Schiffbruch mit Colorfabb NGen

Colorfabbs NGen soll sich zwischen ABS und PLA als neues Standard-Filament etablieren. Ich selber hab leider keinen Erfolg damit.

Der Hauptvorteil von NGen ist, das es deutlich höhere Temperaturen als PLA aushält (Glastemperatur 80°C stat 60°C) und nicht ganz so anspruchsvoll ist, wie ABS und ganz wichtig: NGen stinkt nicht. Es verleiht dem Druckobjekt zudem einen tollen Glanz. Soweit die positiven Eindrücke, die ich von NGen Schwarz erhalten habe.

Leider Gottes war das auch schon alles positive, ich hatte bislang keinen wirklichen Erfolg mit NGen auf meinem Ultimaker 2+. Bei einer Schichtdicke von 0,2mm, einer Betttemperatur von 80°C, 4,5mm Retraction bei 45mm/s Retraction Speed, 50mm/s Druckgeschwindigkeit und sowohl einer Drucktemperatur von 220°C und im zweiten Test mit 240°C war das Druckergebnis zwar optisch tipptopp, aber das Endresultat dann sowas von brüchig, dass mir das Teil beim Ablösen vom Druckbett an mehreren Stellen schlicht zerbrochen ist. Simplify3Ds Stützstruktur warpte zudem an 2-3 Stellen vom Druckbett.

Zu brüchig :-(

Zu brüchig 🙁

Auch das Benchy als zweiter Test, das optisch wirklich klasse aussah, konnte ich danach locker ohne Mühe mit einer Hand zerdrücken.

Das kann irgendwie nicht ganz im Sinne des Erfinders sein. Ist mit Sicherheit eine Sache von Settings, aber im Moment lass ich das jetzt mal so stehen und drucke das Neu in PLA.

Für den Dremel IdeaBuilder halte ich NGen mangels beheiztem Druckbett und Maximaltemperatur von 230°C her ungeeignet, einen Test konnte ich leider nicht machen, da mir das Ngen nur in 3,00mm vorliegt. Ich werds die Tage mal mit dem 1,75 Ngen testen, aber allzuviel Hoffnung habe nicht.

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