Anet A9 (Ender2-Klon) Montage

Da ist er nun! Gearbest hat nach 3 Wochen geliefert. Der Anet A9. Ein Klon des Ender 2 gut verpackt und in großen Teilen vormontiert vom Hersteller des beliebten A8.
Es stört mich schon länger für kleine Teile den CR-10 an zu werfen und so hab ich nach einem Drucker gesucht der klein und kompakt ist und ein vergleichbares Druckergebnis zum CR-10 liefert. Nachdem Peter seinen Ender2 vorgestellt hat und davon schwärmt hab ich auch schon über den Kauf nachgedacht. Nun kommt noch Ralph mit einem Ender 2 Test und mein Kaufwunsch stieß auf heftigen Protest. Stephan hat den Tevo Michelangelo ins Gespräch gebracht. Auf den ersten Blick auch ein schönes Gerät und der Test ist im Anmarsch! Ein Punkt stört jedoch! Es fehlt ein beheiztes Druckbett. So viel mein Blick auf den A9 und was ich auf den Bildern sehe gefällt mir.


Dann haben wir also jetzt die Möglichkeit die 3Drucker miteinander zu vergleichen. Hier also der Anet A9. Leider ist er im Vergleich etwas teurer als der Ender aber wir hoffen, wir können da bald einen Code liefern.
Ich hab mir den A9 zum Einführungspreis gekauft. Der A9 ist wie der Ender2 ein Singlearm FDM-Drucker mit einem Bauraum von 16x16x20cm und einem beheizten Druckbett. Die übrigen Daten zum Drucker findet Ihr im Steckbrief und den Inhalt des Pakets seht Ihr hier aus Platzmangel mal auf dem Wohnzimmertisch.


alles heil verpackt angekommen

aufgeräumt im Styropor

oben der Filamenthalter

gefolgt vom beheizten Druckbett und vormontierten Druckbetthalter

wozu die Warnhinweise auf der Unterseite vom Druckbett wohl gut sind? Ohne das China-Krepp wär mir lieber gewesen.

die große Steuerbox dient als Standfuß

ein Netzkabel darf nicht fehlen
 

der Z-Schlitten mit Extruder vormontiert


und nochmal in anderer Ansicht

die Kabel an der Steuerbox und der Zahnriemenspanner an der Y-Achse

der X-Schlitten mit Hotend hängt schon am Kabelbaum


Bauteillüfter ist vorhanden

das sieht dem CR-10 sehr ähnlich

darauf ist vor Inbetriebnahme zu achten

der Y-Antrieb sitzt vorn und leicht außermittig um 90° nach oben gedreht in der Steuerbox

nochmal der Riemenspanner leider ohne Zahnrolle

Standard Display mit Drehknopf und Taster

die Achsen

unten Z mit Spindelantrieb und darüber X mit Zahnriemenumlenkung und 2 Spindeln

eine Kiste mit was drin

also auspacken! Werzeug, USB-Adapter mit SD-Karte, USB-Kabel, Bowden, T-Stücke, Z-Lager Kleinkram, 10m PLA und ein Lineal

nochmal alles in Einzelteilen. irgendwie fehlt was. Handgriff, Anleitung?

Handgriff A9

Ja eine Aufbauanleitung gibt es nur als Video auf dem Speicher. Die Software das übliche Repetier mit uralt Cura. Immerhin ist eine ini-Datei für Cura dabei. Das Handbuch in Englisch mit gelegentlichem Chinesisch. Ein sehr gutes Print Quality Troubleshooting Guide-Anet1.0 in Englisch. Das ist nicht nur für Anet-Drucker gut! Der Griff liegt als Datei zum Drucken auf dem Speicher aber dafür reicht das beigelegte Filament nicht. Über irgendetwas muß ich schließlich meckern! Also versuch ich hier mal eine Kurze Anleitung zum Aufbau mit Anmerkungen.

einfach festschrauben. Leider nichts zum Justieren und aus Acryl etwas zu nachgiebig Es beginnt mit dem T-Verbinder
T-Verbinder Nr.2 gegenüber und das selbe Problem
jetzt die Z-Achse mit Nutensteinen geklemmt. Problem mit dem Griff oben an der Z-Achse ist das nicht sicher
der Z-Schlitten und die X-Achse die Position ist nicht definiert
auch mit Nutensteinen geklemmt. leider schlecht zugänglich auf die Z-Achse gefädelt und die Spindel einsetzen
es geht vorwärts das Lager für die Spindel
oben bündig im Profil geklemmt immer wieder vernachlässigt! die Spindel nach oben in das Lager drücken und mit den Madenschrauben in der Flexkupplung klemmen
das China-Krepp hab ich entfernt. Heizbett, Druckbettträger, Schrauben mit Federn und Rändelmuttern. leider keine Muttern zum Kontern der Schrauben enthalten ohne Kontermuttern müssen die Schraubenköpfe später zugänglich bleiben und das Bett kann nicht in voller Größe genutzt werden also hab ich in die Kiste gegriffen und auch noch paar Scheiben spendiert
der Rest mit Federn, Träger und Rändelmuttern. die Schrauben für Endanschlag und Zahnriemen bekommen auch noch Muttern von mir spendiert den X-Schlitten einzufädeln gelingt nur ohne Umlenkung. danach den Zahnriemen einfädeln und mit der Umlenkung spannen
die Kabel anschließen. alle sind sauber beschriftet. Y-Endschalter Heizbett
Extruder X-Stepper
X-Endschalter Z-Antrieb
Z-Endlage für den Bowden zunächst den Schlauchanschluß in den Extruder schrauben
Schlauch bei gedrücktem Ring am Schlauchanschluß so tief wie möglich einführen und den Ring zurückziehen Kabel vom Hotend mit Kabelschelle am Extruder befestigen
kein Glanzstück der Technik aber schnell montiert und funktioniert. Rollenhalter, bei manchem Drucker fehlt er
fertig montiert in einer knappen Stunde inkl. Fotos. Das BuildTak ist vom Dremel und wird noch zurecht geschnitten

Erstes Fazit vor Inbetriebnahme? Optisch besser als der Ender2. Das in der Steuerbox integrierte Netzteil gibt zusätzliche Standfestigkeit und wirkt aufgeräumt. Keine verbogenen, deformierten oder defekten Teile. Einziges gedrucktes Teil ist die Bauteildüse und der fehlende Griff. Etwas mehr Montage als beim CR-10 aber hält sich immer noch im Rahmen. Jammern auf hohem Niveau aber es gibt noch Möglichkeiten der Verbesserungen.
– Z-Achse nur geklemmt (Transport am Griff und wackeliges Blech vom Gehäuse läßt Achse wackeln) und läßt sich im Winkel schlecht ausrichten
– Nachstellen der Rollen in Langlöchern, kein Exzenter
– Endlagenschalter nicht einstellbar
– Extruderhebel falsch herum
– fehlende Zahnrollen an den Riemenumlenkungen
– minderwertige Riemen
– fehlende Muttern für Bett und Träger
– Schrauben für Griff zu kurz
– billiger Rollenhalter
– zu wenig Filament für fehlenden Griff beigelegt
Ihr seht ich muß schon suchen um Mängel zu finden. Inbetriebnahme und mein erstes Urteil zum Drucker folgen wenn die fehlenden Teile gedruckt und verbaut sind.
Ihr könnt derweil alles im Forum verfolgen.

 

7 Kommentare

  • Sieht doch eigentlich auch noch ganz ordentlich aus.. Hammer definitiv schon wesentlich Schlimmeres gesehen

    Wie druckt er denn? Dürfte eigentlich keine bösen Überraschungen geben. Ich denke der Dreikampf der Minis könnte ganz lustig werden.

    • Die Optik paßt! Bin grad am Drucken und da sind schon paar komische Sachen aufgefallen. Die beigelegten gco-Dateien haben Höhe 0 oder eine Layerhöhe und versuchen ohne Z-Bewegung irgend etwas zu drucken. Das ist wie bei deinem letzten Drucker. Warum wird so etwas auf die Karte geschmissen? Die Firmware hat auch paar Merkwürdigkeiten. Jetzt hab ich mal 2 Benchy mit Cura geslict. Eins mit den Einstellungen der Cura-ini auf dem Speicher und eins mit dem selber erstellten Geräte-Profil. Das erste ist am drucken und hält sich tapfer am Bett fest.

    • Ach und die Endschalter ärgern mich! Alle 3 sind nicht ganz dort wo sie hingehören. Leider sind die nicht einstellbar und ich werde mir was überlegen müssen.

      • Das is beim TevoMichel schön gelöst, die Endstopps sind in die Nut geschraubt und kannst einfach da hin schieben, wo du sie haben willst..

      • Na irgend was brauch ich doch zum Basteln! Der Bettmittelpunkt ist im Moment nicht ganz mittig und dadurch läßt sich das Bett nicht in voller Größe nutzen. Auch hab ich das Bett sehr weit nach oben gekurbelt um die Düse zu erreichen. Ich würde den Z-Endschalter lieber etwas tiefer setzen. geht im Moment alles nicht. Na mit irgend was muß Tevo den fast identischen Preis ja rechtfertigen wenn schon kein Heizbett verbaut ist.

      • Beim Ender sitzen Y und Z verstellbar in der Nut.

      • Ja ich versteh es ja auch nicht warum die am Anet die Endschalter festnageln. Aber ich laß mir was einfallen.

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