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Ender 3 angekommen und aufgebaut

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Ich drucke auf die Platte, die ihr auf den Bildern seht. Hab ich auf der Arbeit ergattert. Keine Ahnung was es ist. GFK, Glasotex.. ?!?! Ist 4mm stark. Leider haftet der Druck nicht direkt auf der Platte. Muss immer mit Haarspary einsprühen, dann hält es.

Wie sieht es mit der 1,5mm FR4 Platte aus? Geht das ohne Haarspray ? Werde mir jetzt mal eine bestellen. Gibt es bei SteffTech jetzt direkt in der passenden größe.....haben wohl schon ein paar bestellt 😉

Reichen die 1,5 mm aus um die Delle zu überbrücken ? Habe das Gefühl, das selbst meine 4mm Platte in der Mitte noch "durchhängt"

Oder sollt man  in Erwägung ziehen, das ganze auf Autoleveling umzubauen ?

 

Gruß mattes

Hochgeladene Dateien:
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Allgemein gültige Aussagen sind schwierig, bei mir hats gereicht mit 1.5mm und die Platte funktioniert ohne zusätzliche Haftmittelchen für PLA & PETG.. aber ich mag nicht garantieren, dass das bei jedem so gut hinhaut.

Ich liebe Fertigdrucker, weil: ...ich kauf mir auch kein Akkuschrauberbausatz.

So wie es aussieht wird Creality-3d den CR-20 mit Flexplatte verkaufen und vermutlich ist die dann auch einzeln erhältlich.

kann keinen Lötkolben halten

Das wäre nicht verkehrt,kommt auf den Preis an 😉

Die Alternative hab ich im Beitrag  Ender-3 unsere Anpassungen gezeigt.

Besteht aus magnetischer Matte mit Klebefolie die auf das Bett geklebt wird und einem Blech mit BuildTak als Flexplatte. In 228x255 für 37,78€ inkl. Versand mit 2 BuildTak-Folien bei Ali. Ich bin zufrieden damit!

kann keinen Lötkolben halten

Hallo,

Das Heizbett ist in der Mitte, etwas übertrieben gesagt, wie eine Schüssel.

War hier genau so. In der Mitte war das Druckbett ca. 7/10 mm tiefer als an den Rändern.
Bei mir hat nur "mechanische Kaltumformung" geholfen.

  • Netzstecker trennen
  • alle Kabelverbindungen vom Heizbett am Board gelöst
  • Heizbett komplett ausbauen
  • exakt vermessen mit Stahllineal, Lichtspalt Methode und Pappstreifen als Fühlerlehre
  • Lage der Delle markiert (bei mir ziemlich exakt im Mittelpunkt der 3 mm starken  Aluplatte)
  • Isolierung des Thermistors auf der Unterseite vorsichtig  entfernt, zur Wiederverwendung auf Trennpapier aufgeklebt
  • Kapton Tape direkt über dem Thermistors vorsichtig entfernt und zur Wiederverwendung auf Trennpapier aufgekleben. Darauf achten, dass dabei der Thermistor selbst oder die angecrimpte Kabelverbindung nicht beschädigt wird. Den Thermistor vorsichtig zur Seite klappen, wo er beim Biegen nicht stört. Die restliche Kapton Tape Kabelbefestigung des Thermistors habe ich dran gelassen.
  • Zwei gehobelte gleichstarke Holzleisten auf ein Holzbrett im Abstand von ca. 220 mm parallel aufgeschraubt. Darauf werden die Ränder des Druckbettes mit der folienbeklebten Seite aufgelegt.
  • Das Holzbrett wird auf eine stabile Werkbank oder Tischplatte aufgelegt
  • Mit geeigneter Zulage und mit Hilfe einer Schraubzwinge an der vorher markierten Stelle von der Unterseite, dort wo die Heizleiter sitzen, mit Gefühl Druck aufbringen. Der feste Spannarm der Schraubzwinge greift dabei unter die Werkbank/Tischplatte.
  • Darauf achten, dass kein Heizleiter, Kabel oder der Thermistor  beschädigt wird. Auch dazu dient die Zulage, z.B. gehobeltes Holzklötzchen, ebenso wie zur gleichmäßigeren Druckverteilung.
  • Nicht zu viel auf einmal mit Hilfe der Schraubzwinge pressen!
  • Nach einem Spannvorgang, die Schraubzwinge immer wieder lösen und entfernen, das Druckbett abnehmen,  mit Hilfe des Stahllineals und der Lichtspaltmethode wiederholt in alle Richtungen (längs, quer u. diagonal) prüfen.
  • Vorgang wiederholen, bis die Delle sich deutlich verringert hat.
  • Teilweise biegt die Aluplatte des Druckbettes dabei abenteuerlich.
  • Wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist alles in umgekehrten Reihenfolge wieder montieren.
  • Bei dieser Gelegenheit sollte man auch verzinnten Enden der Litzen  entfernen und  die Leitungsenden des Heizbettes und des Thermistors mit Aderendhülsen versehen.

Habe hier nun ca. eine 1/10 mm Beule (nach oben)  im Druckbett. Damit kann ich zur Zeit leben.

Diese Methode wird sich aber nicht jeder zutrauen oder umsetzen können/wollen.

Dann sollte, wie schon erwähnt, eine aufgelegte Glas- oder Spiegelglasplatte ebenfalls Besserung bringen.

Wem die Druckhaftung auf Glas zu viel Probleme bereitet, kann auch testen,  eine FR4 oder Pertinax-Platte auf die Druckseite des Glases mit Klebefilm 3M 468MP  aufzukleben.

Da hab ich aber Glück gehabt! Wenn ich mich so umsehe scheint es fast der Normalzustand zu sein eine Delle im Druckbett des Ender-3 zu besitzen! 0,7mm sind auch nicht mehr lustig. Das gleicht keine 0,4mm Düse mehr aus! Danke für die ausführliche Anleitung! Vermutlich hätte ich es mit Keilen versucht zu richten. Eine solch große Schraubzwinge hat wohl nicht jeder im Haus um mittig auf das Druckbett zu drücken.

kann keinen Lötkolben halten

Dumm gefragt:

Kann so eine 7/10mm Schüssel durch mesh bed leveling noch ausgeglichen werden? Evtl. wenn man mehr als 3x3 Punkte macht?

7/10?.. Uff..  Du wirst es mit "kreativ geleveled" + mesh dazu bekommen, dass es haften bleibt..

aber das Problem mit dem Mesh Bed Leveling, was oft unbeachtet bleibt, ist ja auch, dass der Boden des Druckstücks auch nach der Meshkorrektur weiterhin die Schüsselform des Betts hat. Gute Implementierung rechnet es im Laufe des Drucks (also im Verlauf der Z Achse) dann gerade, damit es immerhin oben stimmt.. aber unten bleibt es krum..

Was mechanisch verbockt ist, kriegt man mit Software und Sensoren auch nicht (oder nicht ganz) weg - das hat Josef P leider auch noch nicht so recht verinnerlicht.

Ich liebe Fertigdrucker, weil: ...ich kauf mir auch kein Akkuschrauberbausatz.

Ich bin mit meiner Meinung absolut auf Stephans Seite! Das was Prusa und andere mit Ihrem Bed Leveling treiben ist alles toll und schön aber das schiefe, verbeulte oder krumme Bett bleibt bestehen und wird nie das Ergebnis eines sauber ausgerichteten Druckbetts bringen. Mir ist ein "halbautomatisches" Leveln am liebsten bei dem der Sensor anzeigt Ecke hoch oder runter und am Rädchen wird das Bett ausgerichtet.

kann keinen Lötkolben halten
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