Detailfotos: Tevo Michelangelo

Dem kleinen Michel von Tevo mal unters massive Blechkleid geguckt..

Aufmachen geht recht einfach: einfach die 8 Inbusschrauben, die rings um die schwarze Grundplatte verteilt sind raus schrauben und dann von unten noch die 2 Bolzen, welche das 2040 Profil für die Z-Achse halten, abschrauben (Schraubenkopf, Sprengring, Unterlegscheibe, Platte), danach lässt sich die schwarze Platte anheben und zur Seite wegklappen. Easy.

   

Hier im Bild sieht man nur einen davon, aber das 2040 Profil ist zusätzlich mit 2 stabilen Winkeln an die Grundplatte geschraubt. Das zusammen mit der Verschraubung von unten in die Stirn des Profils macht einen sehr soliden Eindruck.

Das Profil, auf dem das Bett läuft, ist mit 3 Schrauben auf die Grundplatte geschraubt. Dürfte auch halten.

 

Der Omega Antrieb erlaubt hier über simple (nicht ganz so wahnsinnig lange) Langlöcher am Motor ein bissl „Nachspannen“ des Riemens, der ansonsten klassisch am Schlitten fürs Bett verknotet ist.

Den Riemen für X spannt man einfach durch verschieben des Idlers im Profil, auch schön zu sehen: …und der Idler, der hat Zähne..

(das geht mir jetzt die nächsten 2 Stunden nicht mehr aus Kopf).

Allerdings nicht alle, wer will kann die 2 Idler für Y recht simpel gegen welche mit Zähnen tauschen. Die sind einfach nur durchgeschraubt:
(Natürlich nur die 2, die auch in die Zähne des Riemens greifen, die andern 2 nicht.)

Alle Schlitten haben eine Rolle mit exzentrischer Hülse, mit der die dazugehörige Rolle justiert und so ein wackelfreier Sitz des Schlittens im (echten) V-Slot Profil sichergestellt werden kann: hier mitte-links unten die des Z-Schlittens:

Der Extruder des Tevo Michelangelo

Über den Titan Feeder wurde in den anderen Drucker-Vorstellungen schon genug geschrieben, da sag ich jetzt nimmer viel dazu.

Wer der Meinung ist, er hätte zu starkes Z-Wobble, der dreht links die 2 Schrauben raus und nimmt das Kugellager da weg, damit die Trapezspindel oben frei schwingen kann, ich lass se mal dran, die Spindel scheint bei mir recht gut im Lager verkeilt, das hat schon Züge eines Festlagers und gibt leichten Zug auf die Flexkupplung unten. Wenn ichs (nun endlich) richtig verstanden habe, ist das gut so? Richtig, Uwe?

Um an das Hotend zu kommen, muss man den Lüfterkorb abschraubem, anders als beim Tornado muss man dazu die 4 Schrauben löschen, welche den HotEnd Lüfter halten, hier diese da:

danach lässt sich das ganze Geraffel abnehmen. Die Lüfter sind übrigens 30x30x10mm 12V Axial und 40x40x10mm 12V Radial (*2). Das darunter zum Vorschein kommende HotEnd kommt mir sehr bekannt vor, das ist identisch mit meinem Tornado:

   

 

Elektronik des Tevo Michelangelo

 

Hier haben wir mal noch schnell alle 3 Endstops im Bild, alle sind einfach nur in die Profilnut geschraubt und lassen sich problemlos da hin schieben, wo man sie braucht. Und nebenbei bemerkt, das sind keine Microschalter.. sondern.. Ich weiss es immer noch nicht, was das für Dinger sind.. HallEffect?

Egal, schauen wir mal ins Innere, das sieht man ja nicht so oft:

Das Netzteil ist winzig klein, 12V 5A = 60W, dafür ordentlich verdrahtet.

 

Mainboard ist ein augenscheinlich original Makerbase Gen L 1.0, vollständig bestückt, mit dem passenden Makerbase Mini 12864 Graphic Display Board (weiss beleuchtet), dem es bei mir leider etwas an Kontrast mangelt und ich seh kein Poti, mit dem ich das verstellen könnte.

 

Stepper Driver sind Allegro 4982, gesockelt, also problemlos gegen was anderes austauschbar.

Der einzige Lüfter im Gerät selber ist ein 50x50x12mm 12V Lüfter der jetzt nicht unbedingt sehr beliebten Marke Pengda.. Peng wo? Da:

 

Etwas ungewöhnlich: besagter Gehäuselüfter ist parallel mit dem HotEnd Lüfter Huckepack auf dem Anschluss für das 2. HotEnd. Aha. Wäre mal spannend, da nen Blick in die Firmware zu werfen, wie die das zurecht gebogen haben. Die Firmware für den Tevo Michelangelo wurde ja nun inzwischen nach genügend Protesten veröffentlicht.

Wie immer ein kleines

Zwischenfazit


Wie gut der Micel von Tevo druckt, das hab ich ja in den Testdrucken mit dem Tevo Michelangelo schon gezeigt, der druckt direkt aus der Box raus schon sehr gut.

Fixfertig zusammengebaut ist er ja auch schon, kann man also nach kurzen Preflight Check (Schrauben und Riemen checken) dann sofort loslegen.

Auch hier beim Zerlegen habe ich nichts Schlechtes entdecken können. Es bleibt dabei, der hat nur ein Problem: kein Heizbett. Das stört aber nur die Leute, die neben PLA, PETG oder TPU noch andere Materialien drucken wollen.

PS: 8cm x 10cm ist der Platz zwischen den Pfosten des Druckbetts..  Mal bei Keenovo vorbei schauen, allerdings mit dem Netzteil geht keine Heizmatte..

Werbung:

Wer auch so nen kleinen Michel für den eigenen Schreibtisch will, darf gerne unseren Werbelink bei Gearbest anklicken: Tevo Michelangelo bei Gearbest kaufen

 

3 Kommentare

  • Schöner Überblick, Stephan! Danke.

    Ich Sachen Heizung hat man ja alle Möglichkeiten. Entweder ein SSR mit 230V-Heizmatte oder eine 12V-Lösung mit größerem Netzteil. Evtl. bekäme man das ja auch noch in die Kiste. Sieht aber so aus, als müsse man dann schon genau messen.

    • Ich hätte da was …
      Option 1: Stephan baut seinen X5S wie ich und tauscht die 12V-Netzteile. Ob die 60W von dem Michel für den X5S ausreichen? Das von mir gewählte 24V-Netzteil ist baugleich mit dem 12V und er braucht nur eine neue Montage für das kleine 12V-Teil. 60°C in 2min sind eigentlich mehr als akzeptabel.
      Option 2: wie zuvor mit der 220V-Version für das Heizbett. Das 12V-Netzteil im X5S langweilt sich.

  • Mit der Befestigung der Z-Achse verspielt der Anet A9 die Großzahl der Punkte gegenüber dem Michel. Wenn der Michel nun noch ein beheiztes Bett hätte würde er vermutlich den klaren Punktsieg landen. Dem Ender fehlt leider das integrierte Netzteil und die Bauteillüftung. So ganz ohne Punktabzug kommt leider keiner weg. Dann muß ich wohl auch endlich mal liefern.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.