Forum

Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Einhausung Drucker

Hallo zusammen,

ich drucke z.Z. ausschließlich PLA, möchte meinen Drucker aber trotzdem gerne in einen LACK-Gehäußeumbau einpacken, hautpsächlich etwas zur Lautstärkereduzierung, Sauberkeit und Mobilität (mit Rädern). Ich weiß um die Hitzeentwicklung, wäre auch bereit die hinterseite Offen zu lassen oder genügend Lüftungsschlitze einzubauen. Mich würde Interessieren wie ihr das macht, ob ihr es trotzdem gemacht habt (nur PLA) und Eure Erfahrungen.
Auch wie es ist, wenn ich doch Lüfter verbauen würde, mit dem Problem Luftzug. Danke für euren Erfahrungsschatz.

Ja für PLA ist die Einhausung sicher nicht erforderlich, schadet aber auch nicht. Leider verrätst Du nicht für welchen Drucker. Auf dem Blog von Prusa gibt es einen guten Artikel zu Ikea-Lack für den i3. Dort hab ich auch die Idee mit dem Fotozelt gefunden die ich jetzt mal testen wollte. Wie mir Peter aber klar gemacht hat ist der Test bei derzeitigen Temperaturen nicht sehr aussagekräftig. Stephan hat vor einem Jahr auch einen Beitrag zur Einhausung gebracht und Peter hatte den Ender-2-Mod.

kann keinen Lötkolben halten

Danke erst einmal. Mein Drucker ist ein Ender 3. Das mit dem Fotozelt ist nicht so meines. Auch mit dem englischsprachigen Artikel, auch wenn mein Name anderes sagt, tue ich mich sicher schwer, würde zwar einiges verstehen, aber vielleicht auch Missverstehen 🙂

Mit geht es eher um Erfahungsberichte und was ihr (die da ähnliches bereits gebaut haben) so gemacht habt. Und die Frage mit dem Luftzug bei aktiven Lüftern, wie schlimm ist das bei PLA, wo sollte man diese setzten wenn ja. Temp gesteuert oder nicht und wenn ja, ws gibt es für den ungeübten Elektroniker für fertige Bausätze/Platinen  zur Tempregelung usw.

Meine Einhausung hat soviele Lüftungsschlitze / Löcher, dass die Temperatur nie über 40°C geht. Das geht noch für PLA, da lass ich halt zusätzlich die Tür offen.

Ich liebe Fertigdrucker, weil: ...ich kauf mir auch kein Akkuschrauberbausatz.
Zitat von Fireburner am 14.06.2018, 15:09 Uhr

Danke erst einmal. Mein Drucker ist ein Ender 3. Das mit dem Fotozelt ist nicht so meines. Auch mit dem englischsprachigen Artikel, auch wenn mein Name anderes sagt, tue ich mich sicher schwer, würde zwar einiges verstehen, aber vielleicht auch Missverstehen 🙂

Na zumindest findest Du in dem Artikel entsprechende Links zu Teilen auf thingiverse. Der Ender-3 hat ja schon eine ähnliche Größe wie der Prusa und somit ist der Artikel schon eine gute Orientierung. Gegen Probleme mit der Sprache hilft das hier. Problem dürfte nur die Höhe des Ender-3 sein. Die Lacktische sind etwas zu flach und Du mußt die Tischbeine verlängern.

Mit geht es eher um Erfahungsberichte und was ihr (die da ähnliches bereits gebaut haben) so gemacht habt. Und die Frage mit dem Luftzug bei aktiven Lüftern, wie schlimm ist das bei PLA, wo sollte man diese setzten wenn ja. Temp gesteuert oder nicht und wenn ja, ws gibt es für den ungeübten Elektroniker für fertige Bausätze/Platinen  zur Tempregelung usw.

Das Druckobjekt sollte sich nicht im direkten Luftzug befinden. Das führt zu schneller Abkühlung und Verzug. Eine Temperatursteuerung hat Peter im Endermod vorgestellt. Die funktioniert wohl recht gut aber ist auch nicht ganz billig. Bei PLA ist das sicher noch recht unkompliziert aber andere Materialien sind mit einer Steuerung sicher besser zu beherrschen. Vor allem wenn es darum geht den Druckraum auf eine bestimmte Temperatur aufzuheizen und anschließend die Temperatur zu halten.

kann keinen Lötkolben halten

Hi,

LACK-Gehäußeumbau einpacken, hautpsächlich etwas zur Lautstärkereduzierung, Sauberkeit und Mobilität (mit Rädern). 

Also ich würde dir anraten, fahr mal zu Ikea und schau dir den LACK Beistelltisch in der Ausstellung an. Als Einhausung noch okay, aber zum drauf drucken taugt der meiner Meinung nach schon nix mehr. Schon gar nicht, um Rollen dran zu schrauben und 10 kg Drucker hin- und herzufahren. Dafür ist das verwendete Material (Presspappe und Span) und die Konstruktion einfach zu windig. Aber schick und schlicht sieht der 6 EUR Sondermüll schon aus, mehr aber auch nicht.

Gegen Probleme mit der Sprache hilft das hier. Problem dürfte nur die Höhe des Ender-3 sein. Die Lacktische sind etwas zu flach und Du mußt die Tischbeine verlängern.

Da findet man was auf thingiverse für, zum Beispiel   Lack table leg extension

Naja, der Google Übersetzer hilft mir meist nicht wirklich weiter, vor allem bei Englisch.
Ich hätte halt in der Schule besser aufpassen sollen. Mein Fehler. 😉
Aber um sich durch chinesischen  Webseiten zu navigieren ist er schon hilfreich.

Hochgeladene Dateien:
  • Ikea-LACK-Beistelltisch.png

Ich hoffe Ihr habt den Maker-Day von der Cebit verfolgt. Wenn nicht: in der nächsten Make vom Heise-Verlag escheint eine Bauanleitung inkl. Temperatursteuerung, Lüfter, Filter, Beleuchtung und Schikanen. Diesmal auf Ikea Schrank Basis.

kann keinen Lötkolben halten
Zitat von Fireburner am 14.06.2018, 12:51 Uhr

ich drucke z.Z. ausschließlich PLA,

zurzeit    🙂

möchte meinen Drucker aber trotzdem gerne in einen LACK-Gehäußeumbau einpacken, hautpsächlich etwas zur Lautstärkereduzierung

Wenn Du den LACK zwischen den Beinen mit dünnen Platten versiehst, werden die eher wie ein Resonanzkörper wirken. Das wird nicht leiser. Zum Vergleich: Mein Endermorph ist oben aus 5mm MDF-Platten stabil zusamengesetzt. Das ist insgesamt etwa genauso laut wie der freistehende Drucker.

Wenn du die Platten dicker machst, brauchst Du den Tisch nicht. Wie Du siehst, ist der schon bei 5mm-Platten eigentlich überflüssig. Die sind an den Ecken mit gedruckten Winkeln zusammengeschraubt.

Du musst in jedem Fall zusätzlich noch eine Schallschluckdämmung vorsehen, die brandgehemmt sein sollte.

Die gedämmten Platten müsssen am Lack an mindestens drei Seiten abnehmbar und dennoch schalldicht angebracht sein, sonst fluchst Du später bei der Bediehnung. Ich würde eine Kombination aus Dichtband und Magneten vorsehen. Beim Endermorph nehme ich einfach die ganze Haube ab. Wenn Du den Drucker so stellen musst, dass Du eh nur von vorne dran kommst, wäre ein Rollenvollauszug eine Lösung. Das habe ich für einen Farblaserdrucker mal so gelöst.

Mobilität (mit Rädern).

Also zwei LACK-Tische aufeinander? Schau mal, ob nicht ein kleiner Unterschrank oder hoher Hängeschrank besser passen könnte. Ich komme bei solchen Überlegungen dann doch immer eher dabei raus, direkt etwas aus Zuschnitt-Platten zu bauen. Der LACK wird recht schnell eher zum Handicap als zur Vereinfachung, jedenfalls wenn Schalldämmung das Hauptziel ist.

Ich weiß um die Hitzeentwicklung,

Der nicht isolierte, aber dichte Emorph heizt durch Heatbed und Hotend bei 240/95° in 2 bis 3 Stunden von 30 auf 50 Grad hoch, dann pendelt sich die Temperatur ein. Wenn Du nur PLA druckst, wird das deutlich weniger sein.

wäre auch bereit die hinterseite Offen zu lassen oder genügend Lüftungsschlitze einzubauen. Auch wie es ist, wenn ich doch Lüfter verbauen würde, mit dem Problem Luftzug.

(Ich plane, Warmluft mit einem Schnorchel unter dem Dach geregelt abzusaugen und unten rauszublasen. Dann habe ich in der Haube nur die Thermik durch die nachstömende Luft. Der Hauptgrund ist aber, dass so die Haube frei von Technik bleibt und leicht abgenommen werden kann. Aber mein Ziel des Gehäuses ist ja, eine geregelte erhöhte Druckraumtemperatur herzustellen, was für PLA egal ist. )

Wenn Du die Rückseite ganz offen lässt, wirst Du kaum noch einen Schallschutz haben.

Lüftungsöffnungen sind eine gute Idee. Du kannst sie mit Schiebedeckeln versehen und so den Luftstrom einfach von Hand regeln. (Wenn Du doch mal was anderes als PLA drucken möchtest, hast Du nach ein paar Drucken Erfahrungswerte und weisst grob, wieviel Öffnung für welche Drucke passt.)

Wenn es sehr leise werden soll, kannst du unten und oben jeweils eine Öffnung vorsehen, die Du Labyrinth-artig gestaltest, so dass kein Direktschall austritt. Die einfachste Lösung wären einfach Löcher in der Rückwand und Schalldämmmatte an der Wand dahinter. Dann kannst Du den Schallschutzeffekt und den Lüftungseffekt regeln, indem Du den Schrank mehr oder weniger dicht an die Wand rollst.

Bei PLA sollten Lüfter auch keine Problem sein, weil Du ja ohnehin einen lokalen Orkan mit dem Bauteilelüfter erzeugst. Du könntest die obere Öffnung so bohren, dass sie für Lüfter passt, aber erst einmal schauen, ob es ohne geht. Wenn, dann setze oben einen Lüfter ein, der nach außen bläst. Dann hast Du am wenigsten Strömung in der Kiste, falls Du doch mal etwas Warping-empfindliches druckst.

Ender2 mit Gehäuse; X5S-Mechanik mit MKS SBase-Board/Smoothieware, E3d V6/Titan, 240V-Heatbed

Danke für die Umfangreichen Tipps. Werde sicher das eine oder andere Umsetzen können.