pro ist ab dem 05.08. bestellbar. Im CrealityFalcon Store gibt es Early-Bird Preise, gestaffelt in mehreren Batches, bis zu -40% im ersten Batch. Mehr dazu ganz unten. Der offizielle Listenpreis soll sein 1179,-

 

Sicherheitshinweis:

Crealityfalcon nennt zwar eine Klasse 1 im Datenblatt, kann damit aber nur „nach amerikanischer FDA-Norm“ meinen. Sicher ein Versehen, denn hierzulande gehört der A1 Pro eindeutig und ohne jeden Zweifel in die Klasse 4, auch wenn das Gerät einen durchaus sicheren, sehr vertrauenerweckenden Eindruck macht. Und damit gilt trotz allem unsere übliche Warnung:

Der Laser wird mit einem 20W 455nm blauen Diodenlaser geliefert. In der EU gilt er als Laser der Gefahrenklasse 4. Das ist absolut kein Spielzeug, auch noch sein Streulicht ist gefährlich für Haut und Netzhaut. Beim Lasern können giftige Gase entstehen, eine Absaugung ist dringend angeraten. Es besteht ständige Brandgefahr. Der Betrieb eines solchen Lasers unterliegt ggbfls. Auflagen bzw. ist womöglich unzulässig, bitte informiert Euch bei den entsprechenden Stellen bevor Ihr Euch einen Laser dieser Leistungsklasse besorgt. Ich verweise hilfsweise auf das Bundesamt für Strahlenschutz: https://www.bfs.de/DE/themen/opt/anwendung-alltag-technik/laser/schutz/schutz-laser.html 

Unboxing A1 Pro

Gut und sicher verpackt, einer von uns hier hatte besonders viel Spaß beim Auspacken.

Der Gerät nach dem Auspacken:

 

Meine Highlights beim A1 Pro

Das Gehäuse hat echt schon langsam xTool-Niveau, das sehr wertig anmutende und durchaus stylishe Gehäuse ist eines meiner Lieblingsfeatures der A1-Serie. So viel besser als noch beim Falcon2 Pro

Die Mechanik besteht aus Lagerbuchsen auf 10mm Stangen. CrealityFalcon gibt bis 36.000 mm/min an und macht deutlich: Das sind gut 3x mehr als die genausowenig sinnvollen Angaben zur maximalen Bewegungsgeschwindigkeit in Leerfahrt anderer Hersteller. Wie auch immer: Nach meiner bescheidenen Meinung ist die Mechanik gut genug. Mechanische Endschalter min/max sind verbaut, automatische Riemenspanner gibt es auch, Gates-Riemen. Gehomed wird vorne links – und dazu auch beim A1 Pro wieder das Motionsystem nach CoreXY-Manier. Ja, die A1 sind CoreXY-Laser.

A1 Pro Mechanik

Eine ausgezeichnete Figur macht meiner Meinung nach (da sind wir uns im Kollegenkreis nicht ganz einig) auch die neue, gegenüber dem A1 verbesserte „smarte“ 8 MegaPixel Kamera (HD-Weitwinkel). Ich finde die gut platziert, vor allem fix und nie im Weg, weil sie zusammen mit dem Deckel wegklappt:

Bild ist gut, Blickwinkel passt, Verzerrungen wurden in der eigenen Software schon gut wegkalibriert, für das letzte Quäntchen Präzision mit dem mitgelieferten Brettchen und dem Kalibriermuster bei Gelegenheit mal nochmal die Kamerakalibrierung wiederholen. Also, mir gefällt’s. Screenshot weiter unten bei der Softwarevorstellung. Damit die Kamera auch was sieht, gibts eine kräftige Innenraumbeleuchtung dazu.

Der A1 Pro hat nun Autofokus, berührungslos, auch wieder ein optisches System mit einem Hilfslaser. Daumen hoch dafür. Und damit automatisch auch eine motorisierte Z-Achse. Mit der neuen FDS Version soll die z-Achse beim Schneiden in mehreren Durchgängen auch nach jedem Pass abgesenkt werden können, davon sehe ich in meiner Version noch nichts. Manuell fokussieren geht natürlich auch, Keil zum Unterklemmmen liegt bei.

AirAssist wird ja gleich mitgeliefert. Die Pumpe selbst haben wir hier schon dutzendmal gehabt, mit immer ’nem anderen Logo darauf und abweichender Konfiguration. Um keine Zweifel aufkommen zu lassen: Die Pumpe ist völlig okay und hier schön mit Automatiksteuerung und Stromversorgung über den Laser. Luft, Strom und Steuersignale kommen zum Anschlussfeld an der rechten Seite.

CrealityFalcon hat es geschafft, sämtliche Anschlüsse auf der rechten Seite zu platzieren. Das ist so viel praktischer, das hat mich beim Falcon2Pro und anderen immer echt genervt. So ist das ordentlich und man kann den Laptop gut daneben parken.

Obere Reihe: USB Storage (Adapter liegt bei), PC-Anschluss, Lufteinlass (der A1 hat eine schön saubere Schlauch- und auch Kabelführung im Inneren), Anschluss für den optionalen Dosendreher. Untere Reihe: Ein/Aus, Netzteilbuchse, Anschluss AirAssist, Schlüsselschalter

Ich mag tatsächlich auch seine etwas kompaktere Größe, ich habe hier nicht viel Platz. Meine Laserprojekte basieren auf A4-Sperrholzplatten, da brauche ich keine 400x400mm. Mit seinem Arbeitsbereich von 358 x 268 mm komme ich gut aus. (Gehäuse: 567x468x211mm, ca. 18kg). Jetzt muss ich mir nur noch ’nen Winkeladapter für den Schlauchanschluss drucken.

Das Bodenblech kann man rausnehmen, dann kann man einfach durch das Loch im Boden lasern. Das kann schon mal hilfreich sein. Oder auch bei der Nutzung des optional erhältlichen Dosendrehers, denn wie bei allen Lasern dieser Bauform ist in der Höhe nicht viel zu holen, ohne den Laser irgendwie aufzubocken. Kleine Anschraubfüsschen gibts als optionales Zubehör.

Im toll aufgeräumten Gehäuse ist ein zur Wartung gut erreichbarer Lüfter, der über den mitgelieferten Schlauch den Qualm aus dem Fenster zum Nachbarn rüber bläst – alternativ kann hier auch ein Luftfilter angeschlossen werden. Kabel- und Schlauchführung im Inneren sind einwandfrei. Sehr sauberer Aufbau. Lässt sich auch gut putzen, der Innenraum.

Das sind meine Highlights, ganz ohne Themenvorschläge. 😉

Weitere wichtige Features:

  • Schnellwechselsystem für unterschiedliche Laser-Module, derzeit gibt es 20W blaue Diode 0,08×0,10mm und optional für etwas um 500,– Euro (geschätzt, die Euro-Preise sind im Moment noch nicht bekannt) noch ein 2W IR-Modul 0,03 x 0,03 mm. Man möge mich jetzt hauen, aber ich finde den Wechsel etwas hakelig – funktionieren tut es jedoch. Bzw. eigentlich ist es das 20W Modul das hakelt, das IR Modul geht einfacher zu montieren.
  • Das hübsch anzusehende Farb-Touchdisplay dient als tatsächlich erfreulich brauchbarer Offline-Controller: Jobs können aus dem internen Speicher, einem USB-Stick oder aus der Cloud abgerufen, am Display ausgewählt und nach Autofokus und Rahmenfahrt dann auch ausgeführt werden.
  • Neben dem geschlossenen Gehäuse mit Rauchabzug verfügt der A1 Pro über weitere Sicherheitsfeatures wie Flammsensor, Kipp-/Neigesensor, Magnet-Türsensoren am Deckel und der Frontklappe, Überhitzungsschutz, 2 Geräteschlüssel und einen gut erreichbaren Notaus-Knopf. Der A1 Pro schaut nicht nur gut aus, er wirkt auch sehr sicher. Es ist halt irgendwo schon ein Jammer, dass unsere Vorschriften so penibel sind, dass ein windschiefer offener Laser im Freihandbetrieb und die aktuellen, doch echt toll gemachten, voll eingehausten Modelle bei uns hierzulande alle in derselben Kiste landen.
  • Einsteigerfreundliche, für einfachere Projekte gut ausreichende Designsoftware Falcon Design Space („FDS“), dazu eine Handy-App (iOS, Android).
  • WLAN (2.4GHz), Bluetooth für die App, USB-C für PC/Mac

Was mir nicht so gut gefällt:

Touchdisplay CrealityFalcon A1pro

Ist wie das eigentlich sehr hübsche und überaus praktische Farb-Touchdisplay so zur Seite raussteht. Immerhin lässt es sich sehr leicht demontieren, der Stecker ist stabil genug und auch darauf ausgelegt, dass man den ab und an mal ein- und aussteckt, der Displayhalter ist stabil aus Metall und nur eingehakt. Geht letztlich auch in Ordnung. Es ist halt schade, dass es da so irgendwie wie ein Fremdkörper wegsteht.

Das gedruckte Handbuch taugt nur fürs Aufbauen, wer noch gar keine Ahnung vom Lasern hat, dem ist es keine Hilfe. Aber Bonnie schmeckt es. Seit neuestem verschlingt sie Bücher geradezu, mein kleines Schäferdackel-Mädel wird bestimmt noch eine ganz Schlaue.

An Dokumentation für den A1 Pro mangelt es insgesamt noch sehr, aber wir sind ja auch noch vor dem offiziellen Verkaufsstart.

Die praktische Materialerkennung über QR-Code wurde im A1 Pro wieder gestrichen.

 

Lieferumfang Creality Falcon A1 Pro

Einiges wie AirAssist und Absaugung habe ich oben schon erwähnt, hier der Rest.

  • Eine Ersatzlinse nebst Pinzette und Putztuch
  • Netzteil 24V, 7.5A und einem nicht ganz so häufig anzutreffenden 4-Pin-Stecker zum Laser.
  • Kabel zum Anschluss eines Dosendrehers
  • Abluftschlauch und Schlauchschelle zum aus dem Fenster lüften
  • USB-Kabel A zu C und einen Adapter C auf A-weiblich.
  • Fokussierhilfe, wenn man manuell fokussieren muss
  • Alles benötigte Werkzeug
  • eine große 300 × 300 mm Lindensperrholzplatte und das Kalibriermuster für die Kamera (kann man sich auch ausdrucken, wenn die verloren geht). Die Platte bitte nicht unnötig zerlasern, die kann man beim Kalibrieren gut brauchen.

Was fehlt?

  • Es gibt nichts, um das Werkstück irgendwie zu fixieren. Keine Halter, kein Anschlagswinkel, nichts.
  • kein Speicherstick mit dabei, dafür interner Speicher
  • Die Wabenplatte sollte im Standardlieferumfang mit dabei sein.
  • Ich freue mich immer über (sinnvolle) Materialproben, hier ist erst mal nichts dabei.
  • Eine Laserbrille fehlt auch, aber ohne entsprechende Zertifikate mag man die ohnehin nicht nutzen und lieber selber eine kaufen. Ich empfehle trotz des Gehäuses noch eine zusätzliche Brille. 

 

Aus dem

optionalen Zubehörkatalog

hat mir CrealityFalcon Folgendes mitgeschickt:

Das 2W IR-Modul:

2W IR-Laser Crealityfalcon A1Pro

Praktischerweise in identischem Gehäuse und dank dem Schnellwechselsystem des A1 Pro kann zügig zwischen den Modulen hin und her gewechselt werden. Der IR-Laser wird mit ultrafeinen 0,03 x 0,03 mm beworben.

Die Wabenplatte

Optionale Wabenplatte Crealityfalcon A1pro

ist auch optionales Zubehör und hier lohnt es sich, das Originalteil zu kaufen: Sie ist merklich flacher als andere Vertreter, so bleibt mehr Arbeitshöhe, und was mir richtig gut gefällt: Sie sitzt lückenlos in der Mulde im Geräteboden und rutscht nicht hin und her. Allerdings ist sie da jetzt nicht ganz so gut durchlüftet. Irgendwas zu nörgeln findet sich immer.

10 × 3 mm Lindensperrholzbrettchen, ca. 200x200mm

Schöne Brettchen, kommen mir sehr gelegen. Gibt es im Crealityfalcon-Shop.

Nicht mitgeschickt, aber erhältlich …

sind außerdem:

  • ein Dosendreher
  • 2 unterschiedliche Luftfilter
  • und natürlich Rohlinge aller Art.

 

CrealityFalcons Lasersoftware

Die CrealityFalcon Design Space Software (oder kurz FDS) kommt einem wieder mal sehr bekannt vor. Ich schwöre, die nutzen alle denselben Software-Baukasten, wenn auch mit unterschiedlichen Featuresets – oder ich halluziniere, kann auch sein. Man kann sie auch auf Deutsch einstellen, teils ist die Übersetzung jedoch etwas schräg.

Erhältlich ist sie für Windows ab Win10 & Mac ab MacOS 11. Sie funktioniert neben den beiden A1-Modellen auch mit den Modellen CR-Laser, Falcon Pro, Falcon2 und Falcon2 Pro.

Und was soll ich sagen, das ist auch hier wieder solide Einstiegskost, damit kann man schon recht viel machen, vor allem auch Einsteiger, ohne auf LightBurn und dessen knackige Lernkurve aufrüsten zu müssen. Mit Funktionen sind wir allerdings eher etwas knapp ausgestattet, dafür gibt’s aber auch keine Pfennigfuchserei mit AI-Funktionen und die Cloud sowie das Community-Portal kann man problemlos ignorieren, letzteres in den Grundeinstellungen sogar beim Start gleich wegblättern.

Sehr gut gefallen hat mir

die problemlose Verbindung über mein WLAN auch ohne Registrierung, Konto oder App. Und die Kamera war vorkalibriert und liefert ein gut brauchbares Bild:

A1pro Kameravorschau in FDS

Ich würde es später trotzdem nochmal selber kalibrieren, das erhöht dann auch nochmal die Genauigkeit beim Positionieren mit dem Kamerabild. Mit Erscheinen der Version 1.7.7 wars dann mit der Vorkalibrierung vorbei und man muss den etwas mühsamen Kalibiervorgang dann doch machen. Gut, letztendlich ist das bei den anderen Lasern auch nicht anders, auch da will die Kamera kalibriert werden.

Das Kamerabild kann auch genutzt werden, um ähnlich wie beim Scan&Cut-Verfahren bei Plottern die Konturen eines Bildes oder einer Zeichnung zu erfassen („tracen“) und dann auszuschneiden. Die Kamera unterstützt dazu noch Smartfill, also das Erkennen wild platzierter Rohlinge, um diese dann automatisch mit meinem Design zu befüllen.

Eine Profildatenbank ist vorhanden, scheint auch gut gefüllt, da ist also schon einiges eingepflegt worden. Tipp: Etwas versteckt in den Grundeinstellungen lassen sich erweiterte Parameter freischalten, wie Overcut, OverScan, MinimumPower, Scanlinien-Intervall für Bilder etc. Und auch ein GRBL-Terminal-Fenster kann man sich einblenden lassen.

Uwe würde sich freuen: Die Software exportiert den Job als gCode, Designs als SVG oder proprietäres .FDS‑Projekt. Importieren kann sie SVG und DXF.

Nicht so glücklich bin ich über:

Kein Freistellen, keine Serialisierung, natürlich kein Kerning und die Tatsache, dass ich den eben beendeten Job nicht in der Jobliste wiederfinde (obwohl es lt. Featureliste gehen sollte, ein Problem der Vorabversion vielleicht?) oder ihn gar an anderer Stelle versetzt noch einmal ausführen kann. Und auch FDS kann sich meine manuell eingetippte IP des Lasers nicht merken, konnte keine *DS-Space-Software bisher. Autodiscover geht hier VLAN-bedingt nicht.

Der Autofokus setzt den Fokus recht hoch, den hätte ich lieber etwas tiefer.

Auf kleinen Laptop-Displays mit niedriger Auflösung sind auch mit Scrollen nicht alle Bedienelemente erreichbar.

Irgendwie ist die Remotenutzung übers Heimnetz aus dem Nebenzimmer noch nicht ganz so flüssig, oder ich verstehe den gedachten Workflow bislang nicht richtig, aber ich bin hier auch auf einer etwas komischen Vorabversion. Da kann sich bis zum Release also durchaus noch etwas ändern. Besser läuft: Design am PC, ins Cloudkonto speichern, am Laser selbst den Job aus der Cloud starten. Rahmenfahrt und Autofokus inklusive. Oder halt PC neben Laser.

Alles in allem ist die Software vor allem sehr einsteigerfreundlich, gut bedienbar und für einfachere Designs echt gut nutzbar. Aber es gibt echt noch ein paar Ecken und Kanten, die verbessert werden sollten.

Falcon Design Studio Smartphone-App

Die ist erhältlich für iOS und Android. Wie immer ist auf den kleinen Smartphone-Screens kein vernünftiges Arbeiten möglich. Grundsätzlich kann man damit ein paar ganz einfache Sachen machen, aber sie benötigt zwingend ein Creality-Konto. Die App ist in wichtigen Teilen nicht übersetzt: Materialdatenbank, Clipart-Bibliothek gibt’s derzeit nur in Chinesisch. Da die Ersteinrichtung bequemer und ohne Kontozwang direkt am Laser und PC möglich ist, das Display des Lasers sehr gut als Offline-Controller nutzbar ist, sehe ich keinen Nutzen in der App.

Creality Falcon A1 Pro und LightBurn

Zur Nutzung in LightBurn wird ein fertiges Profil bereitgestellt. LightBurn habe ich nicht getestet. Da der Drucker auf gCode – Basis funktioniert, wird es da aber keine Überraschungen geben. Vorsicht: Oft werden nicht alle herstellerspezifischen Sonderfunktionen auch in LightBurn unterstützt.

Test-Jobs

A1pro im Testeinsatz

da ich keinen Creality-Filter besitze, habe ich mir ’nen Desktop-Filter der Konkurrenz ausgeliehen.

Vorneweg: Mit der Lärmkulisse des A1 Pro bin ich sehr zufrieden, im Standby hört man nix bis maximal ein leises Säuseln. Sehr angenehm. Die automatische Steuerung von AirAssist und Abluft tun ein Weiteres für ein angenehmes Arbeiten in der Nähe des Lasers. Muss man auch mal loben.

Also, mit meinen 4mm Brettchen, ich habe extra ein altes, bereits Genutztes noch herausgekramt, komme ich auf eher durchschnittliche 520 mm/min bei 90 % Laserleistung nach Fokuskorrektur. Der Wert liegt im Mittelfeld für einen 20W Laser, den Autofokus muss man, nach wie vor, am besten nach dem Aufbau und jedem Lasermodulwechsel schnell kalibrieren lassen und bei Schnitten gerne etwas nachjustieren, der setzt den Fokus immer etwas hoch, wo man beim Schneiden gerne mitten ins Material geht. Jetzt verstehe ich auch, wozu der Unterlegekeil für den manuellen Fokus mit dabei ist. Mit dem und der Jogging-in-Z-Funktion lässt sich das ganz gut anpassen.

Offen gestanden finde ich die Schneidleistung jetzt nur mittelprächtig, sicher noch gut genug für ein 20W Gerät, aber womit ich super zufrieden bin, sind die Gravuren mit dem blauen Diodenlaser auf diesen Holzbrettchen:

Ich schrieb bei den letzten zwei Lasertests, dass ich mit den Fotogravuren auf Holz nicht so recht zufrieden war. Hier mit dem A1 Pro bin ich dagegen happy.

Auch sehr zufrieden bin ich mit der Liniengravur:

und damit kommen wir zum

Creality Falcon A1 Pro 2W IR-Modul:

Mit den Parametern muss ich nochmal etwas spielen, aber er kanns und das sogar recht gut.

Den Schnitttest schafft er dagegen nicht, das bleibt wohl das Metier des Faserlasers. Mit der 20W IR-Diode bin ich ja neulich auch eher schlecht als recht durch das Kärtchen gekommen:

Wahrscheinlich sitzt auch hier der Fokus noch zu hoch, aber jetzt geht mir die Zeit aus.

Der Anlassfarben-Test auf Edelstahl: Farben nein, aber ein sehr befriedigendes schwarzes (dunkelbraunschwarzes), fühlbares Gravurergebnis bekomme ich hin.

Damit sollte es eigentlich genug sein.

Meine Einschätzung zum A1 Pro

Ich würde mir wünschen, dass Creality Falcon noch mehr Module bringt. 10W mit dem feineren Laserpunkt vom A1 ohne Pro, 40W vom Falcon2 oder gar das neue Creality 60W. Ich würde auch mal eines unter 5W testen wollen.

Der sehr erschwingliche Preis des kleinen Bruders, der A1 ohne Pro (Test hier), ist aktuell zuweilen unter 400,- Euro zu haben, stiehlt dem A1 Pro vermutlich etwas die Show. Ein gutes 10W ist gar nicht so weit weg von den 20ern und hat den feineren Spot.

Im Vergleich zu den früheren Modellreihen von CrealityFalcon gefallen mir die Geräte der A1‑Serie noch einmal deutlich besser. Der A1 Pro macht von der Hardware her auf meiner Lieblingsliste eine solide Punktlandung auf Platz 2, die Software braucht noch diverse Nachbesserungen. Oder LightBurn.

Das 2W IR-Modul tuts für meine Zwecke, ja, die zwei 20W Modelle von neulich bruzzeln den in Grund und Boden, aber meine Gravurtests hat es schön gemeistert. Wenn man es langsam angeht, bringt es auch eine tiefschwarze Gravur zustande. Das langt für die Alu-Visitenkarten und auch Edelstahl klappt gut.

Ich mag die Hardware, ich finde, beim Gravieren taugt er sehr gut, dünne Brettchen kann er auch mal schneiden, das passt schon – das Schneiden sollte aber nicht das Hauptziel sein. Jetzt kam gerade noch ein Firmware-Update und kurz darauf ein neues FDS, es wird also anscheinend mit Hochdruck dran gearbeitet.

Vor allem zum Einführungspreis könnte ich mir das gut vorstellen, Listenpreis sehe ich allerdings dann kritisch.

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3 Kommentare

  • Vielen Dank für den Test Stephan.
    Leider finden sich z.T. immer noch die identischen Fehler wie beim kleinen A1.
    Auf den extra Bildschirm kann m.M.n. verzichten. Treibt nur den Preis in die Höhe. Bei dem A1 Laser, der nun unter 400,-€ kostet, kann man es noch akzeptieren, dass keine Honeycomb dabei ist. Aber bei über 1.000€ ist das Pflicht. Ich bin kein Freund von der Kamera, da die metallischen Oberflächen zu sehr spiegelt.
    Hast Du mal probiert, ob Smartfill jetzt über den gesamten Bauraum funktioniert? Beim A1 war das leider nicht der Fall.

  • Vielen Dank für den ausführlichen Test!
    Ich hab es schon gesagt. Ich bin hin und her gerissen. Die Bedienung mit Display oder über Netzwerk gefällt mir. Das hab ich beim Falcon 2 vermißt. IR-Laser find ich auch gut. Als Kombi wär natürlich noch schöner. AutoFocus ist auch gut. Was mal wieder fehlt ist das Wabengitter. Die Laser von Creality sind nicht billig und da steckt ein versteckter Zusatzposten. Dann kommt noch eine Absaugung mit Filter hinzu. Das ist bei dem Preis schon happig. Die Software ist für den frühen Stand recht gut. Leider unterstützt die meine Mintion Laser Kamera nicht. Sonst findet sich da alles was es braucht. Besonders die Voreinstellungen gefallen. Das bietet LightBurn nicht. 40 oder mehr Watt brauch ich nicht. Wenn der Laser stärker konzentriert wird, ist mir das lieber.
    Hast Du mal einen 3D-Druck damit versucht zu gravieren?
    Wie sieht die Farbbeschichtung am Boden Deines Lasers aus? Ein Schutz ist leider nicht enthalten.
    Aus irgend einem Grund hab ich den Timer zum Einführungsangebot nur auf der amerikanischen Seite gefunden. Bin mir nicht sicher, aber ich meine, der IR-Laser ist da inklusive.

  • Sehr ausführlicher Testbericht. Wer sich für so ein Gerät interessiert wird gut beraten.
    Für mich als Nicht-Laser-Benutzer gibt es bei diesem Gerät erstaunlich viele Kritikpunkte.
    Aber dazu dienen wohl diese Vorablieferungen an erfahrene Tester

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