Forum

Du musst dich anmelden um Beiträge und Themen zu erstellen.

Inserts

Seiten:12

Hi,

 

habe hier gesehen, das Colorprint aka M600 zum Einsetzen von Sachen (z.B. Muttern) in Drucken verwendet. wird - ich habe da eine elegantere Methode. Vielleicht gibt es den entsprechenden Artikel eh schon - nur ich war zu blöd ihn zu finden. Ansonsten könnte ich meine Methode mal zusammen schreiben.

 

LG, Hendrik

 

Hendrik, gib mal nen Stichwort zu Deiner Methode, sonst kann ja niemand wissen, ob's schon irgendwo beschrieben ist.

🙂

 

Klar, im Eifer vergessen: Ich verwende den Marlin M0 Befehl.

 

LG

Nur zu Hendrik! Wir lernen auch gern was dazu!

M0 haben wir noch nix zu. Bin gespannt 🙂

 

Das Einbetten von Muttern und anderen Gegenständen in 3D Drucke kann sehr hilfreich sein, wenn man Muttern von aussen entweder nicht einsetzen kann (aus technischen Gründen) oder will (aus ästhetischen Gründen).

 

Uwe hat in einigen seiner Artikel sehr schön das Colorprint von Prusa vorgestellt und auch geschrieben wie es sich zum Einbetten von Gegenständen eignet. Der Nachtteil ist, das der verwendet M600 Befehl das Filament unnötigerweise auswirft.

 

Marlin-basierende Firmware hat aber auch einen Pause Befehl, den M0. Allerdings bleibt der Druckkopf an Ort und Stelle stehen und fährt nicht wie beim M600er an eine sichere Position. Das kann zu zwei grossen Nachteilen führen: Erstens bleibt der heisse Druckkopf am Bauteil stehen, was für längere Zeit zur Deformierungen oder gar Verbrennung an dieser Stelle führen kann.

 

Daher ist es notwendig mehrere Befehle einfügen, damit der Druck aus dem Weg fährt und nachher an der richtigen Stelle fortfährt.

 

Wenn man Sli3er verwendet, gibt es eine Option 'Before layer change G-Code' benutzen, um ein Kommentarzeile (also ein Text der vom Drucker nicht interpretiert wird) einfügen. Diese Option befindet sich unter 'Printer Settings'/'Custom G-Code'. Die Konfiguration, die ich als Grundlage von Prusa Research genommen habe, hat dort den Wert

 

;BEFORE_LAYER_CHANGE

;[layer_z]

 

Das layer_z wird vor jedem Layerwechsel auf die Höhe des aktuellen Layers gesetzt und in die gcode Datei geschrieben.

 

Mit Hilfe der Layer Vorschau im Sli3er oder http://gcode.ws lässt sich der Layer identifizieren, der die Aussparung schliesst. Genau vor diesem Layer soll der Drucker anhalten, damit wir die Teile einlegen können. (Mann kann natürlich bei beliebig vielen Layern stoppen um mehrfach Elemente einzulegen.)

 

Wir müssen nun mit einem guten Text Editor, der mit grossen Dateien problemlos umgehen kann, die Stelle finden, an der der Kommentar steht. Nehmen wir als Beispiel unsere Aussparung für eine Vierkantmutter wird mit dem Layer auf 8mm Höhe geschlossen, dann suchen wir die Zeile, in der ";8" steht, die Datei sollte an dieser Stelle ungefähr so aussehen:

 

;BEFORE_LAYER_CHANGE

;8

 

 

G1 E-0.80000 F2100.00000

G1 Z8.300 F7200.000

;AFTER_LAYER_CHANGE

;8

G1 X185.566 Y141.475 F7200.000

G1 Z8.000 F7200.000

 

Was passiert da genau? Diese Befehle entsprechen meinem Profil, und werden je nach Profil und Slicer ein bisschen anders sein.  Nach dem Kommentar über den Layerwechsel, wird das Filament mit G1 E-0.80000 F2100.00000 ein bisschen zurück gezogen (Retracting). G1 Z8.300 F7200.000 ist ein sogenannter Z-Hop am Ende des Layers, der Druckkopf fährt ein bisschen hoch bevor der nächster Layer abgearbeitet wird. Dann kommen wieder 2 Kommentare und der Kopf fährt an eine bestimmte Stelle um die Perimeter des Layers auf 8mm zu legen.

 

Ich füge nun gewöhnlicher weise drei Befehle ein:

 

;BEFORE_LAYER_CHANGE

;8

 

 

G1 E-0.80000 F2100.00000

 

G1 Z150 F6000.000

M117 Einlegen

M0

 

G1 Z8.300 F7200.000

;AFTER_LAYER_CHANGE

;8

G1 X185.566 Y141.475 F7200.000

G1 Z8.000 F7200.000

 

 

Mit "G1 Z150 F6000.000" fahre ich den Druckkopf in Z auf 150mm hoch um Platz zu haben.

"M117 Einlegen" ist eigentlich schon Spielerei. Der M117 dient dazu einen Text auf der Statuszeile des LCDs anzuzeigen. Dieser Befehl kann ausgelassen werden.

M0 pausiert den Drucker.

 

Der Drucker wartet so lange bis man entweder bei Drucken von SD Karte den Druck direkt am Drucker fortsetzt oder bei Drucken über OctoPrint auf dessen Webinterface mit dem Druck fortfährt ("Resume").

 

Man muss ein bisschen aufpassen:

* Die Teile sollten so tief eingelegt sein, dass der Druckkopf sie beim legen des folgenden Layers nicht berühren kann.

* Das Filament haftet auf dem Kalten mit Fingern begrapschten Eisen nicht so gut, die Teile entweder reinigen und mit Pinzette einelgen, vorwärmen und/oder Klebestift auf der Oberseite leicht auftragen. Auf jeden Fall beobachten ob das Filamment haften bleibt oder sich an der Düse sammelt und irgendwo auf dem Druck verteilt wird. Bei Gelegenheit entfernen.

 

Referenz: http://reprap.org/wiki/G-code

Mal ein grober Entwurf ...

Vielen Dank Hendrik!

Ich fürchte, Du machst es Dir viel zu kompliziert. Cura macht das deutlich unkomplizierter. Neben dem ColorPrint beherrscht es auch die Pause.

Oh, das sieht man das ich mit Cura nie so warm geworden bin. Danke für den Hinweis. Sag bloss dass geht mit Slic3er auch? 🙂

 

LG

Für den Slic3r ist mir nur der Weg über das Prusa Tool bekannt. Im PrusaControl (beruht auf dem Slic3r) hat Prusa es integriert. Der Pause-Befehl ist aber nur im Cura.

Seiten:12