
Plotten mit Bambus H2D (kleine Einführung)
Für erschwingliche 79,- Euro bietet BambuLab das Upgradekit zum Plotter für Käufer der H2D Standard & Pro Version sowie des H2S an. Viele 3D-Druck Fans hatten noch keinen Kontakt zu einem Folienplotter, also hier eine ganz kleine Einführung.
Am einfachsten finde ich ja das Plotten von Klebefolien, da braucht man auch wenig weiteres Zubehör. Darum geht es hier. Bislang habe ich dafür zeitweise einen XTool M1 Ultra, dann einen Silhouette Cameo genutzt und letztendlich kam dann noch ein Brother Scan’n’Cut hinzu – den Bericht müsste ich auch mal fertig tippen. Das soll künftig der H2D übernehmen und die beiden anderen sollen in den Ruhestand. Die sind ohnehin irgendwo begraben, und die immer vorzukramen, ist nervig. Ich hoffe, so komme ich wieder mehr zum Plotten.
Und so sieht das Teil aus:
Ja, da ist auch etwas Plastik mit verbaut, aber im Großen und Ganzen und auch im Vergleich zum Cameo fühlt sich das doch wertig und stabil an. Und wenn wirs grad vom Cameo haben: der H2D ist beim Plotten flüsterleise.
Installation des Plottermoduls am Bambu Lab H2D:
Drucker bitte vorher ausschalten!
Zuerst nehmen wir die vordere Abdeckung des Druckkopfs ab und legen damit den Schwalbenschwanz frei. Dann öffnen wir die (unverlierbare) Gummiabdeckung der Anschlussbuchse. Zumindest solange sie noch da ist.
Das Modul wird einfach nur aufgeschoben und dann mit dem seitlichen Hebel arretiert. Kabel einstöpseln nicht vergessen.
Anstatt der PEI Druckplatte legen wir jetzt noch die Schneidmatte ein. Die Schutzfolie oben würde ich noch drauflassen, die Schutzfolie unten bleibt immer darauf.
Folien, Zubehör und Hilfsmittel
Zum Rumprobieren kaufe ich bei Amazon immer wieder mal so einen Folienpack Lya Vinyl. Die sind zwar nicht ganz so groß wie der H2D nutzen könnte, sondern nur 30x20cm, dafür kostet der 40er Folienmix bei Amazon nur 16,- Euro. Ja, Rollenmaterial ist noch billiger, aber dann muss man die wieder zuschneiden, dann habe ich mir so ein Hebelschneider-Teil geholt, der steht dann auch wieder rum, und so viel Folie von den eher selten genutzten Farben will ich auch nicht haben. Für mich passt das mit den Lya Vinyl Folien, aber die gibt’s echt wie Sand am Meer und andere China-Händler haben bestimmt auch schöne Folien. Das Schöne am Plotterfolien horten ist: die sind kompakter und leichter als Filamentrollen.
Wenn ich besonders gute Folien brauche, hole ich mir Oracal. Für draußen oder so. Hier bei diesem Amazon Händler Finest Folia habe ich schon öfter bestellt, eben weil ich bei Amazon mitbestellen kann und nicht extra im Plotterfolienshop bestellen muss. Der schreibt’s zwar nicht explizit hin, erwähnt nur Folie 751C, aber bisher hat er immer Original Oracal 751 geliefert.
Schneiden könnt Ihr alles an Folien, was der Markt hergibt, gibt ja auch Glitzerfolie, matte Folie, Metallicfolie, Hologramm-Folie, auch Carbon-Effekt-Folie gibt es, Folien mit Farbverlauf oder dicke Folien als Lackschutz, die habe ich mir ans Fahrrad gepappt.
Dann das weite Feld der Bügelfolien und was es nicht alles gibt. Von Papier und Pappe schneiden will ich in diesem Blogpost noch gar nicht anfangen. Wenn der Artikel hier gelesen wird, komme ich da mal noch dazu.
Wenn Ihr mit Klebefolien arbeitet, braucht Ihr auch Transferfolie. Die kostet nicht viel, gibt’s von zig Anbietern, hier eine mit mittlerer Haftung, auch wieder von Lya Vinyl bei Amazon. Auch hier wieder: Es gibt auch Dutzend andere. Mehr zur Transferfolie weiter unten im Abschnitt „Die Sache mit der Transferfolie“.
Dann sollte man irgendwas parat haben, was als „Entgitternadel“ funktioniert. Bambu will eigentlich eine solche mitliefern, zumindest den Haken und 3 Schrauben, das schaffen sie allerdings nicht immer. Mir haben sie 3 falsche Schrauben geliefert, nem Kollegen im Forum die richtigen Schrauben, aber den Haken vergessen – er bekam dafür ein zweites Ersatzmesser. Den Griff gibt’s als STL zum Downloaden.
Ich würde so ein billiges Set hier bei Amazon bestellen, mit dem hier bin ich zufrieden. Kaufe ich jetzt zum zweiten Mal, weil das erste habe ich verschmissen. Diese Haken aus dem Folterarsenal des Zahnarztes gehen übrigens auch prima.
Eine Anpressrolle kann man sich ebenfalls ausdrucken, ich finde die allerdings etwas klobig. Ich würde stattdessen einen weichen Filzrakel bestellen, gibts hier bei Amazon im Doppelpack für 4,- Euro. Filzrakel deshalb, weil man sich damit nicht die schöne Folie verkratzt.
Sieht dämlich aus, ist aber tatsächlich ganz praktisch: Dieser Abfallsammler bei Amazon für 6,- Euro, der ist gedacht, um die Folienstückchen beim Entgittern loszuwerden.
Und Ihr braucht eine Schneidematte. Die wird ja zum Glück mitgeliefert.
Über Bambu Labs Schneidmatten
Fürs Folienschneiden reicht die Seite mit geringer Haftung. Diese Seite legen wir nach oben und ziehen die transparente Schutzfolie ab. Die Schutzfolie auf der Unterseite bleibt. Wir werfen die Schutzfolie auch nicht weg, die kommt nach dem Plotten sofort wieder drauf, damit da nicht ’ne Stunde später ein halber Hund dran klebt.
Bambu Labs Schneidmatte ist eine Federstahlplatte, auf die oben eine Folie mit leichter Haftung und unten mit starker Haftung aufgeklebt wurde. Die Folien lassen sich bedingt waschen, danach dann gut trocknen lassen, nass klebt nichts. Die Folien verlieren aber früher oder später endgültig ihre Haftung.
- Man kann die Folien einzeln nachkaufen zu 6,99: Strong Grip oder Light Grip und ersetzen.
- Oder man kauft eine komplett neue Schneidematte zu 24,99. Also genau das, was ursprünglich geliefert wurde: Stahlplatte mit Strong und Light Grip drauf.
- Oder man kauft das Plotter Nachfüllbundle für 27,99 – dort ist eine Strong Grip und eine Light Grip Folie und 5 Eratzmesser enthalten
- oder man versucht, die Haftung mit Sprühkleber wieder herzustellen, hier von PlottiX (Amazon) speziell für Schneidmatten.
Wenn wir stark fusselnde Materialien schneiden wollen, kleben wir erst eine Transferfolie auf die Unterseite des zu schneidenden Materials. Dann kleben die Fusseln an der Transferfolie und nicht an der Schneidmatte.
Erster Druckerstart mit neuem Plotter Modul
Bei Neustart des Druckers bemerkt er das Plottermodul und will vermutlich erst mal ein Firmware-Update machen. Keine Sorge, das dauert nur wenige Minuten, keine 20 wie angegeben.
Danach möchte das Schneidmodul auch noch kalibriert werden, das macht es ganz alleine, dazu braucht es auch nichts weiter, es muss nur die Schneidmatte eingelegt sein – das ist auch nicht die ominöse Kalibrierung, wofür die BirdsEye-Kamera benötigt wird. Dazu kommen wir dann noch.
Und dann kann es schon losgehen.
Bambu Suite – Laser und Plotter Software
Bambu Studio ist ein Slicer für den 3D-Druck, zum Plotten und Lasern brauchen wir Bambu Suite. Ist kostenlos, gibts hier: https://bambulab.com/de/download/suite
Wir müssen ehrlich sein: Bambu Suite ist, was Designfunktionen angeht, noch sehr dünn. (es hatte allerdings überraschend viele Konfigurationsparameter für den Schnitt, versteckt hinter den fortgeschrittenen Einstellungen und dann noch Experten-Optionen). Letztendlich lassen wir die mal links liegen und nutzen nur die Anfänger-Einstellungen, damit bleibts überschaubar und einfach.
Beispiel 1: Ein Testquadrat plotten:
Bambu geht bei der Testmatrix recht großzügig mit dem Material um, und so ein großes Rätsel ist das mit den Schnitteinstellungen auch wieder nicht. Ich mache das lieber mit kleineren Testteilen.
Zunächst lege ich mir ein Reststück Folie auf, also
- Schutzfolie runter
- Dann mein Vinylfolienrest darauf
- und presse mir das mit einem Rakel, den Fingern oder zur Not mit so einer Rolle etwas an, damit es gut haftet:
und dann gehts ab in Bambu Suite:
Ich fange mit einem Rechteck an und bringe es mir auf 20x20mm
Wichtig: Jetzt wähle ich oben links als Process Type für mein Quadrat den Basic Cut.
Bambu Suite ist für Lasern und Plotten und als Standard fällt es immer auf Lasern zurück. Müssen wir also selber bissl darauf achten.
Ich mache mir jetzt noch ein zweites Rechteck dazu, 15x15mm und wähle als Process Type auch wieder „Basic Cut“.
Dann wähle ich beide aus und wähle bei Align zunächst Horizontal Center und dann Vertical Center. Nun sind die beiden exakt am Mittelpunkt ausgerichtet.
Notfalls schicke ich das große Quadrat noch mit Rechtsklick > Order > Send to Back ganz nach hinten. Ist zwar nicht zwingend notwendig, macht es aber übersichtlicher.
Auch nicht notwendig, aber ich färbe mir das kleinere Rechteck noch schnell weiß, damit ich es nicht „verliere“.
Geht jetzt hier leider im nächsten Schritt wieder verloren, ist hier also etwas unnötig, aber es hilft bei richtigen Designs enorm.
Wer mag, setzt sich noch ein kleines Symbol oben drauf, dann kommen wir zu nem „üblichen Testobjekt“, wie es manche Plottersoftware auf Knopfdruck macht. Ich lasse es hier mal gut sein.
Wichtig ist, dass Ihr anschließend alle zusammengehörigen Teile, also hier die 2 Quadrate, miteinander über die „Attach“-Funktion verknüpft:
Dann gehen wir auf Prepare..
Wenn die Quadrate nicht verknüpft waren, ordnet Bambu Suite sie jetzt einzeln an, das wollen wir nicht.
Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, eine Folie aufzulegen, falls noch nicht getan.
Und hier an dieser Stelle wäre es eben schön, wenn wir die BirdsEye Kamera hätten:
Mit oder ohne Birds Eye Kamera:
So siehts aus ohne BirdsEye:
wir sind relativ blind und müssen uns auf die Koordinaten verlassen:
und mit BirdsEye eben so:
In beiden Fällen
- schiebe ich mir meine Gruppe „Attach1“ an die gewünschte Stelle
- Rechts oben wähle ich das Material aus. In dem Fall nehme ich das vorgefertigte Materialprofil „Matte Removeable Vinyl“
Für den inneren Monk ersetze ich die voreingestellte Dicke gegen abgemessene 0,25 mm für die Lya Vinyl Folie, die ich gerade nutze.
Und kümmere mich um die Schnittparameter. Aus vorherigen Tests weiß ich, dass 20 gF bei 50 mm/s sauber funktioniert und trag das hier unten rechts ein:
Jetzt bin ich aber ein Fuchs und will das große Quadrat nicht nur ritzen, sondern komplett durchschneiden (ist eigentlich Blödsinn, aber ich wills gezeigt haben):
Also fächere ich mir das in der Objektliste links auf und gebe dem großen Quadrat abweichende Einstellungen mit: 250 gF bei 20 mm/s
und dann lasse ich mir das Ausschneiden:
- Klick auf Make
- zum Drucker laufen
- Kontrollieren, ob meine Folie da ist, wo ich mein Design platziert habe und alles richtig ausschaut
- am Display auf Weiter klicken
- und dann den ominösen Knopf drücken, der bislang keine Funktion hatte und nun stylish weiß „glüht“, den braucht’s zum Lasern und zum Plotten:
Den Glasdeckel können wir übrigens offenlassen, die Türe auch.
Während er plottet, bekommen wir ein Livebild am Display des Druckers:
Ergebnisse:
Hier sind Versuche und wie ich sie lese:
Der innere Schnitt ist vielleicht ein ganz klein wenig tief, hier könnte man Druck noch etwas reduzieren – oder so lassen, die Schicht ist nicht beschädigt. Der äußere Schnitt ist jedoch noch meilenweit weg von durchgeschnitten.
Also mache ich das so lange, bis es passt.
Zweiter Versuch:
Inneres Quadrat ist sauber ausgeschnitten bei 15 gF @ 50 mm/s, die Trägerfolie nicht verletzt. Aber außen wars noch nix bei 200 gF @ 25 mm/s
Also nochmal
Dritter Versuch:
Innen sauber, auf der Trägerfolie sieht man so gut wie nix, außen ebenfalls. So mag ich das das. Das waren jetzt hier 15 gF bei 50 mm/s innen und 250 gF bei 20 mm/s außen auf der Lya Vinyl Folie.
Aber wie gesagt: Der „Durchschnitt“ hier an der Stelle ist eigentlich Kappes. Wenn, dann würde ich grob in weitem Abstand den Umriss ausschneiden lassen, nicht das eigentliche Objekt.
Beispiel 2: Die Testmatrix plotten
Die obere Methode ist zu umständlich? Ok, die Testmatrix braucht halt ewig Material, aber so geht’s:
Folie auflegen. Siehe oben.
Dann in Bambu Suite auf das Testarray:
Calibration Type: „Basic Cut“
Material Type: „Vinyl Group“
wer mag kann noch etwas mit den Settings spielen, man könnte Pressure z.b. auch nur im Bereich 10 bis 40 testen lassen und vielleicht nur 4 statt 5 Reihen. Wie dem auch sei. Wir klicken Confirm. Es kommt eine kleine Warnung, dass die Schrift am Rand zu klein zum Plotten ist und weggelassen wird. Ist OK.
Wir klicken einfach weiter auf Prepare.
Und sind wieder da, wo man gerne die Birds-Eye-Kamera hätte.
Ohne müssen wir schätzen oder messen, ausgehend von 0/0 des Messers:
Mit Bird’s Eye können wir auf unserem aufgelegten Folienrest platzieren:
Oben rechts wählen wir noch das Materialprofil aus und ich ändere die Dicke, weil ich es kann. Und dann können wir mit Make den Job starten, zum Drucker huschen, am Display Weiter klicken und dann mit dem Knopf am Drucker starten.
Am Ende geht es hier auch wieder wie in Beispiel 1 darum: Ist der Schnitt sauber, ist die Trägerfolie darunter möglichst wenig beschädigt und lässt sich das Ergebnis problemlos Entgittern. Mehr zum Entgittern in Beispiel 3.
Mit der Lya Vinyl Folie ist schon das allererste Muster mit 20 gF in Ordnung, der Rest war vergeudetes Material. Die Testmatrix nutzt 50 mm/s in der Standardeinstellung.
Beispiel 3: Der drucktipps3d.de Schriftzug:
Wir fangen an, indem wir eine Folie auflegen.
Bambu Suite kann aktuell noch nicht viel, aber es kann alle meine Windows Schriften sehen (bei Mac wird’s wohl auch so sein), also können wir meinen „Logo“-Schriftzug plotten:
Schrift-Werkzeug, der Font ist Fjalla One, als Textgröße nehme ich jetzt mal riesige 40 mm, je Größer umso einfacher ist es. Ok, ja, ich cheate also gerade.
Nicht vergessen: Umstellen oben links auf „Basic Cut“.
Dann lege ich mir ein Rechteck hinter den Schriftzug und färbe es aus Gewohnheit weiß
und nutze nun die Offset-Funktion mit fancy runden Ecken und rahme mir das ein:
und wir erhalten das da:
Alle 3 Sachen auswählen und mit Attach zusammenheften.
Dann ab auf Prepare:
Leider habe ich mich verrechnet bei der Breite und es passt nicht mehr quer, dann drehe ich es mir halt längs.
Oben rechts nehme ich wieder das „Matte Removeable Vinyl“ Profil, korrigiere die Materialdicke und wähle für die gesamte Gruppe 20 gF bei 50 mm/s und ab auf Make.
Dauert nicht lang und wir können die geritzte Folie rausnehmen:
Ich schneide mir das erst mal mit der Schere grob aus. Ja, hier hätte man jetzt noch einen „Durchschnitt“ drum herumlegen können wie in Beispiel 1 dem Testquadrat, dann müsste ich jetzt nicht mit der Schere ran.
und dann beginnt der Spaß mit dem Entgittern – oder wie der Ami sagt: dem Unkraut jäten (weeding), also alle die Folienteile entfernen, die in Müll gehören, während die Teile, die noch benötigt werden, möglichst unverrückt auf dem Trägermaterial verbleiben. Was ein Spaß.
Passt bloß auf den Punkt bei .de und den i-Punkt auf.
Ich schneide die Abfallstücke immer wieder mal ab, dann wird’s etwas einfacher. Wenn ich Zeit und Muße habe, setzt ich noch zusätzliche Schnitte, einfach nur um die Folie beim Entgittern an bestimmten Stellen „abreissen“ zu lassen.
Noch einfacher geht das Entgittern, wenn man sich das Folienteil vorher irgendwo befestigt: alte Schneidmatte oder doppelseitiges Klebeband. Oder auf der Schneidmatte Entgittern.
Danach fischen wir mit der (hoffentlich) mitgelieferten Nadel/Haken die Füllungen aus den Buchstaben raus:
Die Sache mit der Transferfolie
Beim Plotten von Klebefolien kommen wir um Transferfolie nicht herum. Also schneide ich mir mal grob ein Stück Transferfolie aus.
Und nachdem ich 5 Minuten lang hinten die Schutzfolie nicht abbekommen habe, klebe ich mir die Transferfolie idealerweise irgendwie so, dass mir die Hilfslinien später noch was beim Ausrichten helfen können, auf das entgitterte Design und rakel oder rolle mir das gut fest. Bissl zurechtstutzen noch und so kann ich das auf Vorrat fertigen oder nem Bekannten mitgeben.
Der Witz an der Transferfolie ist, dass, wenn ich das nun irgendwo aufkleben möchte, zunächst mein Design an der Transferfolie haftet, während ich die Trägerfolie abziehe..
Aber nicht so fest an der Transferfolie klebt, dass ich es am Ende nicht mehr von der Transferfolie runterbekomme, wenn ich es endgültig wo anbringen möchte. Daher gibt es Transferfolien auch wieder in unterschiedlichen Haft-Stärken, das hier ist Mittel.
Nochmal zur Birds Eye Kamera
Die Birds Eye Kamera ist verzichtbar, aber es ist ein nicht zu verleugnender Komfortgewinn, wenn ich mir in Bambu Suite schnell ein Bild der Folie auf der Schneidmatte holen und so mein Design „nach Sicht“ platzieren kann.
Ohne die Birds Eye Kamera muss ich schauen, dass ich meine Folie exakt positioniere, notfalls ausmesse und so mein Design basierend auf dem Nullpunkt auf die Folie platziere. Damit kann man auch leben, bei den normalen Plottern ohne Kamera geht’s ja auch.
Die Kamera ist einzeln erhältlich, kostet mit 53,- Euro auch gar nicht die Welt, aber mir würde es vor dem Einbau gruseln, der ist hier beschrieben:
https://wiki.bambulab.com/en/h2/maintenance/replace-birds-eye-camera
Die Birds Eye Kamera kann derzeit nur zusammen mit dem Lasermodul kalibriert werden, Bambu hat jedoch versprochen, dass dies künftig auch ohne Laser gehen wird. Bei dieser Kalibrierung geht es einzig und allein um die Genauigkeit (und Verzerrungsfreiheit) der Kamera selber. Ich habe meine Kamera absichtlich noch nicht kalibriert und zumindest hier bei diesem H2D, der hier steht, könnte man ohne Kalibrierung durchaus auskommen. Ob ich jetzt Glück hatte oder alle ohne Kalibrierung so brauchbar abschneiden, weiß ich leider nicht.
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als wäre der Artikel nicht schon voll davon. 😉
Das Plotter Upgrade Kit ist ab 08.09.2025 wieder lieferbar zum Preis von 79,- Euro
Plotter-Upgradekit für H2D & H2S
Hätte eigentlich gerne einen Punkt names „Fazit“ gesehen, bzw. Zusammenfassung, trotzdem vielen Dank, dass dir die Arbeit angetan hast!
Kann man den Versuch ungefähr so umschreiben – das Plottern geht eigentlich sehr gut, ist aber komplizierter als viele von uns annehmen und eher ein aufwändiges Hobby, was nicht nur so schnell nebenbei mitnimmst, sondern auch eine gewisse Lernkurve hat und nur Sinn macht, wenn man mehr benötigt, als ab und zu einen Schriftzug?
Habe einen Schriftenmaler im Ort, der auch einen Plotter verwendet und sogar Folien bedruckt, also ich bleib beim 3 D Druck und laß die Profis Plottern, aber das ist nur meine persönliche Einschätzung
Ein Fazit bei einer Anleitung, wie man etwas plottet? Ok, hier: das plotten geht kinderleicht, auf die BirdsEye Kamera kann man verzichten.
Bin da komplett gegenteiliger Meinung: Wenn der Drucker eh schon da steht, dann holt das Plotter Modul noch dazu. Vor allem, falls es nochmal auf die 59,- runter geht.
Plotten kann jeder. Die erste Folie geht zum Testen drauf, ab der 2. läufts dann,
Die Profis brauchen wir bei großformatigen, komplizierten mehrfarbig/mehrlagigen Designs.. so nen Mini Schriftzug oder ner Hundetatze für die Frühstücksbox oder so, da freut sich der Profi auch nicht, wenn mit so Winzkram ankommst, das macht man daheim. Und versteht dann auch, warum der Profi verlangt, was er für seine Arbeit verlangen muss.
Ich bin nicht der Folientyp, aber mit dem Motiv müßten wir unsere 3D-Drucke in einer Druckerfarm herstellen lassen und müßten auf den 3D-Druck verzichten. Der Reiz ist aber es selber zu erstellen. So sehe ich es auch mit dem Plotten.
Quisa, der Ralph hat vor Jahren einen Blogbeitrag zum Thema 3D-Druck auf Textilien hier veröffentlicht.
Drucken auf Stoff
Ich finds toll und schaut echt gut aus. Aber Birds-Eye Kamera muss schon sein. Hoffentlich bringen sie das Firmwareupdate zeitnah. Riesiger Komfort beim ausrichten von Resten. Für den Preis in meinen Augen ein Pflichtkauf.
Danke nochmal für diese Zusammenfassung.
(Und ich will ein Drucktipps3d T-Shirt!)
Ich schick dir ein Blanko Shirt und die Folie, den Rest machst Du? Und gleich ein Tutorial dazu? 😉
Irgendwie hab ich jetzt die Antwort auf die Überschrift „Plotten mit Bambus“ nicht gefunden. 😉
Interessanter Beitrag! Danke Stephan!