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CR10 Temperaturanzeige völlig falsch

Grüße

ich hab einen CR10 mit Marlin 1.1.6 FW laufen (hab da aber nix geändert), und ein ganz eigenartiges Problem:

während des Druckvorgangs kommt irgendwann (gern auch mal nach 3-4h sauberen Druckens) auf einmal kein Plastik mehr aus der Nozzle. Das geht eine ganze Weile so ( je nach Größe des Drucks über mehrere Layer), und dann geht der Fluss weiter als wäre nix gewesen.

Die Temperaturanzeige sagt durchgehend 210°. Hatte erst mit 195 gearbeitet, dachte mein Sensor ist vllt ungenau, und habe dann auf 210 gestellt, mit dem gleichen Ergebnis.

Die Filamentzuführung klappt problemlos, ich sehe wie das Rad sich dreht und versucht Filament weiterzuleiten.

Wenn ich den Druck abbreche, kann ich das Filament auch nicht direkt zurück ziehen trotz der angezeigten 210°, weswegen ich sicher bin, es liegt an der Temperatur.

Was ich nicht verstehe, ist, warum ich trotzdem stabil 210° angezeigt bekomme (bei 195° waren es auch 195).

Jeman eine Idee wo man da ansetzen kann?

 

Das könnte natürlich auch der Sensor sein aber ich gehe zunächst mal davon aus, die Temperaturanzeige stimmt. Ich hab den Bowden im Verdacht. Der muß unten an der Düse anliegen. Ist das nicht der Fall bleibt ein Hohlraum zwischen Bowden und Düse in dem sich Filament ansammelt und dann solche Probleme bereitet.

kann keinen Lötkolben halten

Ein zweiter Ansatzpunkt wäre die Retraction. Wenn die R-Länge zu groß eingestellt ist, wird nach und nach immer mehr Wärme "hochgezogen"und irgendwann klebt es.

Meine Drucker haben hitzefrei.

Dank euch für die schnellen Antworten.

Den Vorlauf hab ich noch mal getestet, aber von meinen .94 auf .93 hat man schon gesehen das es zu wenig PLA ist.

Die Düse hab ich mal abgeschraubt (bzw das komplette HotEnd zerlegt), es war jedoch nach oben nicht zu sehen das sich da irgendwo Plastik sammelt.

Parallel dazu hab ich bei Ebay das original HotEnd als Komplettsatz mit Versand für 16,95€ gefunden - mal hoffen das in sieben bis zehn Tagen mein Problem gelöst ist..

Wenn Du alles zerlegt hast sollte sich da nun kein Hohlraum mehr befinden. Schneide das Ende vom Bowden zur Sicherheit gerade und winklig ab und rücke den Schlauch im geheizten Zustand so tief es geht in das Hotend und ziehe bei gedrücktem Schlauch den Sicherungsring an der Pneumatikverschraubung. Damit sollte der Bowden sauber anliegen. Die Einstellungen für die von Peter genannte Retraction sollte beim CR-10 bei max. 6mm liegen. Kontrollier nochmal, daß der Temperatursensor ordentlich in seinem Loch sitzt.

kann keinen Lötkolben halten
Zitat von Inso am 11.06.2018, 20:39 Uhr

Die Düse hab ich mal abgeschraubt (bzw das komplette HotEnd zerlegt), es war jedoch nach oben nicht zu sehen das sich da irgendwo Plastik sammelt.

Was Uwe meint, ist das Ende des PTFE Schlauche, wo dieser im Hotend die Düse berührt.
Sitzt dieser nur minimal zu hoch, oder ist das Endes des Schlauches schräg abgeschnitten, entsteht ein Spalt. Dort sammelt sich  verhärtetes, zäheres Filament beim Drucken, welches den Transport und somit den Nachfluss hemmt.

Habe da eine Skizze angehängt. Die Stelle, auf die der rote Pfeil zeigt. Hoffe das kann so man verstehen.

 

Hochgeladene Dateien:
  • aufnahme_2018-06-11.png

Optimal mit dem Bild . Die obere Kante der Nozzle war auf jeden Fall komplett schwarz, ich hab jedoch ansonsten keinen "Plastikring" oder so da rauslösen können/müssen, der sich dazwischen gebildet hat. Sprich minimaler Abstand scheint recht wahrscheinlich zu sein, aber nicht mehr - so 0,1mm würd ich vllt schätzen.

Den Schlauch an sich konnte ich jedoch nicht mehr bewegen, der hatte am oberen Ende (da wo er aus dem Barrel kommt (auf halbem Weg im Kühler)) schon nen feinen schwarzen "Ring" um sich und schien fest zu sein... Ansonsten war aber auch da kein Plastik zu finden ( also allgemein im Bereich des Kühlers).

Das mit der Retraction hatte ich in der Tat komplett falsch verstanden, die liegt bei mir bei 6,6, da fahr ich morgen direkt mal nen Test mit 6,0 oder ggf auch nen bisschen niedriger..

 

So, nach viel hin und her scheine ich das Problem gefunden zu haben 😀

Erstmal hab ich das komplette HotEnd getauscht, incl Sensor, Hitzepatrone, Nozzle, Schlauch - einfach alles.

Der erste große Druck war dann auch ziemlich gut, hab bei ~500g an einer Ecke ca 4cm eine line "unschönen" Druck, ansonsten alles fein.

Danach gingen die Probleme aber wieder langsam los.

Bin dann mal hin und hab aus den Teilen die beim CR-10 noch dabei lagen die Ersatz-Nozzle eingebaut. Direkt wieder ein besseres Druckbild, aber auch wieder nur temporär.

Nebenher auch alle möglichen Werte nochmal gecheckt und verglichen, selbst bei _sehr_ langsamen drucken waren die Probleme nicht gelöst.

Hab mir dann nen Bunsenbrenner geholt, und alle Nozzles mal ausgebrannt. Wieder - temporär besseres Druckbild. Hab allerdings die ein oder andere beim Ausbrennen zu heiss werden lassen (Nozzle sollte !keinesfalls! glühen), mit denen ist kein ordentliches Druckbild mehr möglich.

Glücklicherweise mit der Bestellung des HotEnds in China mal ein 10er Pack 0.4er Nozzles für 2,50€ mitbestellt, die waren mittlerweile da. Der Kopf (wo der Steckschlüssel greift) ist bei denen definitiv breiter, 9er statt 7er Schlüssel, Gewinde passt aber, das ist das gleiche. Davon mal eine Nozzle drauf.

Nebenher auch mal ein wenig gelesen, vor allem das man das Plastik nicht zu lange im heissen Hotend haben soll. Hab dann meinen Start-GCode mal umgeschrieben (hab da Bett und Extruder gleichzeitig heizen lassen) so das erst das Bett heizt und der Extruder erst wenn das Bett so weit ist. Auch beim Filamentwechsel lasse ich jetzt so wenig wie möglich heizen und laufen.

Nebenher hab ich nun auch ein genaueres Auge auf der Nozzle - hab anfangs wenn ich die Glasplatte (den Ikea-Spiegel^^) gesäubert hatte die Nozzle auch schon mal aufsetzen lassen, damit bin ich bedeutend vorsichtiger und mache die Einstellung nun mit einer Messuhr ( die gute für 3€ aus China - klappt mit dem selbstgedruckten Halter wirklich einwandfrei^^) so das die Nozzle immer schön weg vom Bett ist.

Ich könnte mir nebenher auch vorstellen, das die "grössere" Nozzle jetzt besser geheizt wird, da sie ja mehr Auflagefläche am erhitzten Bereich hat.

"Reinigervorrichtung" für das Filament, sprich kleine Box mit Schwamm drin durch den das Filament dann gezogen wird, steht auch noch auf der ToDo-Liste.

Auf jeden Fall kann ich seit gut ner Woche drucken und hab bisher nicht mal einen kleinen Fehler bemerken können.

Vielen Dank an alle hier im Forum für eure Hilfestellungen! 😀